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Greifswald Früh übt sich: Greifswalds Kinder sind sportbegeistert
Vorpommern Greifswald Früh übt sich: Greifswalds Kinder sind sportbegeistert
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08:29 23.06.2019
Emily übt regelmäßig bei den Cheerleadern von Ostseetanz. Papa Dirk Lüdeke ist stolz auf seine Tochter. Er selbst ist auch sportlich, hält es aber lieber mit dem Joggen. Quelle: Anne Ziebarth
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Greifswald

 Wenn Emily turnt, sieht das ja so einfach aus. Die Neunjährige zeigte beim Familiensportfest im Volksstadion einige Kostproben aus ihrem Cheerleadertraining, unter anderem Handstandüberschläge vorwärts und rückwärts in vollendeter Eleganz. Ihr Vater Dirk Lüdeke beobachtete das Spektakel lächelnd. „Zuhause wird auch häufig geübt“, berichtet er. „Ich kenne das schon.“ Selbst ist Dirk Lüdeke übrigens auch aktiv. „Ich sitze viel in meinem Job. Aber ich jogge gerne zum Ausgleich.“ Sport findet er für die Entwicklung der Kinder wichtig. „Kinder brauchen auch einen Ausgleich zur Schule, da ist Bewegung genau richtig“, sagt er. „Außerdem gibt es beim Teamsport viel Kontakt zu anderen Jungen und Mädchen, gut für die Gesundheit ist es sowieso.“

Erstes Familiensportfest mit gelungener Premiere

Das sahen offenbar viele Familien ähnlich und waren der Einladung des kommunalen Eigenbetriebs Hanse-Kinder zum ersten Sportfest gefolgt. Dort warteten viele Spielstationen auf die Kinder, unter anderem mit Balanceparcours, Wurfstationen, Hürdenläufe oder Kriechtunnel. „Wir sind positiv überrascht von so viel Beteiligung“, so Beata Giese, die Vorsitzende des Sportvereins Hanse-Kinder und Leiterin der Regenbogen-Kita. „Ich denke aber, die Premiere ist gelungen und wir werden im kommenden Jahr weitermachen.“

Die Landesregierung hatte auf eine Anfrage der Linken mitgeteilt, dass zur Einschulung 2017/18 rund 13 Prozent der rund 12.000 Erstklässler landesweit übergewichtig waren. Ein Grund dafür: Zu wenig Bewegung. Dass Kinder generell immer unsportlicher und dicker werden, kann Beata Giese aber nicht bestätigen. „Ich kann natürlich nur für meine Kita sprechen, aber ich finde nicht, dass die Kinder sich weniger bewegen, als früher. Dicker sind sie auch nicht“, sagt Giese. „Vielleicht spielen sie zuhause allerdings etwas weniger draußen, das kann ich nicht ausschließen. Die Situation hat sich ja auch verändert, nicht überall kann man einfach draußen spielen, allein schon wegen des Autoverkehrs.“

„Draußen spielen“ immer noch beliebt

Zumindest für die Schwestern Charlotte und Sarah aus Wolgast kommt drinnen spielen nicht in Frage. „Wir sind total viel draußen. Wenn wir mal, naja, nicht so artig waren und Mama uns bestrafen möchte, ist Hausarrest das schlimmste“, berichtet die 11-jährige Sarah. „Handyverbot ist auch doof, aber nicht so tragisch.“ Gemeinsam probieren sie sich durch die unterschiedlichen Spielstationen. „Wir haben hier unterschiedlichste Geräte und Aktionen aufgebaut, es geht aber nicht um Punkte, sondern den Spaß“, beschreibt Beata Giese. „Die Kinder sollen den eigenen Körper besser kennenlernen. Was kann ich alles machen, wie kann ich mich Bewegen, was macht mir Spaß?“

Applaus für Emma und Sarah

Sarah und Emma gerieten ganz schön ins Schwitzen, als sie eine Balanceaufgabe ähnlich des Gesellschaftsspiels „Twister“ lösen mussten. „Das rechte Bein auf den großen gelben Punkt, die Hand auf den kleinen Grünen“, feuert Regenbogenkita-Erzieherin Edi die Mädchen an. Am Ende waren die beiden zwar kurz davor ineinander verknotet sein, aber bekamen Applaus der Umstehenden für ihre starke Leistung.

Eltern sind auch gefragt

Auch die Eltern waren übrigens gefragt und meisterten ihre sportlichen Auftritte mit Bravour. Anzela Makovskaja trat tapfer im Sackhüpfen-Wettkampf gegen ihrem Sohn Tomas (6) im Sackhüpfen an. „Sonst spielen wir mit der Familie eher Tischtennis“, sagte sie lachend. Auch Simppa Äkäslompolo zeigte vollen Einsatz beim Werfen des Balles in elastische Netze. Tochter Aada und Sohn Tuukaa nutzen die Gelegenheit zu einem Päuschen und schauten dem aktiven Papa zu.

Hier gehts zur Bildergalerie:

Viele Greifswalder Familien nutzen das Wochenende zu einem sportlichen Ausflug ins Volksstadion

Anne Ziebarth

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