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Greifswald Blut aus der Luft rettet erstmals Leben in MV
Vorpommern Greifswald Blut aus der Luft rettet erstmals Leben in MV
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17:07 13.09.2019
Der Greifswalder Rettungshubschrauber „Christoph 47“ nahm am 17. Juli erstmals Blutkonserven an Bord. Jetzt rettete es tatsächlich Leben. Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Erstmals konnte einem Patienten aus Mecklenburg-Vorpommern mit Blut aus der Luft das Leben gerettet werden. Der 73-Jährige war vor einer Woche auf einer Landstraße bei Alt Negentin (Vorpommern-Greifswald) mit seinem Motorrad gestürzt und über eine Leitplanke geschleudert worden. Dabei hatte er sich eine tiefe und stark blutende Schnittwunde zugezogen, wie die Universitätsmedizin Greifswald am Freitag mitteilte.

Bluttransfusionen im Rettungshelikopter

Seit Mitte Juli führt der in Greifswald stationierte Heli „Christoph 47“ als erster Rettungshubschrauber im Osten Deutschlands standardmäßig Blutkonserven mit. Eine dieser Blutkonserven rettete dem 73-Jährigen nun vermutlich das Leben. Denn als nach wenigen Minuten der Helikopter am Unfallort eintraf, zeigte der Schwerverletzte bereits Zeichen eines Blutmangelschocks, wie ein Kliniksprecher sagte. Der Zustand des Patienten verschlechterte sich zusehends, so dass sich die Notärztin direkt vor Ort für eine Bluttransfusion entschied. In stabilisiertem Zustand konnte der Patient dann nach Greifswald geflogen und dort notoperiert werden. Bereits zwei Tage danach konnte er von der Intensivstation auf eine normale Station verlegt werden.

Konserven fliegen in spezieller Kühlbox mit

Bei schweren Verkehrsunfällen ist ein Verbluten nach Angaben der Universitätsmedizin die am häufigsten vermeidbare Todesursache. Deshalb wurde im Juli zusammen mit der DRF-Luftrettung das Pilotprojekt gestartet. Die Blutkonserven werden im Helikopter in einer speziellen Kühlbox transportiert, die bis zu 48 Stunden lang die Temperaturen konstant bei vier Grad Celsius hält und damit gewährleistet, dass das Blut nicht verdirbt.

Die Crew des Rettungshubschraubers führt bei ihren Einsätzen jeweils drei Konserven mit flüssigem Plasma sowie Blut der Blutgruppe Null mit, die für alle Patienten geeignet seien. Bislang wurden die schwer verletzten Patienten mit massivem Blutverlust am Einsatzort und im Hubschrauber notversorgt. Erst im Krankenhaus wurden die oft lebensentscheidenden Blutkonserven gegeben. Vor allem schwer verletzte Unfallopfer mit großen inneren oder äußeren Blutungen sollen von dem neuen Notfallversorgungssystem profitieren.

Von MR

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