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Greifswald Gewalt gegen Kinder: Mehr Meldungen im Kreis
Vorpommern Greifswald Gewalt gegen Kinder: Mehr Meldungen im Kreis
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15:54 08.05.2015
Wenn die Hand ausrutscht, kann das zur Gewohnheit werden. (Symbolfoto)
Wenn die Hand ausrutscht, kann das zur Gewohnheit werden. (Symbolfoto) Quelle: Fotolia
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Greifswald

631 Meldungen von Kindeswohlgefährdungen erfasste der Landkreis Vorpommern-Greifswald im vergangenen Jahr. Das sagte Kreis-Sozialdezernent Dirk Scheer bei der ersten Fachtagung zum Thema Kindesmisshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung im Hauptgebäude der Unimedizin. 2013 waren es 428 Fälle.

„Sicher handelte es sich nicht bei allen Fällen um eine Kindeswohlgefährdung, aber wir stellten fest, dass Nachbarn, Kinderärzte, Familienmitglieder, Behörden und Erzieher nicht mehr wegschauen, sondern entsprechende Meldungen an das Jugendamt geben“, erläuterte Scheer. Auf das Greifswalder Stadtgebiet entfielen 220 Meldungen. „In etwa 70 Fällen muss das Jugendamt reagieren“, ordnete Scheer ein.

Wenn das Jugendamt eine Meldung über ein misshandeltes Kind erreicht, werden die Informationen zunächst geprüft. Manchmal reicht ein Gespräch mit den Eltern, im schlimmsten Fall muss das Kind aber für maximal zehn Tage in eine sogenannte Bereitschaftspflegefamilie. Im Idealfall kann das Kind danach zurück in die Familie. Diese bekommt eine engmaschige Betreuung vom Jugendamt.



Reik Anton

08.05.2015
08.05.2015
08.05.2015