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Greifswald Drei Archive an einem Ort vereinen
Vorpommern Greifswald Drei Archive an einem Ort vereinen
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05:47 28.03.2018
Die Baustelle des Greifswalder Stadtarchivs. Hier könnte auch das neue Landesarchiv stehen. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Der Verfall des pommerschen Gedächtnisses wird seit Jahren kritisiert. Denn die Kaserne am Greifswalder Nexöplatz ist seit Beginn ihrer Archivlaufbahn vor 70 Jahren für die Aktenverwahrung ungeeignet. Ein Neubau des Landesarchivs ist notwendig. Der könnte neben dem neuen Greifswalder Stadtarchiv entstehen.

Das wird gerade gebaut. OB Stefan Fassbinder (Grüne) verhandelt mit Land und Nordkirche über einen Anbau, der deren pommersche Akten künftig verwahrt. Denn auch die Kirche braucht einen neuen Aufbewahrungsort, ihr Archiv im Keller der Bischofsvilla musste vor Jahren geräumt werden. Der größte Teil dieser Akten lagert jetzt in Mesekenhagen.

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Von so einem Groß-Archiv in Greifswald würden alle profitieren, wirbt Fassbinder. Ein gemeinsamer Nutzerdienst, ein gemeinsamer Lesesaal würden Geld sparen. Allerdings sollte die Entscheidung bald fallen, weil der Neubau des Stadtarchivs nicht gestoppt werden soll.

Konkurrent der Greifswalder für das Landesarchiv ist Stralsund, das Magazinflächen im Zusammenhang mit dem ohnehin geplanten neuen Zentraldepot auf der Schwedenschanze fürs eigene Stadtarchiv ins Spiel gebracht hat. Wie die Offerte der Stralsunder aktuell konkret aussieht, dazu will Sprecher Peter Koslik nichts verraten. Er bestätigt nur Verhandlungen.

Oberdörfer Eckhard