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Greifswald Große Pläne für Greifswald am Wasser
Vorpommern Greifswald Große Pläne für Greifswald am Wasser
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14:26 28.06.2019
Ein Multifunktionsgebäude wie in La Trinité sur Mer in Frankreich können sich die Planer auch in Wieck vorstellen Quelle: Rolf-Dieter Nagel
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Greifswald

 Die Wiecker Nordmole mit dem Utkiek ist bereits ein Greifswalder Wahrzeichen. Die Südmole soll es erst noch werden. Bis 1989 war der Weg dorthin gesperrt. Später erschwerte der Sperrwerkbau die Passage. Erst seit dessen Fertigstellung können alle Bürger auch auf der Südseite des Ryck wieder problemlos bis zur Dänischen Wiek gehen.

Ein ideales Areal für den Wassersport, der gewissermaßen zum Erbgut Greifswalds gehört. Darüber, wer hier künftig wie viel Flächen nutzen kann, wurde beim zweiten Workshop zum Masterplan „Stadtteile an der Küste“ im Heineschuppen der Museumswerft intensiv diskutiert. Die Drei Segelvereine, die Kanuten, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft sind hier beispielsweise ansässig und möchten und sollen es auch bleiben. Die Gretchenfrage: Ist hier noch Platz für andere, zum Beispiel touristische Angebote?

Wassersportvereine sehen Pläne kritisch

„Seit zehn Jahren gibt es die Idee eines Wassersportzentrums“, erläuterte Planer Georg Döll. Nun würden zwei Teilprojekte verfolgt: eine Nutzung durch die Wassersportler hinter dem Deich und eine öffentliche Nutzung vor dem Deich. „Die Promenade soll aufgewertet werden und auf Anregung der Vereine der Platz vor dem Schilfhaus freigehalten werden.“ Die Beseitigung von Zäunen und eine Aufwertung der Baulichkeiten sind Teil der Vorstellungen. Döll wie auch Stadtplaner Michael Heinz können sich auch gut ein Multifunktionsgebäude vorstellen, das Wassersport und Gastronomie unter einem Dach vereint. Das auf dem Workshop gezeigte Beispiel aus Frankreich könnte auch gut nach Wieck passen, schätzt Döll ein.

Vertreter der Wassersportvereine sehen die städtischen Pläne für die Südmole indes kritisch. Wir sollen sehr große Flächen angeben, rügte stellvertretend Tim Köppe vom Greifswalder Yachtclub. Man benötige Grundstücke zum Beispiel auch für Winterlager und Jugendzeltlager im Sommer. Schon jetzt sei der Platz sehr knapp. „Wir lehnen darum eine starke Verdichtung ab“, sagte Christian Radicke (Greifswalder Yachtclub).

Eine Eventarena am Eldenaer Strand

Sicherheitsbedenken gab es wegen der geplanten Einrichtung öffentlicher Wege. Eine touristische Nutzung könnte es doch auch unmittelbar an der Spitze der Südmole geben, so Köppe. „Traut uns doch mal etwas zu“, sagte Kanusportler Bernd Grommelt. Er könne sich vorstellen, dass gastronomische Angebote über die Vereine realisiert werden.

Eine schicke Promenade Richtung Südmole ist nicht die einzige Planung, um die Greifswalder Küstenkante aufzuwerten. Dort, wo jetzt schon Konzerte stattfinden, sollte eine Eventarena stattfinden, die mit dem nötigen Schallschutz durch Wälle den Eldenaer Strand weiter aufwerten würde, so Georg Döll.

Bushaltestelle nicht mehr an der Klappbrücke

Damit Besucher dorthin bequem mit dem ÖPNV gelangen können, sollten Busse künftig über den Yachtweg bis zur schon vorhandenen Wendeschleife fahren können. Damit das auch funktioniert, seien aber noch Bauarbeiten nötig, merkte Stadtbauamtsleiter Thilo Kaiser an. Die reguläre Endhaltestelle der Wiecker Buslinie soll von der Klappbrücke Richtung Strandbad verlegt werden. Dazu liefen bereits erste Gespräche mit den Verkehrsbetrieben.

Die Verlängerung des Yachtwegs Richtung Wolgaster Landstraße, um den Bereich am Fluss noch stärker zu entlasten, ist vom Tisch. Die Idee stammt aus den 1990er Jahren, allerdings wurden seitdem im Bereich der vom damaligen Chef des Stadtplanungsamtes Volker Bouché vorgeschlagenen Trasse Wohnhäuser errichtet.

„Durch die Verlegung der Haltestelle wird die Promenade am Ryck aufgewertet“, schätzt Vorsitzende der Ortsteilvertretung Wieck/Ladebow, Bernd Lieschefsky, ein. Er begrüßte den Vorschlag der Planer, das Wiecker Hafenamt künftig vielfältiger zu nutzen. „Das ist sehr gut. Hier könnten beispielsweise eine kleine Handelseinrichtung, eine Poststelle und eine Kinderbetreuung integriert werden.“

Eckhard Oberdörfer

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