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Greifswald Flüchtlinge: CDU wirft Kreis Chaos vor
Vorpommern Greifswald Flüchtlinge: CDU wirft Kreis Chaos vor
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09:21 28.09.2015
Am 24. September waren Feldbetten in der Turnhalle aufgestellt worden.
Am 24. September waren Feldbetten in der Turnhalle aufgestellt worden. Quelle: Stefan Sauer
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Greifswald

„Die Kreisverwaltung verursacht bei der Unterbringung der Flüchtlinge ein unnötiges Chaos.“ Diese Meinung vertritt die Greifswalder CDU, teilt deren Geschäftsführer Christian Weller mit. Obwohl seit Wochen bekannt sei, dass Flüchtlinge auch nach Vorpommern-Greifswald kommen, stehe der Landkreis offenbar völlig unvorbereitet vor den anstehenden Aufgaben.

Weller zitiert die OSTSEE-ZEITUNG vom vergangenen Freitag, wonach Landrätin Dr. Barbara Syrbe (Die Linke) die Greifswalder Stadtverwaltung aufgefordert hatte, unverzüglich Unterkünfte für 60 Flüchtlinge bereitzustellen. Da es in der Stadt am Ryck kaum Wohnungsleerstand gäbe, sei schließlich die Sporthalle an der Feldstraße genutzt worden, um eiligst Feldbetten aufzustellen.

Andererseits hatte Anklams Bürgermeister Michael Galander (Initiativen für Anklam) in der OZ erklärt, dass freistehende Wohnungen des städtischen Wohnungsunternehmens jeden Tag bares Geld kosteten und das Defizit verringert werden könnte, wenn diese freien Wohnungen mit Flüchtlingen belegt würden.

„Es ist ein Skandal, wenn in Anklam Wohnungen freistehen und in Greifswald Turnhallen für Flüchtlinge umfunktioniert werden“, meint Axel Hochschild, Vorsitzender des Greifswalder CDU- Stadtverbandes, dem dem Kreis „blinden Aktionismus“ vorwirft.



Tom Schröter