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Greifswald Frust über geschlossenes Spielzimmer
Vorpommern Greifswald Frust über geschlossenes Spielzimmer
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10:50 06.07.2017
Laut Holger Lode, Direktor der Kinderklinik und Leiter der Kinderonkologie, habe das Spielzimmer regulär von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Zwei Erzieher, so der Professor, betreuen die Patienten und deren Eltern während dieser Zeit. Quelle: P.Binder
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Greifswald

Ärger auf der Kinderkrebsstation der Greifswalder Universitätsmedizin: Manuela Barisic, Mutter eines Kindes, ist „stinksauer“ darüber, dass das Spielzimmer ab 16 Uhr verschlossen bleibt. „Das muss man sich mal vorstellen“, postete sie gefrustet im sozialen Netzwerk Facebook. Schließlich handele es sich um Kinder, „die um ihr Leben kämpfen müssen. Mich macht das fassungslos und stinksauer.“ Als Grund sei ihr eine bemalte Wand genannt worden. Dafür, so die Mutter, fehle ihr das Verständnis.

Eine Nachfrage in der Unimedizin ergibt ein anderes Bild. Laut Holger Lode, Direktor der Kinderklinik und Leiter der Kinderonkologie, habe das Spielzimmer regulär von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Zwei Erzieher, so der Professor, betreuen die Patienten und deren Eltern während dieser Zeit. „Die Kinder sind während der Behandlung ihrer Krankheit sehr infektionsanfällig. Darum werden alle gefährdenden Quellen im Sinne der Patientensicherheit minimiert“, betont Lode. Dazu gehöre auch ein hygienisch einwandfreier Betrieb des Spielzimmers, in dem ab 16 Uhr aufgeräumt und grob gesäubert werde.

„Das Entfernen von Essensresten zählt beispielsweise ebenso dazu“, sagt er. Dies ermögliche eine sachgerechte Flächendesinfektion, die in den Morgenstunden stattfinde. Und Lode weiter: „Diese Vorgehensweise sichert das Wohl der schwerkranken Kinder und schützt vor Infektionen.“ Allen Mitarbeitern sei wichtig, dass Kinder auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten spielen können. Deshalb bekämen die kleinen Patienten auf Wunsch jederzeit Spiel- oder Malzeug aus dem Zimmer.

Petra Hase

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