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Greifswald Professor aus Mecklenburg-Vorpommern trifft Arnold Schwarzenegger
Vorpommern Greifswald Professor aus Mecklenburg-Vorpommern trifft Arnold Schwarzenegger
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11:33 12.10.2019
Prof. Peter Hinz aus Greifswald trifft Arnold Schwarzenegger in Berlin. Quelle: privat
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Berlin/Greifswald

Es war im Jahr 1979, als der damals 15-jährige Peter Hinz aus Greifswald beschloss, ein Großer im Kraftsport zu werden und eines Tages sein großes Idol in diesem Sport, Arnold Schwarzenegger, zu treffen.

Während sich der Erfolg im Kraftsport bald einstellte, ahnte Peter Hinz nicht, dass 40 Jahre vergehen mussten, bis er Arnold Schwarzenegger wirklich begegnet. „Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt tatsächlich geklappt hat“, sagt Hinz, der inzwischen ein erfahrener Unfallchirurg und Orthopäde, Universitätsprofessor und Mitglied des Senats der Universität Greifswald ist. Er traf Schwarzenegger in Berlin bei einem öffentlichen Interview.

Die Karten dafür waren heiß begehrt. Auf Usedom gelang es Fischgroßhändler Hartmut Domke aus Heringsdorf, in den Genuss von drei Karten für die Veranstaltung mit „Arnie“ zu kommen. Dann nahm das Glück für Peter Hinz und seinen großen Traum seinen Lauf.

Postfrau wegen Brief an Arnie aufgelöst

Zuvor hatte Hinz mehrfach auf anderem Weg versucht, mit seinem Idol in Kontakt zu kommen. „Blauäugig, wie ich war, schrieb ich vor zwei Jahren an die Adresse seiner Filmproduktionsfirma.“ Eine Reaktion gab es nicht, dafür erinnert sich Peter Hinz noch an die Reaktion der Postfrau am Schalter, als er den Brief aufgab: „Sie schrie so laut: ‚Oh Gott, mein erster Brief an Arnold Schwarzenegger‘, dass alle es mitbekamen.“

Zwei Tage vor dem Treffen im September hatte der Unfallchirurg Dienst und stand den ganzen Tag im OP. Am Abend rief ihn Hartmut Domke aus Heringsdorf an und meinte, er solle am übernächsten Tag freinehmen. Auf die Frage nach dem Warum antwortete dieser: „Um Dir Deinen Jugendtraum zu erfüllen. Du wolltest doch Schwarzenegger immer treffen. Jetzt geht’s los.“

Arnold Schwarzenegger im Jahr 1977 Quelle: AFP

Schwarzeneggers Manager hört sich Bitte an

In Berlin saß Peter Hinz in der zweiten Reihe und damit genau zehn Meter entfernt von Arnold, der von seiner Kindheit und dem Weg nach Amerika sowie über Sport, Politik und Umweltschutz erzählte. Anschließend durften Fotos mit Schwarzenegger gemacht werden.

Da witterte Hinz seine Chance: Er wollte seinem Idol einen Brief, Fotos und Zeitungsartikel zu seinem Werdegang überreichen, obenauf der OZ-Beitrag „Vom Türsteher zum Universitätsprofessor“. Dies hatte er in eine rote Mappe der Universität Greifswald gepackt – nicht ohne Grund. „Nach einem Foto mit Arnold Schwarzenegger habe ich die Mappe seinem Manager überreicht mit der Bitte, zu prüfen, ob eine Gastvorlesung an der Uni Greifswald zum Thema Nachhaltigkeit denkbar wäre.“ Dazu hatte sich Hinz, der seit zwei Jahren Mitglied des Senats der Uni ist, im Vorfeld die Zustimmung von Unirektorin Prof. Eleonore Weber eingeholt.

Nach dem Treffen mit Schwarzenegger habe er gewusst, dass es richtig war, die Mappe zu übergeben, meint Peter Hinz. Schon als Gouverneur von Kalifornien habe sich Arnold für den Umweltschutz engagiert, seit er sich 2011 aus der aktiven Politik verabschiedet habe, noch mehr. „Ich war nach der Veranstaltung total aufgewühlt. Arnold Schwarzenegger ist der erfolgreichste Bodybuilder aller Zeiten, war sieben Mal Mister Olympia. Ich bin 1992 in Taiwan mit einem Weltrekord im Bankdrücken von 225 Kilogramm Weltmeister geworden. Er wurde nach dem Sport ein erfolgreicher Schauspieler und Gouverneur, ich war zuerst Student und Türsteher und kann heute als Arzt Kranken helfen“, schildert der Mediziner.

Peter Hinz 1992 bei der WM im Bodybuilding in Taiwan, wo er Weltmeister wurde Quelle: privat

Chance ist klein, aber . . .

Eine solche Gastvorlesung wäre für den Greifswalder der krönende Höhepunkt. „Ich bin in der Region fest verwurzelt. Ich habe der Uni und der Stadt Greifswald viel zu verdanken. So könnte ich etwas zurückgeben“, sagt er. Peter Hinz weiß, dass die Chance, dass Arnold Schwarzenegger tatsächlich nach Vorpommern kommt, klein ist. „Aber der Manager hat meine Mappe mitgenommen und mich nach meinen Kontaktdaten gefragt. Wenn er wirklich zusagt, würde Arnold Schwarzenegger eine offizielle Einladung der Universität Greifswald erhalten.“

Hinz hofft, dass dann das Land mit einsteigt. Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph (CDU), Vorpommern-Greifswalds Landrat Michael Sack (CDU) und der Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Und wenn es doch nicht klappt? „Dann versuche ich es eben weiter. Als Sportler und Mediziner habe ich Durchhaltevermögen“, sagt Peter Hinz und spannt mit breitem Grinsen im Gesicht den Bizeps.

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