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Greifswald Greifswalder Bürgerschaft stimmt für Pachtkriterien und Agrarinitiative
Vorpommern Greifswald Greifswalder Bürgerschaft stimmt für Pachtkriterien und Agrarinitiative
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20:25 04.11.2019
Vor dem Rathaus demonstrierten viele Greifswalder für die Einführung der Pachtkriterien für landwirtschaftlliche Flächen Quelle: Stefanie Ploch
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Greifswald

Die Pächter landwirtschaftlicher Flächen in der Hansestadt können sich künftig auf Veränderungen einstellen: Die Mitglieder der Greifswalder Bürgerschaft haben für den Beitritt zum Verein „Greifswalder Agrarinitiative e.V.“ ausgesprochen und der Einführung von allgemeinen Pachtbedingungen zugestimmt. Die Agrarinitiative ist der Zusammenschluss von institutionellen Landeigentümern und deren Pächter auf freiwilliger und kooperativer Basis. Ziel war die Etablierung einer nachhaltigen Landwirtschaft zum Schutz von Umwelt und Natur. Mit 22 zu 19 Stimmen nahmen die Abgeordneten nach einer langen Diskussion die Änderungsanträge der Politiker an.

Vor der Bürgerschaftssitzung versammelte sich eine Demonstrationsgruppe von „Unser Land schafft Wandel“ und „fridays for future Greifswald“ vor dem Rathaus und appellierten an die Bürgerschaftsmitglieder, für die Vorlagen der Fraktion Die Linke, Tierschutzpartei, die Grünen SPD und Einzelmitglied Hulda Kalhorn (AL) zu stimmen.

Auch die Kriterien für Neuverpachtung von Flächen wurden in der Bürgerschaftssitzung beschlossen: Künftig erfolgt die Vergabe von landwirtschaftlichen Flächen ab fünf Hektar im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen auf der Basis von feststehenden Vorgaben und Bewertungskriterien. Mit 24 zu 16 Stimmen und wurde der Beschluss gefasst. Die Flächen werden an einem vorgegebenen Pachtpreis gebunden und nicht nach dem Höchstgebot. Der mögliche Pächter muss ein Konzept vorlegen, welches unter anderem die Bewirtschaftungsform, Reduktion von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, biodiversitätsfördernde Maßnahmen und der Ausrichtung auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit beinhalten. „Dabei soll aber keine Spaltung zwischen konventionellen und ökologischen landwirtschaftlichen Betrieben stattfinden“, sagt Alexander Krüger (Grüne). Derjenige mit dem überzeugendsten Konzept erhält den Zuschlag.

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Von SP

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