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Greifswald Forscher aus Zentralasien zu Gast in Greifswald
Vorpommern Greifswald Forscher aus Zentralasien zu Gast in Greifswald
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10:02 24.11.2018
Forscher aus Zentralasien besuchen Greifswald - hier im Botanischen Garten Quelle: Jens Wunderlich
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Greifswald

Wissenschaftler aus Zentralasien sind zu Gast in der Hansestadt und arbeiten an einem Projekt der Uni mit. Die elf Forscher aus den zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan nehmen an dem einwöchigen Lehrgang teil. „Ziel der Schulung ist es, Kenntnisse darüber zu vermitteln wie Herbarbelege, getrocknete und archivierte Pflanzen, im Internet zu katalogisieren sind“, sagt Jens Wunderlich von der Succow-Stiftung, die das Projekt unterstützt. „Dadurch sollen wertvolle botanische Sammlungen, die derzeit nur wenigen Spezialisten in Herbararchiven in den zentralasiatischen Hauptstädten verfügbar sind, einer breiten, weltweiten Gemeinschaft von Wissenschaftlern, Hobbybotanikern, Naturschutzorganisationen und anderen jederzeit und in hoher Qualität zur Verfügung gestellt werden.“

Grundlage dafür bildet eine an der Universität Greifswald im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickeltes Datenbanksystem, dass bereits für die Mongolei eingerichtet und online gestellt wurde (FloraGreif).

Ein Besuch in den Gewächshäusern gehörte natürlich dazu.Foto: Jens Wunderlich

„Mittelfristig sollen für alle in der Region vorkommenden Pflanzenarten Herbarbelege online gestellt werden“, so Wunderlich weiter. Unter den bislang in Herbarschränken lagernden Belegen befinden sich noch Ergebnisse von Forschungsexpeditionen aus fast 200 Jahren in diese entlegene Region Zentralasiens entlang der bekannten Seidenstraße, darunter auch einige bedeutende deutsche Botaniker, wie Schrenk, Lehmann oder Riegel.

Gefördert wird der Aufenthalt und die anschließende fachliche Begleitung des Vorhabens durch zwei Projekte. Ein Projekt des deutschen Ministeriums für Bildung und Forschung unterstützt die Arbeiten mit den usbekischen Botanikern. Das Projekt zum Schutz der winterkalten Wüsten Zentralasiens (CADI), gefördert durch das deutsche Umweltministerium und im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des deutschen Bundestages, fördern die Zusammenarbeit mit den kasachischen und turkmenischen Botanikern. Beide Projekte werden durch die Michael Succow Stiftung gemeinsam mit der Universität Greifswald umgesetzt.

Zu dem Besuch der internationalen Gäste gehörte auch ein Ausflug in den Botanischen Garten der Universität. Dort haben haben sie sich unter anderem die blühende Agave angesehen.

OZ