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Greifswald Schnelle Hilfe unter einem Dach
Vorpommern Greifswald Schnelle Hilfe unter einem Dach
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07:20 01.03.2019
Der Leiter der Notaufnahme, Prof. Klaus Hahnenkamp (re.) und Prof. Claus-Dieter Heidecke zeigten Christian Pegel die Räumlichkeiten der Zentralen Notaufnahme. Quelle: Manuela Janke
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Greifswald

Patienten werden auf Transportliegen durch die Gänge geschoben, in Behandlungszimmern piepen hochmoderne Geräte – auch für einen Ministerbesuch steht die neue Notaufnahme der Universitätsmedizin nicht still. Mit dem Besuch von Verkehrminister Christian Pegel wurde die modernste Notaufnahme des Landes am Donnerstag nun auch offiziell eröffnet. Die neue Notaufnahme bietet mit dem 2550 Quadratmeter großen und 22 Millionen Euro teuren Neubau nicht nur mehr Platz, das besondere ist die Zentralität der Einrichtung. „Früher hatten wir mehrere Notaufnahmen in den einzelnen Fachbereichen“, beschreibt der Leiter der Notaufnahme, Prof. Klaus Hahnenkamp. „Jetzt ist alles unter einem Dach .“

10 Minuten bis zur ersten Einschätzung

Der Patient wird untersucht und behandelt, alle notwendigen Untersuchungsmethoden wie ein MRT oder Röntgen sind in der Notaufnahme verfügbar. Die Standards, welche das neue Klinikum erfüllen muss, um in die Kategorie „umfangreiche Notfallversorgung“ eingruppiert zu werden, sind hoch. „Jeder Patient muss innerhalb von 10 Minuten ersteingeschätzt werden“, beschreibt Hahnenkamp, „der jeweilige Facharzt muss innerhalb von 30 Minuten verfügbar sein.“ Der Neubau der Notaufnahme war notwendig geworden, weil sich die Patientenzahlen im Notfallbereich rapide erhöht haben, sagte der ärztliche Vorstand der Universitätsmedizin, Prof Claus-Dieter Heidecke. War die Notaufnahme in den 1990er Jahren ursprünglich für rund 9000 Patienten konzipiert, wurden im vergangenen Jahr über 36000 Notfälle gezählt.

Kassenärztliche Vereinigung bekommt Räume

Verkehrsminister Pegel lobte die Entwicklung des Klinikums. „Zu meiner Studienzeit fuhren nicht wenig Leute lieber nach Wolgast“, erinnert er sich. „Heute kommen viele Patienten, die eigentlich gut von Hausärzten versorgt werden könnten, ins Klinikum. Das gibt zwar kaufmännische Probleme, aber zeigt, wie groß das Vertrauen in die Klinik ist.“ Damit künftig weniger solcher Patienten die Leistungen der Notaufnahme in Anspruch nehmen, sind zwei Räume für die Niederlassung von Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung reserviert. „Die Räume wurden auch schon besichtigt“, sagte Hahnenkamp. Wann die erste Praxis dort eröffnet, verriet er nicht.

Zentralität ist großes Thema

Mit der neuen Notaufnahme ist die Universitätsmedizin einen weiteren Schritt in Richtung Zentralität gegangen. „Wir möchten gerne noch mehr Außenstationen zu uns an den zentralen Campus holen“, so Heidecke. „Dafür fehlen noch einige Puzzlestücke .“ Im„Alten Bettenhaus“ zum Beispiel können derzeit drei Stockwerke nicht genutzt werden, weil die Brandschutzbestimmungen zur Bauzeit in den 1980er Jahren noch ganz andere waren. Hier ist eine Sanierung angedacht, später könnten dann zum Beispiel Schmerzambulanz, Neurologische Tagesklinik und Physioptherapie hie untergebracht werden. Weitere Bauprojekte sind der Abriss und Neubau des Diagnostischen Zentrums III sowie der Neubau der Uniapotheke, die bisher in einem denkmalgeschützten Haus in der Rathenau-Straße untergebracht ist.

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Anne Ziebarth

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