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Greifswald setzt auf fairen Handel 

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13:42 10.01.2020
Seit dem 9. Januar kann sich Greifswald ist Fairtrade-Stadt nennen. Quelle: Andrea Reimann
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Greifswald

Greifswald kann sich künftig „Fairtrade-Stadt“ nennen. Diese Auszeichnung wurde der Hansestadt am Donnerstag durch die Organisation Fairtrade Deutschland verliehen. Unter dem Begriff „Fairtrade“ werden Handelsnetzwerke zusammengefasst, in denen auf faire Arbeits- und Produktionsbedingungen wertgelegt, insbesondere bei Warenimporten aus dem Ausland. Fairtrade-Organisationen setzen sich für die Bekanntmachung der Bedeutung des fairen Handels ein und verpflichten sich, den fairen Handel weiter auszubauen. Kritiker bemängeln, dass die Kriterien für fairen Handel nur schwer zu fassen sind. In Greifswald wurde dieses Ziel vor rund eineinhalb Jahren von der Bürgerschaft beschlossen, mittlerweile sind zahlreiche Akteure im Boot. So zum Beispiel die Bildungsinitiative verquer, der Stadtjugendring aber auch der Verein Weitblick und das Studierendenwerk.

Das Studierendenwerk Greifswald zum Beispiel setzt zunehmend auf fair gehandelte Produkte in seinen Mensen und Cafeterien. Dort angebotene Heißgetränke – Kaffee, Kakao und Trinkschokolade – stammten allesamt aus fairem Handel, betont eine Unternehmenssprecherin. Im Jahr 2019 habe man dafür 1662 Kilo gemahlener Kaffee, 488 Kilo Cafe-Creme-Bohnen und 648 Kilo Espresso-Bohnen eingekauft. Zudem vertreibe das Studierendenwerk immer mehr Produkte mit dem Anspruch, soziale Projekte zu unterstützen.

Auch andere Greifswalder Organisationen sind in Sachen Fairtrade unterwegs. So bietet die Inititative verquerProjekttage zum Thema Kakao. Die offene Nähwerkstatt Kabutze setzt auf die Wiederverwendung von Stoffen und informiert auf ihrer Internetseite über faire Stoffanbieter. Auch die Martinschule in Greifswald kooperiert mit dem Weltladen in Greifswald im Rahmen des Schulkurses Verantwortung und der Sportbund der Hansestadt hat die ersten fair gehandelten Fußbälle ausgegeben. Nicht zuletzt die Stadtverwaltung setzt bei der Bewirtung der Gäste auf fair gehandelten Kaffee und regionale Säfte. Auf der Internetplattform www.fairtradetown-greifswald.de können alle Greifswalder Initiativen ihre Aktivitäten vorstellen, außerdem sind Veranstaltungen in der Fairtrade-Woche vom 11. bis 25. September 2020 geplant.

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Von OZ

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