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Greifswald Ein Rheinländer möchte Vorpommern nie verlassen
Vorpommern Greifswald Ein Rheinländer möchte Vorpommern nie verlassen
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10:11 29.08.2019
Der wissenschaftliche Geschäftsführer des Krupp-Kollegs, Dr. Christian Suhm, in seinem Büro Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Im Oktober kann Christian Suhm (49) sein zehnjähriges Greifswald-Jubiläum feiern. Er wolle Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Krupp-Kollegs bleiben. „Mich zieht hier nichts weg.“ Suhm stammt aus dem Bergischen Land und ist zumindest in den Augen eines Pommern eine typische rheinische Frohnatur.

„In Greifswald war ich das erste Mal zum Bewerbungsgespräch im März 2009“, erzählt er. Da war die berufliche Entscheidung für das Wissenschaftsmanagement und gegen die akademische Karriere schon gefallen. Vielleicht wäre es mit etwas mehr Glück bei der Bewerbung um Professuren anders gewesen, schränkt er ein. Allerdings hatte er 2007/08 noch in Münster als Assistent ein Zentrum für Wissenschaftstheorie gründet. „Es blüht und gedeiht immer noch“, setzt er hinzu.

Im Sommer 2009 war Suhm zum 15-minütigen Vier-Augen-Gespräch beim legendären Vorsitzenden der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz, in Essen. Das war ein Privileg. „Nun mien Jung, wann fangen Sie an“, habe dieser gefragt. „Dieser Jahrhundertmann konnte mit zwei Sätzen das Eis brechen. Als Nächstes hat mir Berthold Beitz seinen Geburtsort Zemmin auf der Karte gezeigt.“ Dass das Kolleg auch 17 Jahre nach der Gründung noch von der Krupp-Stiftung unterstützt werde, sei keineswegs selbstverständlich. Dank einer sehr positiv verlaufenden Evaluierung sei das bis 2023 gesichert.

Greifswald habe sich als sehr offene, kommunikative Stadt mit einem reichen wissenschaftlichen und kulturellen Leben erwiesen. „Ich war sofort drin“, sagt Suhm. „Nach einem halben Jahr kannte ich so viele Leute wie in Münster nach über drei Jahren.“ OB Arthur König und Unirektor Prof. Rainer Westermann hätten ihn mit offenen Armen empfangen. Die enorme „akademische Dichte“ sei eine Besonderheit. „Es gibt sehr viele engagierte Leute.“ Etwa 25 Tagungen und 100 Vorträge im Jahr – das gebe es deutschlandweit nicht noch einmal. „Dass wir 60 bis 80 Besucher durchschnittlich bei den Vorträgen haben, ist einfach toll und weit mehr, als zu erwarten wäre.“ Mit seinem Programm sei das Kolleg an der Kapazitätsgrenze angelangt und „teilweise etwas drüber“.

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