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Greifswald Ernst Moritz Arndt in Stralsund
Vorpommern Greifswald Ernst Moritz Arndt in Stralsund
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12:42 18.08.2019
Historische Aufnahme der Büste von Ernst Moritz Arndt vor dem Stralsunder Katharinenkloster, in dem sich damals das Gymnasium befand Quelle: OZBILD
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Stralsund

 „Nie war mir ein Schüler werther als Sie, mein Lieber, und Sie werden mir ewig werth bleiben. Erhalten auch Sie mir ihre Liebe“, zitiert Gert-Helge Vogel den Rektor des Stralsunder Gymnasiums Christian Heinrich Groskurd den Eintrag im Album des Schülers. Die Sätze stammen aus dem Katalog einer Ausstellung, die im Dezember im Barther Vineta-Museum eröffnet werden soll. Anlass ist der 250. Geburtstag des Publizisten und Historikers.

Im Alter von 16 Jahren verließ Arndt die ländliche Idylle der größten deutschen Insel und ging in das geschichtsträchtige Stralsund. Wie Vogel schreibt, hat besonders der Konrektor des Gymnasiums Adolf Friedrich Furchau zu seiner Bildung beigetragen. Er wohnte in dessen Haus gemeinsam mit Johann Jakob Grümbke. Der Bergener Arztsohn, der bei seinen Großeltern in Greifswald aufwuchs, gilt als Begründer der Rügener Heimatforschung und wurde Arndts Freund. In seinen Erinnerungen beschreibt der wortgewandte Arndt Furchau als tüchtigen „Philolog und Literator“, als „Mann von Geschmack, würziger Laune und feinstem Bienenwitz“, als „anmutigsten und heitersten Gesellschafter“.

Die Familie kletterte die soziale Stufenleiter weiter hinauf. Vater Arndt pachtete 1787 die Löbnitzer Güter und die Familie bezog das barocke Herrenhaus. Zwei Jahre später floh der Gymnasiast heimlich aus der Hansestadt. Vogel vermutet, dass die Ursache eine verbale Auseinandersetzung mit dem eingangs erwähnten Groskurd war. Der Rektor zeigte sich von der französischen Revolution begeistert und rühmte das Freiheitsstreben der Nachbarn. Der bislang als gute Schüler hervorgetretene Arndt zeigte sich hier schon als Feind der Franzosen, die er als „albernes Volk“ bezeichnete, schreibt Vogel. Laut Lebenserinnerungen wollte er auch kein Schüler bleiben, um nicht zum „weichen und widerlichen Lappen“ zu werden. Arndt begann schon hier den Weg zum politischen Schriftsteller zu begehen, schätzt Vogel ein. Zu Fuß wanderte der junge Mann bis nach Zemmin bei Jarmen, dem Ort in dem übrigens 1913 Berthold Beitz geboren wurde. Fünf Tage nach der Flucht erreichte Ernst Moritz hier der Brief seines milden Vaters, persönlich überbracht von Bruder Karl und Onkel Moritz Schumacher. Er kehrte nach Löbnitz zurück. Der Vater meinte, er könnte Landwirt werden oder aber sein Abitur zu machen und zu studieren. Mit Einverständnis des Stralsunder Konrektor Furchau erwarb er in eineinhalb Jahren durch Selbststudien die Hochschulreife im Löbnitzer Elternhaus.

1791 begann Arndt an der Greifswalder Hochschule ein Theologiestudium. Über die beiden folgenden Jahre ist in den Geschichtsbüchern der pommerschen Universität viel geschrieben worden. Möglicherweise trat er in Greifswald der Loge des Constantinistenordens an. Denn ob diese mit den fratres conjuncti gleichzusetzen sind, denen auch sein Bruder Fritz und sein Freund, der Schriftsteller Karl Lappe angehörten, gleichzusetzen ist, sei bis heute nicht geklärt, so Vogel unter Berufung auf den Greifswalder Uniarchivar Dirk Alvermann. Wegen des unzureichenden Angebots in der Lehre ging Arndt 1793 von Greifswald nach Jena, damals eine der besten deutschen Universitäten.

Von Eckhard Oberdörfer

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