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Greifswald Uni Greifswald hat kein Geld für Sanierung
Vorpommern Greifswald Uni Greifswald hat kein Geld für Sanierung
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15:43 20.12.2018
Die frühere Pharmakologie soll verkauft werden Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Seit dem Umzug der Pharmakologen an den Beitzplatz vor sieben Jahren steht ihr 1862 für die Chemiker errichtetes Gebäude an der Loefflerstraße weitgehend leer. Das Land, so heißt es, würde gern den Einzug des Studierendenwerks und der jetzt noch in Karlsburg beheimateten Physiologen in das Gebäude sehen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich zwei andere vorklinische Fächer, die Anatomie und die Pathologie. Das Studierendenwerk würde auf jeden Fall gern einziehen. Es sucht nach einem neuen Standort. Noch befindet sich das Studierendenwerk in der früheren Mensa am Schießwall. Aber daraus wird nichts.

Wie Rektorin Prof. Johanna Weber informierte, gibt die Unimedizin als aktueller Nutzer zum Ende des Jahres das Gebäude an den Eigentümer, die Hochschule, zurück. Weder die Unimedizin noch die Uni hätten Bedarf für die Räume. Darum solle das Haus verwertet, also verkauft werden. Vizekanzler Peter Rief ist überzeugt, dass sich ein Interessent für das Denkmal mit seiner kostbaren Innenausstattung findet. Es eigne sich zum Beispiel gut als Firmensitz.

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Die Universität habe ohnehin nicht das nötige Geld für eine Sanierung, betonte die Rektorin auf der Sitzung des Senats. Es wird mit einer zweistelligen Millionensumme gerechnet. „Wir bekommen für eine Sanierung auch kein zusätzliches Geld“, dementierte Weber anderslautende Informationen. „Das ist definitiv nicht der Fall.“ Über den Verkauf, beziehungsweise den Abschluss eines Erbpachtvertrages, für das Gebäude entscheidet letztendlich der Senat.

Geklärt ist jetzt ebenfalls der künftige Standort der Institute für Pathologie und Pathophysiologie. Dass sie ihren gegenwärtigen Standort Karlsburg verlassen, ist seit Langem klar. Nach einigem Hin und Her (die OZ berichtete) werden die Physiologie und Pathophysiologen in den in der DDR gebauten Universitätskomplex an der Jahnstraße ziehen. Dort sind infolge des Auszugs des Instituts für funktionelle Genomforschung in der Jahnstraße 15 Räume frei. Wie die Unimedizin dazu mitteilte, erfolgt der Umzug nach Greifswald voraussichtlich im April 2019.

Die Hochschule wollte zunächst die freien Räume in der Jahnstraße 15 als zeitweisen Ausweichstandort für die im nächsten Jahrzehnt geplante, abschnittsweise Sanierung des Jahnstraßenkomplexes nutzen (die OZ berichtete). Nun müssen dafür andere Räumlichkeiten/Gebäude für die Zeit der Sanierung einzelner Abschnitte her. Laut Peter Rief könnten diese auf dem Gelände der früheren Crohnschen Anlagengärtnerei (heute Parkplatz) am Arboretum geschaffen werden.

Eckhard Oberdörfer

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