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Greifswald GPG: Parkplatznot gibt es nicht
Vorpommern Greifswald GPG: Parkplatznot gibt es nicht
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00:00 14.05.2014
Die Tiefgarage in der Dompassage soll künftig rund um die Uhr offen sein. Fotos (3): Peter Binder
Greifswald

Fehlende Parkplätze im Zentrum sind ein großes Thema in der Hansestadt. Erst recht nach dem Chaos am 2. Mai, einem Brückentag. Selbst im Halteverbot standen Autos.

Zeitweise waren die Tiefgarage am Markt und der Parkplatz am Hansering voll. Derzeit läuft zudem der Umzug von Teilen der Verwaltung ins Stadthaus am Markt. Von Not und Chaos will Detlef Borchert, der Geschäftsführer der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG), trotzdem nicht sprechen. „Man sollte auf das Parkleitsystem achten“, sagt er. „Das informiert über freie Plätze am Markt, in der Dompassage, auf dem Nexöplatz und am Hansering.“

Dompassage künftig rund um die Uhr geöffnet

Vier Minuten Fußweg von der Tiefgarage in der Dompassage zum Markt seien zumutbar, schätzt Borchert ein. „Diese Tiefgarage wird ab nächsten Montag rund um die Uhr geöffnet sein“, informiert er. Damit reagiere die GPG auf Nachfragen von Anwohnern und Bürgern. Das nächtliche Parken in der Tiefgarage der Dompassage koste von 17 bis 9 Uhr insgesamt 20 Euro im Monat. Darin eingeschlossen sei das gesamte Wochenende, wirbt Borchert für die Nutzung der Dompassage. Nach dem Wegzug der etwa 800 Angestellten der Kliniken in der Loefflerstraße sei dort ausreichend Platz.

„Früher war der Parkplatz am Nexöplatz immer früh voll“, sagt Borchert. Nach der Anhebung des Tagessatzes auf zwei Euro änderte sich diese Situation. Jetzt sei der Parkplatz am Hansering besonders beliebt, auch bei Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die im Stadthaus arbeiten, schätzt der Geschäftsführer ein. „Die Dauerparkplätze am Markt sind alle vergeben“, sagt Borchert. „Wir werden uns auch von einigen undisziplinierten Mietern trennen, die mit einem Auto zwei Stellplätze belegen.“

Nexöplatz künftig ohne Busparkplätze

Auf dem Nexöplatz will die GPG 2015 ein Parkhaus mit 400 Plätzen errichten. „Wir werden auch während der Bauzeit 40 Stellplätze auf der Fläche anbieten, und zwar dort, wo heute Reisebusse stehen können. Diese sollen stattdessen dafür noch zu schaffende Parkbuchten am Hansering auf der derzeitigen Rechtsabbiegerspur Richtung Goethestraße nutzen.“ Derzeit gibt es 130 Stellplätze auf dem Nexöplatz. Reisebusse könnten ohnehin zum Ein- und Aussteigen Bushaltestellen nutzen und Wartezeiten auf den Stellfläche am Bahnhof verbringen.

Am Bahnhof soll 2015 gebaut werden

150 weitere Stellplätze sollen im nächsten Jahr am Bahnhof entstehen. Preisgünstig und vor allem für Langzeitparker, so der GPG-Geschäftsführer. In der eigentlichen Innenstadt habe Bewohnerparken Vorrang. Den Plan für die Fläche zwischen dem Busbahnhof und der Aufstellfläche für Busse am Karl-Marx-Platz gebe es schon seit 15 Jahren. Aber erst jetzt stünden die Zeichen für den Erwerb der Fläche zu einem annehmbaren Preis, den anschließenden Abriss der dort stehenden Gebäude und die Errichtung einer modernen Stellplatzanlage auf Grün, freut sich der Geschäftsführer.

Kein verstärkter Einsatz von Politessen im Zentrum

Trotz der von vielen Bürgern beklagten chaotischen Parksituation rund um den Markt plant die Stadtverwaltung in Zukunft keine vermehrten Kontrollen in diesem Bereich. Häufig kritisiert werden beispielsweise die „Besetzung“ der Bustasche in der Rakower Straße, die Missachtung von Halteverboten wie auf einer Seite der Johann-Sebastian-Bach-Straße oder das Parken auf Anwohnerparkplätzen ohne Berechtigung in der Brüggstraße.

„Die Überwachung des ruhenden Verkehrs erfolgt nach den im Vorfeld erstellten Dienstplänen“, stellt Stadtsprecherin Andrea Reimann dazu fest. Nicht mehr und nicht weniger. Bei Bedarf will sie aber den verstärkten Einsatz der Politessen im Stadtzentrum nicht ausschließen.

Dem Einsatz von Parkkrallen, beispielsweise bei zugeparkten Einfahrten zu Tiefgaragen, erteilt Reimann eine klare Absage. „Dafür gibt es weder in der Straßenverkehrsordnung noch dem Ordnungswidrigkeitengesetz eine Grundlage“, begründet die Stadsprecherin.

Davon abgesehen müssten schwerwiegende Verstöße gegen die Parkordnung wie eine zugeparkte Feuerwehrzufahrt schnellstmöglich beseitigt werden. Wenn erforderlich, sollten dafür auch Abschleppwagen eingesetzt werden.

Und noch ein Grund spreche gegen das Anlegen einer Parkkralle, argumentiert Reimann weiter. Bis zum Eintreffen des Autofahrers passiere nichts, das Problem durch den parkenden Pkw würde so lange bestehen bleiben.



Eckhard Oberdörfer

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