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Greifswald Fischer im Konflikt mit den Robben
Vorpommern Greifswald Fischer im Konflikt mit den Robben
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14:13 04.02.2019
Diese Kegelrobbe am Dänholm fotografierte Ralf Limbach im Dezember.
Diese Kegelrobbe am Dänholm fotografierte Ralf Limbach im Dezember. Quelle: Ralf Limbach
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Freest

Die Rückkehr der Robben wird von den heimischen Fischern kritisch bewertet. Sie sehen in den Meeressäugern einen Jagdkonkurrenten, weil er im Frühjahr den Heringsschwärmen in die küstennahen Gewässer folgt. „Mit der steigenden Zahl der Robben haben die Fraßschäden deutlich zugenommen“, sagt der Chef der Freester Küstenfischer, Michael Schütt. „Wir fordern deshalb Entschädigungszahlungen für entgangene Fänge und zerstörte Netze.“ Eine weitere Forderung der Fischer, eine Obergrenze für den Robbenbestand, wird von Umweltverbänden und Meeresmuseum vehement abgelehnt. Robben gehören zu den streng Dennoch müssen Lösungen her. „Es muss ein Weg gefunden werden, der Robben und Fischern das Leben ermöglicht“, sagt Meeressäuger-Kurator Dähne. Das Institut für Fisch und Umwelt (FIUM) erfasst im Auftrag des Landes seit 2018 die Schäden durch Robbenfraß. Der WWF hat dem Land einen Vorschlag für einen Managementplan unterbreitet, um das Miteinander von Robben und Fischern zu regeln. Das Land will jedoch zunächst die Ergebnisse des FIUM abwarten.

Martina Rathke

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