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Greifswald Was tun, wenn Oma pflegebedürftig wird?
Vorpommern Greifswald Was tun, wenn Oma pflegebedürftig wird?
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12:52 18.04.2019
Markus Juhls, Pressesprecher der AOK Nordost appellierte an die Zuhörer, sich frühzeitig um eine Vorsorgevollmacht zu kümmern. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Mehr als 70 Prozent der aktuell gut 91 000 Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern werden daheim von Angehörigen versorgt. Tendenz steigend. In vielen Fällen aber existierten noch nicht einmal Vorsorgevollmachten. „Viele Helfer wissen zudem kaum etwas über ihre Rechte und die Unterstützungsmöglichkeiten“, betonte Markus Juhls, Pressesprecher der AOK Nordost. Seine Bitte an die gut 50 Teilnehmer des OZ-Leser-Forums „Achtung, vorsorgen!“, das am Mittwochabend im Uni-Gebäude am Ernst-Lohmeyer-Platz stattfand: „Bitte sprechen Sie im Familienkreis frühzeitig und offen über die Vorsorgevollmacht!“

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind wichtig

Viele der rund 50 Teilnehmer hatten weitere Fragen zum Thema Vorsorge. Quelle: Peter Binder

Gemeinsam mit Pflege- und Sozialberaterinnen aus Greifswald, Demmin und Waren an der Müritz beantwortete er zahlreiche Fragen der Leser. Neben dem Thema Pflege waren Erbrechtsprobleme ein zweiter Schwerpunkt der traditionellen Infoveranstaltungen, die die OZ seit 2012 alljährlich gemeinsam mit der Notarkammer des Landes durchführt. „Neben der Vorsorgevollmacht sollten Sie unbedingt eine Patientenverfügung erstellen. Diese sollte eindeutig formuliert und auf dem aktuellen Stand sein“, empfahl der Greifswalder Notar Dr. Albert Block in seinem Vortrag den OZ-Lesern.

Erbengemeinschaften nicht empfehlenswert

Mit Blick auf die Nachlassregelung riet er, Erbengemeinschaften zu vermeiden. Denn die Praxis zeige, dass hier die oftmals unterschiedlichen Interessenlagen großes Konfliktpotenzial bergen. Vielmehr sollten die Erbfragen exakt per Testament geregelt werden. Dabei sei für rechtssichere Formulierungen Hilfe durch Fachleute unumgänglich.

Volker Penne

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