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Greifswald Gedenken an den Beginn der Deportation pommerscher Juden in Greifswald
Vorpommern Greifswald

Gedenken an den Beginn der Deportation pommerscher Juden in Greifswald

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19:16 11.02.2020
In Greifswald wird am Mittwoch und Donnerstag den deportierten pommerschen Juden gedacht.
In Greifswald wird am Mittwoch und Donnerstag den deportierten pommerschen Juden gedacht. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Am 12. und 13. Februar jährt sich zum 80. Mal der Beginn der Deportation pommerscher Juden in das sogenannte Generalgouvernement. Es war die erste Vertreibung jüdischer Bürger aus dem Gebiet des Deutschen Reiches. Die NS-Führung begann damit nach Jahren der Ausgrenzung und Diskriminierung von Juden ihre Vernichtungspolitik und wollte damit auch Erkenntnisse gewinnen, wie die deutsche Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit auf solche Aktionen reagieren würden. Das Ergebnis ist bekannt.

Der Arbeitskreis Kirche und Judentum lädt zusammen mit der Stadt Greifswald und dem Literaturzentrum Koeppenhaus auch in diesem Jahr zum Gedenken an den Beginn der Deportation pommerscher Juden im Februar 1940 ein. Am 13. Februar findet um 17 Uhr eine Andacht in der Marienkirche statt, die von der Offenen Jugendarbeit der Greifswalder Altstadtgemeinden und Pastor Dr. Bernd Magedanz gestaltet wird. Im Anschluss-wird um 17.40 Uhr ausgehend vom Ort des früheren jüdischen Betsaales der Greifswalder Mühlenstrasse ein Gedenkweg in drei Gruppen zu den Stolpersteinen stattfinden, die zur Erinnerung an die jüdischen Greifswalder in der Stadt verlegt wurden.

Am Vorabend, am 12. Februar wird im Literaturzentrum Kopeppenhaus Bahnhofstr. 4-5 um 20 Uhr die Aufführung des Films „Frau Stern“ von Anatol Schuster stattfinden. Die Tragikomödie aus dem Jahr 2019 erzählt von Frau Stern, einer 90-jährigen Holocaust-Überlebenden aus Berlin-Neuköln, die gerne selbstbestimmt sterben möchte. Als alle Versuche scheitern, bittet sie ihre Enkelin um Hilfe und erlebt Unerwartetes. Der Film ist vielfach gewürdigt worden für seine bewegende und anrührende Geschichte, aber auch für außergewöhnliche schauspielerische Leistungen.

Von OZ

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