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Greifswald Druck genommen: Öffentliches WC am Greifswalder Südbahnhof
Vorpommern Greifswald

Druck genommen: Öffentliches WC am Greifswalder Südbahnhof

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13:01 20.01.2020
Ein neues öffentliches WC am Südbahnhof wurde für die Benutzung übergeben. Im Bild Grünen-Fraktionschef Alexander Krüger, Ortsteilvertretungs-Chef Ibrahim Al Najjar und Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (v.l.n.r.) Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Die Einwohner der Greifswalder Südstadt und Fahrgäste am Südbahnhof können erleichtert sein. Am Montag wurde am Busbahnhof Süd eine neue öffentliche Toilette übergeben. „Seit Jahren werden mehr öffentliche Toiletten im Stadtgebiet gefordert – nun gibt es zumindest eine weitere in der Südstadt“, sagte Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). „Die Stadtverwaltung kommt damit auch den nachdrücklichen Bitten der Ortsteilvertretung nach.“ Neben der Ortsteilvertretung hatte der Seniorenbeirat immer wieder auf die Errichtung einer öffentlichen Toilette am Südbahnhof gedrungen.

Wegen Vandalismusgefahr in der Nacht geschlossen

Die rund 175 000 Euro teure Anlage, die direkt neben dem WC für Busfahrer aufgestellt wurde, besteht aus zwei Abteilungen – einem Urinal für Männer und einer barrierefreien Toilette, die von allen Geschlechtern genutzt werden kann. Ein Toilettengang kostet 50 Cent, es kann bar oder in wenigen Tagen auch mit EC-Karte bezahlt werden.

In der Nacht zwischen 23 und 6 Uhr bleibt die Toilette verschlossen, um so Vandalismusschäden im Innern der Toilette zu vermeiden, hieß es. Der Chef der Ortsteilvertretung, Ibrahim Al Najjar, regte an, die Außenfläche zur legalen Sprayerfläche zu erklären. Damit könnten, so seine Hoffnung, Schmierereien am Toilettengebäude vermieden werden.

Weitere öffentliche Klos geplant

Als nächstes möchte die Stadt das Toilettenproblem am Museumshafen entschärfen. Vorstellbar sei, dort von Ostern bis Oktober an einen zusätzlichen Toilettencontainer aufzustellen, wie Fabian Feldt, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung, sagte. Entschieden sei das aber noch nicht. Auch das Projekt „Alte Schmiede“ in Eldena sei auf dem Weg. Allerdings fehle dafür noch die Haushaltsgenehmigung des Innenministeriums, das von der Stadt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gefordert hatte.

Freiwilliger Toilettenverbund von Gastronomen

Neben den öffentlich finanzierten Toiletten wird in Greifswald über ein freiwilliges Toilettensystem diskutiert, an dem sich Gastronomen, Restaurants und Hotels beteiligen sollen. Dazu habe es Ende 2019 eine erste Beratung mit 20 Teilnehmern gegeben, wie der Chef der Marketinggesellschaft, Maik Wittenbecher, sagte. „Das war eine sehr kontroverse Diskussion, in der betont wurde, dass vor allem die Stadt in der Verantwortung stehe, öffentliche Toiletten zu errichten.“ Dennoch gebe es auch Befürworter für einen freiwilligen Toilettenverbund, der mit einem gemeinsamen Logo Touristen signalisieren soll, dass sie die hauseigenen Toiletten benutzen können. In einer Projektgruppe werde jetzt das Konzept verfeinert, wie Wittenbecher weiter sagte. Er sei zuversichtlich, dass ein solches System pünktlich zum Start der touristischen Hochsaison im Mai starten könne. Voraussetzung sei aber, dass sich mindestens zehn Gastronomen und Restaurants an dem Verbund beteiligen.

Von Martina Rathke

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