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Greifswald Einwohner der Innenstadt wünschen sich mehr Parkplätze
Vorpommern Greifswald Einwohner der Innenstadt wünschen sich mehr Parkplätze
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06:39 26.06.2014
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Greifswald

Neue Parkplätze sind das wichtigste Anliegen der Einwohner in der Innenstadt und der Fleischervorstadt. Das ist das Ergebnis einer Haushaltsbefragung im Auftrag der Stadt. Auch Radwege, Gehwege und sanierte Straßen rangieren auf der Wunschliste ganz oben. Zudem sind bessere Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf gefragt. Immerhin 60 Prozent sprachen sich dafür aus. Etwa 400 Haushalte der Innenstadt/Fleischervorstadt beziehungsweise anderer Stadtteile wurden hierzu von der Firma Stadtbüro Hunger befragt. Geschäftsführer Kai Reichelt stellte die Ergebnisse gestern erstmals öffentlich vor.

Die Bürger durften auch Orte in Greifswald nennen, für die sie großen Veränderungsbedarf sehen. Das sind Schönwalde II insgesamt, gefolgt von der Makarenkostraße, dem Ostseeviertel, der Loefflerstraße , der Dompassage und dem Speicher Marienstraße.

Auf der anderen Seite gab es viel Lob. „Im Vergleich mit anderen Städten wie Wernigerode oder Eberswalde sind die Bewohner der Greifswalder Innenstadt und der Fleischervorstadt zufriedener mit ihrer Wohnumgebung“, so Reichelt. Konkret sind das in der Innenstadt 75 und in der Fleischervorstadt 69 Prozent der Haushalte ohne Einschränkung. Noch höhere Werte gab es auf die Frage, ob die Bürger „sehr gern“ hier leben. Über die Stadt verteilt antworteten 74 Prozent mit Ja. Viel Lob gab es ebenso für die Stadtsanierung.

Für Bausenator Jörg Hochheim (CDU) bestätigt das Ergebnis eine gute Entwicklung. „Als ich 1987 nach Greifswald kam und in die Neunmorgenstraße zog, da war die Bezeichnung Nachtjackenviertel noch schmeichelhaft“, blickt er zurück. „Unser Haus hatte keinen Putz mehr, die Wände waren wegen des Schimmelbefalls schwarz.“ Heute sei das ganz anders. In der Steinbeckervorstadt, der Fleischvorstadt, der Innenstadt und der Nördlichen Mühlenvorstadt gebe es nur noch 74 unsanierte Gebäude, 2004 waren es 479.

Stadtplaner Gerhard Imhorst warnte davor, sich bei der weiteren Entwicklung allein an den Wünschen aus der Befragung zu orientieren. Dort spielten die Freiflächen zwischen Hansering und Roßmühlenstraße (A-Quartiere) eine untergeordnete Rolle. Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft WVG wird an dieser Stelle Wohnhäuser bauen. Auch die KAW-Hallen spielten bei den Wünschen in der Befragung keine große Rolle. Dabei wird derzeit intensiv über den Umbau zu einem Kaufhaus diskutiert. Eine Bürgerinitiative kämpft gegen das Projekt.

Proteste sieht Imhorst gelassen: „Es gab auch in der Vergangenheit Widerstand gegen Projekte, die heute positiv gesehen werden wie die Tiefgarage am Markt. Und für den Bau der Fußgängerbrücke über den Ryck sind wir fast gesteinigt worden.“ Laut Befragung ist der Museumshafen heute der angenehmste Ort Greifswalds vor dem Markt und Wieck/Eldena.

Die Interviews hatten einen konkreten Zweck. „Wir wollen den bestehenden Rahmenplan für die Innenstadt/Fleischervorstadt neu fassen“, so Hochheim. Dafür nutze man die Ergebnisse der Befragung. „Wir wollen die Menschen bei der künftigen Gestaltung mitnehmen“, sagt der Senator. „Am 5. Juli laden wir ab 10 Uhr zur Zukunftswerkstatt ,Wie sollen Innenstadt und Fleischervorstadt im Jahr 2030

aussehen‘ ein.

Die Situation in Innenstadt und Fleischervorstadt
Etwa die Hälfte der Einwohner der Innenstadt und der Fleischervorstadt sind Studenten.
Der Anteil der Facharbeiter und Rentner ist gering, der der Gutverdiener und Akademiker hoch.
Mietwohnungen sind auch im Vergleich mit anderen Städten eher teuer.
Vier Fünftel der Befragten sind überzeugt, dass die Stadtsanierung das Flair der Innenstadt wirksam aufgewertet hat, in der Fleischervorstadt sind es nur 61 Prozent. In beiden Stadtteilen gibt es insgesamt noch 45 Baulücken.



Eckhard Oberdörfer

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