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Greifswald Greifswald ist großer Abräumer beim Umweltpreis des Landtags
Vorpommern Greifswald Greifswald ist großer Abräumer beim Umweltpreis des Landtags
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17:22 16.07.2019
Recup-Einführung Pfandbecher Greifswald Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Zuletzt setzte die Bürgerschaft mit der Ausrufung des Klimanotstandes ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Dass sich die Hansestadt aber schon länger für umweltbewusstes Verhalten engagiert, wurde nun auch honoriert. Denn Greifswald ist mit zwei Hauptpreisträgern der große Abräumer beim diesjährigen Umweltpreis des Landtages, der unter dem Motto „Clevere Lösungen für weniger Plastik im Alltag“ stand. Der mit 5000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die Hansestadt für die Einführung eines nachhaltigen Pfandsystems für Coffee-to-go-Becher, wie der Landtag mitteilte. Greifswald hatte im Herbst 2018 als erste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern in größerem Stil das Recup-Becher-System eingeführt. Mittlerweile befüllen stadtweit mehr als 20 Läden die Pfandbecher mit Kaffee. Andere Regionen des Landes – wie Usedom – folgten später dem Vorbild Greifswalds. Ein zweiter Hauptpreis ging an den Tourismusverband Rügen für das Projekt „Weniger ist Meer“.

Auch in der Jugendkategorie konnte die Stadt punkten. Ausgezeichnet wurde die Käthe-Kollwitz-Grundschule für das Projekt „Denkanstöße in der Bücherkiste“. Auch dieser Preis ist mit 5000 Euro dotiert. „Wir freuen uns, dass aus Greifswald gleich zwei Projekte ausgezeichnet werden. Das bestätigt die engagierte Arbeit in Greifswald in diesem Bereich“, freute sich Vize-Bürgermeisterin Jeannette von Busse über die gute Nachricht aus Schwerin. Das maßgeblich von der Greifswald Marketing GmbH initiierte Pfandbecher-Projekt werde von vielen Unterstützern und Einrichtungen mitgetragen. „Der Becher mit der Stadtsilhouette von Greifswald ist inzwischen ein beliebtes Souvenir“, so von Busse weiter. Seit 1992 lobt der Landtag den Umweltpreis zum Gedenken an den bedeutenden mecklenburgischen Naturforscher und Historiker Ernst Boll (1817-1868) aus. Der Ernst-Boll-Umweltpreis ist deutschlandweit die einzige Umweltauszeichnung, die von einem Landesparlament vergeben wird.

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Martina Rathke

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