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Greifswald Billigeres Bauen für Greifswald gefordert
Vorpommern Greifswald Billigeres Bauen für Greifswald gefordert
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14:29 24.01.2019
Monique Wölk fordert Quote für sozialen Wohnungsbau Quelle: HGW
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Greifswald

Die Vorschläge der Verwaltung zur Förderung bezahlbaren Wohnraums stießen im Bauausschuss der Greifswalder Bürgerschaft überwiegend auf Zustimmung. „Es ist schade, dass sie erst jetzt nach über zwei Jahren Diskussion kommen“, merkte aber die Vorsitzende Monique Wölk (SPD) an. Eine bessere Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Bezahlbarer Wohnraum“ der Bürgerschaft, sei nötig. „Wir brauchen schnell ein Monitoring für den gesamten Wohnungsbestand in allen Quartieren“, so Wölk. Sie regte an, das Konzept für den Bebauungsplan 55 für das Areal zwischen der Straße An den Wurthen und der Marienstraße auf andere B-Pläne zu übertragen. Hier soll ein Modellprojekt bezahlbaren Wohnens mit guter sozialer Durchmischung entstehen. Wölk schlug eine Mindestquote sozialen Wohnungsbaus für die Stadt vor.

Bausenatorin Jeannette von Busse (CDU) warnte vor einer Dramatisierung des Problems. Sie sprach sich für eine Versachlichung aus. In Greifswald gebe es keine Obdachlosen, auch im Obdachlosenheim seien noch Plätze frei. „Wir haben eine sehr hohe Quote städtischer und genossenschaftlicher Wohnungen“, sagte sie. Dort liegen die Durchschnittsmieten pro Quadratmeter um die fünf Euro und damit unter denen des geförderten sozialen Wohnungsbaus von 5,50 Euro je Quadratmeter. Den sehr hohen Druck auf den Wohnungsmarkt sieht von Busse im Zentrum und in der Fleischervorstadt. Sie sprach sich gegen ganz konkrete Vorgaben zum sozialen Wohnungsbau in Bebauungsplänen aus. Über die Platzierung dieser Flächen sollten die Investoren entscheiden.

Jörg König (Forum 17.4) kritisierte die ständige Argumentation mit den niedrigen Durchschnittsmieten der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) und der Wohnungsgenossenschaft Greifswald (WGG). „Das betrifft Leute, die in ihren Wohnungen bleiben wollen. Probleme gibt es bei Neuvermietungen.“ Jörn Kasbohm (Linke) hieb in die gleiche Kerbe. „Die WVG und die WGG haben keine günstigen neu gebauten Wohnungen“, sagte er. Er riet zur Zusammenarbeit mit der Universität, die infolge des Umzugs vieler Institute zum neuen Campus Loefflerstraße einige Immobilien in der Altstadt abgeben wird. Auch die Kirche könnte Partner sein. „Konzepte für die Reduzierung der Baukosten sind wichtig“, stellte Kasbohm fest. Zum Beispiel könne das durch Verzicht auf Tiefgaragen, andere Verkehrskonzepte und die Förderung von Baugruppen geschehen.

Axel Hochschild (CDU) sieht ein ganz anderes Problem. „Es gibt einen deutlich rückläufigen Trend bei den Bauanträgen und auch bei den Baugenehmigungen für Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser“, sagt er. „Das müssen wir analysieren und gegebenenfalls gegensteuern und wahrscheinlich mehr und schneller Bauland ausweisen.“ Auch müssten Wohnungsbauförderungen des Bundes komplett durch das Land an die Kommunen durchgereicht werden.

Eckhard Oberdörfer

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