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Greifswald Freizeitbad erhält neue finnische Sauna
Vorpommern Greifswald Freizeitbad erhält neue finnische Sauna
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00:00 02.05.2017
Geschäftsführer Andreas Lexow (re.) und Bauleiter Jörg Emmrich mit den Bauplänen vor der alten Sauna, die abgerissen werden soll. Quelle: Foto: Peter Binder
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Greifswald

Saunagäste des Freizeitbades können sich freuen: Ab Herbst steht ihnen ein neues finnisches Schwitzbad zur Verfügung. Das alte Häuschen im Außenbereich wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. „Geplant ist, die neue Sauna Anfang oder spätestens Mitte Oktober in Betrieb zu nehmen“, kündigt Andreas Lexow, Geschäftsführer des zu den Stadtwerken Greifswald gehörenden Freizeitbades, an. Die Kosten beziffert er mit 350000 Euro. Sie seien bereits vom Aufsichtsrat der Holding genehmigt.

Die Investition begründet Lexow mit der steigenden Besucherzahl. In den vergangenen zwölf Monaten zählte das Haus allein in diesem Bereich 16200 Gäste – gut 6000 mehr als in der Vergangenheit.

„Das ist eine Steigerung um 23 Prozent“, freut sich der Geschäftsführer. Die zunehmende Beliebtheit der Freizeiteinrichtung führt er auch auf die Sanierungsarbeiten im Sommer 2015 zurück (die OZ berichtete). Innerhalb von vier Monaten erhielt damals der komplette Innenbereich der Sauna für 360000 Euro ein neues Gesicht. Die sanitären Anlagen, sehr in die Jahre gekommen, wurden erneuert.

Das Sanarium, das Temperaturen zwischen 55 und 70 Grad Celsius ermöglicht, erhielt eine neue Außenhaut, auch eine Fußbodenheizung wurde verlegt.

Die Erneuerung sei auf positive Resonanz gestoßen, versichert Betriebsleiterin Kathrin Michaelis. Indes: Die Plätze in der Sauna reichen einfach nicht mehr aus. „Zurzeit können maximal 40 Gäste zeitgleich die Einrichtung nutzen“, sagt Andreas Lexow. Zu wenig für den gestiegenen Bedarf, deshalb soll die finnische Sauna nach der Fertigstellung größer als die alte sein. Finden gegenwärtig etwa 15 Personen dort Platz, werden es künftig um die 35 sein. Insgesamt sollen etwa 70 Saunafreunde zeitgleich entspannen können. „Dazu kommt ein weiterer Ruheraum mit zehn Liegen“, kündigt Kathrin Michaelis an. Auch damit wolle man dem Bedarf entsprechen. „Die Gäste fragen immer wieder nach: Der eine möchte absolute Stille haben, der andere Zeitung lesen. Diesen Wünschen wollen wir künftig besser gerecht werden“, sagt sie.

Andreas Lexow freut sich besonders, dass die finnische Sauna einen zentral befindlichen, also freistehenden Ofen beherbergen werde. „Unsere Mitarbeiter haben sich vor den Planungen gezielt umgeschaut, was es in anderen Einrichtungen so gibt“, verrät er. In Folge dessen wird das neue Schwitzbad auch ein bodentiefes Fenster aufweisen, das einen freien Blick auf das Außenbecken des Freizeitbades ermögliche, ohne dass die Personen im Innern beäugt werden können. Das Fenster könne auch geöffnet werden, um zwischendurch für gute Luft zu sorgen, versichert Lexow.

Jörg Emmrich, Bauleiter bei den Greifswalder Stadtwerken, hätte gern eine noch größere Sauna errichtet. Doch die räumlichen Möglichkeiten seien begrenzt. Der Notausgang des Bades erlaube keine sehr große Ausweitung. Die aktuellen Pläne gehen von einer gesamten Nutzfläche von 120 Quadratmetern aus – mit Ruheraum, Platz für Technik und Infrarotkabine, die es auch wieder geben soll. „Die Sauna an sich hat 35 Quadratmeter. Die Temperatur wird 95 Grad Celsius betragen“, sagt Emmrich. In einem zweiten Schritt, so Geschäftsführer Lexow, soll das Gebäude eine Dachterrasse als zusätzliche Ruhezone erhalten. „Wir rechnen damit im nächsten oder übernächsten Jahr. Die baulichen Voraussetzungen werden dafür schon jetzt geschaffen“, sagt er.

Während der Bauphase ab Juni bis Oktober werde es für die Saunabesucher zu Einschränkungen kommen. „Geöffnet ist dann nur von Freitag bis Sonntag zu den normalen Öffnungszeiten des Bades“, sagt Lexow. Aufgrund der Bauarbeiten werde den Saunagästen jedoch ein Rabatt von zehn Prozent gewährt. Während der Grundreinigung vom 24. Juli bis 11. August bleibe das gesamte Bad wie in jedem Jahr geschlossen.

Das Freizeitbad

Ab 1. Juni hat die Sauna zu den normalen Öffnungszeiten nur freitags bis sonntags geöffnet. Aufgrund der eingeschränkten Nutzung erhalten Gäste dann bis Mitte Oktober einen Rabatt von zehn Prozent. Derzeit kostet die Sauna-Tageskarte 15 Euro. Studenten zahlen für drei Stunden Bad- und Saunanutzung 9,90 Euro.

Im Vergleich mit anderen Einrichtungen fallen die Saunapreise im Freizeitbad Greifswald relativ preiswert aus: In Stralsund müssen Saunagäste für ein Tagesticket 31,50 Euro zahlen, in Wismar 21,50, in Ahlbeck 26 Euro.

www.freizeitbad-greifswald.de

Petra Hase

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