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Greifswald „Ein Umzug in die Stadt? Nein, danke!“
Vorpommern Greifswald „Ein Umzug in die Stadt? Nein, danke!“
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11:25 22.06.2019
Angela Matthies liebt ihr Leben in Keffenbrink.
Angela Matthies liebt ihr Leben in Keffenbrink. Quelle: Peter Franke
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Grammendorf

Ein Leben in der Stadt kann sich Angela Matthies aus Keffenbrink (Vorpommern-Rügen) nicht vorstellen. Das 100-Seelen-Örtchen gehört zur Gemeinde Grammendorf und besteht aus fünf Ortsteilen, in denen aktuell etwas mehr als 500 Menschen leben.

Die 52-Jährige führt in Grammendorf den Laden „Ihr Kaufmann“ und sorgt dafür, dass die Einwohner mit Lebensmitteln und warmen Mahlzeiten versorgt werden. „Ich lebe schon immer in Keffenbrink – und das soll auch so bleiben“, sagt sie und begründet: „Ich mache meine Haustür auf und bin mitten in der Natur.“ Außerdem genieße sie die Ruhe, denn tagsüber habe sie genug Trubel. Sie vermutet, dass es vielen ihrer Nachbarn genauso geht. „Nach einem stressigen Arbeitstag kann man in so ruhigen Gegenden besser abschalten, und auch Familien mit Kindern leben in ländlichen Regionen sicherer.“ Oft kommen Kinder und dürfen in ihrem Geschäft allein einkaufen. „In der Stadt wäre das viel gefährlicher – zu viele Menschen und zu viel Verkehr.“ Ein Umzug in die Stadt komme für sie auch nicht infrage, da sie einen Hund und drei Gänse besitzt. „Ein Leben ohne Haus und Garten inmitten von so vielen Menschen? Nein, danke!“

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