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Greifswald Eine Stadt wie aus Zuckerwatte
Vorpommern Greifswald Eine Stadt wie aus Zuckerwatte
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10:53 27.02.2018
Ein Traum in Weiß: Der tief verschneite Rubenowplatz und die Jacobikirche gestern in der Mittagssonne. Quelle: Foto: Dieter Schmidtke
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Greifswald

Lachen, Juchzen, rote Wangen: Die Greifswalder Kinder, die sich gestern auf dem Wall oder am Rodelberg vergnügten, konnten von der weißen Pracht gar nicht genug bekommen. Immer wieder sausten sie mit ihren Schlitten oder den Skiern den Hang hinunter. Auf eine zünftige Schneeballschlacht oder das Schneemannbauen musste größtenteils verzichtet werden – der Pulverschnee wollte einfach nicht halten.

Winter zeigt sich von der schönen Seite / Räumdienst rund um die Uhr im Einsatz

Einige Facebook-Nutzer hatten genauso viel Freude am Winterwetter wie die Kinder: So stellte Dieter Schmidtke gestern Mittag ein wunderschönes Foto vom tief verschneiten Rubenowplatz ins Netz und schrieb dazu: „Greifswald hat zurzeit herrlichen Sonnenschein. Die Sonne macht alles viel schöner.“

Nicht ganz so euphorisch wie die Kinder und Facebook-Nutzer sahen gestern die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs die gut 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Der Winterdienst war pausenlos im Einsatz.

Nach Aussage von Einsatzleiter Christian Zumkowski waren die Mitarbeiter des Bauhofs bereits am Sonntag zwölf Stunden unterwegs, um die Straßen frei zu räumen. „Am Montag begann die Schicht dann um 3 Uhr“, sagte er. 28 Mitarbeiter sorgen bei diesem Wetter in zwei Schichten rund um die Uhr für freie Straßen. Weitere sieben Arbeitskräfte räumen Bushaltestellen und Übergänge per Hand frei.

Bis gestern Nachmittag wurden die Hauptstraßen, die Hauptbuslinien und die Zufahrtsstraßen zu den Kliniken bereits dreimal geräumt. Auf Nebenstraßen waren Multicars im Einsatz. Auch die Radwege wurden zwei Mal geräumt. Insgesamt wurden 30 Tonnen Salz und fünf Tonnen Sand verbraucht, auf dem Boulevard wurde eine halbe Tonne Granulat gestreut.

Der Winterdienst umfasst im Tourenplan der Stadt 189 Kilometer Straße und 50 Kilometer Geh- und Radwege. Allerdings werden nur jene Straßen beräumt, die auch gereinigt werden. Für verkehrsberuhigte Straßen und Anliegerstraßen sind Anwohner und Eigentümer selbst verantwortlich. Sie müssen jeweils bis zur Fahrbahnmitte räumen. Auch der Winterdienst auf den Gehwegen, den gemeinsamen Geh-und Radwegen sowie auf Gehwegen mit dem Zeichen „Radfahrer frei“ ist auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. Übrigens: Salz darf dort nicht gestreut werden, erlaubt sind nur Sand und Kies. Wer seinen Pflichten nicht nachkommt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Wenig Grund zur Klage hatte gestern die Polizei in der Stadt und im Kreisgebiet. „Die Kraftfahrer haben sich auf die Witterung eingestellt. Es gab kaum Unfälle“, erklärte der Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, Axel Falkenberg. Die Greifswalder Feuerwehr musste nur ein Mal witterungsbedingt ausrücken, um auf dem Riems einen Rettungswagen freizuräumen.

Viel Räumtechnik

3 Lastkraftwagen, sechs Multicars, drei Kleintraktoren und ein Bagger im Einsatz. Zudem stehen drei große Aufsatzstreuer mit der entsprechenden Vorrichtung für LKW zur Verfügung. Auch die Feuchtsalzstreuer stehen bereit.

100 Tonnen Salz in Bigbags, dazu gut gefüllte Salzsilos sowie Sand und Granulat liegen auf dem städtischen Bauhof zur Abstumpfung der Straßen bereit.

Cornelia Meerkatz

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