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Greifswald E-Autos und CO2-Abdruck: Greifswalder engagieren sich für das Klima
Vorpommern Greifswald E-Autos und CO2-Abdruck: Greifswalder engagieren sich für das Klima
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17:14 18.10.2019
Michael Haufe und Ana Carsalade zeigten, wie viel Energie benötigt wird, um LED- und normale Glühbirnen zum Leuchten zu bringen. Quelle: Stefanie Ploch
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Greifswald

Die Hansestadt ist im Wandel – im Wandel zur Klimafreundlichkeit, findet Bausenatorin Jeannette von Busse. Beim Klimaaktionstag im Elisenpark diskutierte sie gestern mit Fachleuten von der Landesenergie- und Klimaschutzagentur, von Usedom-Rad und von den Stadtwerken über Elektro-Mobilität in der Region. Bisher seien 250 E-Autos in der Hansestadt zugelassen, sagte von Busse. Etwa 1500 sollen es in fünf Jahren sein, wünscht sie sich.

Viele Organisationen und Vereine, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit oder Umweltschutz beschäftigten, präsentierten sich beim Klimaaktionstag. „Umweltschutz muss nicht immer Verzicht bedeuten“, verdeutlichte der Bundesfreiwilligendienstler im Weltladen, Johannes Stabenow. Produkte aus fairem Handel seien eine gute Alternative, wenn man sich für Nachhaltigkeit und Umwelt einsetzen will, aber nicht auf seinen Kaffee am Morgen verzichten kann. „Die Arbeiter werden nicht nur fairer entlohnt, auch wirkt man damit der weiteren Abholzung des Regenwaldes entgegen.“

Den CO2-Fußabdruck berechnen, einen Schellenstab basteln, in einem E-Auto sitzen: Beim Greifswalder Klimaaktionstag konnten die Interessierten viel ausprobieren:

Dass schon die Kleinsten der Natur gegenüber Verantwortung nehmen können, verdeutlichte das Lernspiel von „my Theo TV“. „Den Kindern soll mit einer Quiz-Reise um die Welt bewusst werden, wie wichtig der Wald für die Menschen ist“, erklärte Frank Schmidt. „Sie sollen zum Beispiel gegen Papierverschwendung sensibilisiert werden.“

Am Stand der Hansestadt verdeutlichten Michael Haufe und die brasilianische Praktikantin Ana Carsalade, wie viel Energie benötigt wird, um eine LED und eine herkömmliche Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Seinen persönlichen CO2-Fußabdruck konnte man am Stand der Universität beim Nachhaltigkeitsbeauftragten Tiemo Timmermann berechnen lassen. In Deutschland beträgt der durchschnittliche CO2-Pro-Kopf-Ausstoß rund 11,6 Tonnen.

Unter dem Motto „Krach machen für das Klima“ bastelten Erlebnispädagogen der Burg Klempenow mit den Kindern einen Schellenstab aus Naturmaterialien und recycleten Kronkorken. Susanne Lafsa war mit ihrer Enkelin Clementine nur zufällig im Elisenpark, doch für die Aktion ließen sie sich sogleich begeistern. „Man muss nicht alles kaufen, Spielzeug lässt sich auch einfach selbst herstellen“, sagte Susanne Lafsa.

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