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Greifswald Silvesternacht: Tee und Kaffee statt Alkohol
Vorpommern Greifswald Silvesternacht: Tee und Kaffee statt Alkohol
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11:31 31.12.2018
Maik Sommerfeldt von der FFW, Markus Lenz und Stephan Kronenfeld von der Berufsfeuerwehr (v.l.) sind gut auf Silvester vorbereitet. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Brennende Mülltonnen, Briefkästen oder sogar Balkone: Standardprogramm für die Greifswalder Feuerwehr in der Silvesternacht. Zwölf Kameraden der Greifswalder Berufsfeuerwehr und nochmal die gleiche Anzahl an Kräften von der Freiwilligen Feuerwehr werden in der Nacht zum 1. Januar vor allem für eines sorgen: dass Brände durch Raketen oder Böller schnellstmöglich gelöscht werden.

Maik Sommerfeldt gehört seit 13 Jahren zur Freiwilligen Feuerwehr (FFW). Arbeiten, wenn andere feiern. Für den 30-jährigen Gruppenführer kein Problem: „Dafür braucht man Engagement. Es ist das wichtigste.“ Auch seine Lebensgefährtin ist bei der Freiwilligen Feuerwehr. Beide werden zusammen in diesem Jahr Dienst haben. Mit ihren Kameraden der FFW wird das Paar am Silvesterabend auf der Insel Riems mit einem Auto stationiert sein. Gefeiert wird: Doch statt Alkohol gibt es Kaffee oder Tee. „Wir machen uns das trotzdem immer schön. Wie bei anderen Silvesterfeiern auch“, sagt Sommerfeldt.

Witterungsverhältnisse beeinflussen Einsätze an Silvester

Während es in den frühen Abendstunden der Silvesternacht ruhiger bleibe, beginne die Stoßzeit für die Feuerwehrleute um Punkt Mitternacht. „Das zieht sich dann bis in die Morgenstunden“, erklärt Sommerfeldt. Wie viele Einsätze es in der diesjährigen Silvesternacht geben wird, ist schwer zu schätzen. Abhängig davon seien auch die Witterungsverhältnisse, wie Stephan Kronenfeld, stellvertretender Leiter der Greifswalder Berufsfeuerwehr und Sachbearbeiter für Brandschutz, weiß: „Im vergangenen Jahr hat es viel geregnet. Daher hatten wir weniger Einsätze als in den Jahren zuvor.“

Veriirte Raketen und Vorsichtsmaßnahmen

90 Sekunden: In dieser Zeit müssen die Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr nach Eingang eines Notrufes ihre Kleidung anziehen, einen Lageplan erstellen und beim Löschfahrzeug angekommen sein. Anderthalb Minuten, bei der jede Sekunde zählt. Wie schnell die Feuerwehrleute reagieren müssen, zeigte sich beim Jahreswechsel 2015. Innerhalb weniger Minuten kurz nach Mitternacht fingen zwei Balkone in Schönwalde I durch veriirte Raketen Feuer. Ein größerer Schaden konnte verhindert werden. „Deswegen ist es sehr wichtig, dass Balkone vor Silvester geräumt werden und alles, was sich schnell entzünden kann, wie beispielsweise Sonnenschirme oder Sichtschutze, entfernt werden“, sagt der Brandschutzexperte Kronenfeld.

Reetdachhäuser können schnell ausbrennen

Wie in den vergangenen Jahren wird sich der Himmel am Greifswalder Museumshafen pünktlich zum Jahreswechsel in ein Meer aus Silvesterraketen verwandeln. Die Berufsfeuerwehr ist darauf vorbereitet: „Dort wird ein Feuerwehrwagen stehen“, sagt Kronenfeld. So können die Einsatzkräfte nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im Ortsteil Wieck, in dem sich viele Häuser mit Reetdächern befinden, schnellstmöglich handeln. Zu besonders gefährlichen Bränden kann es laut Kronenfeld dann kommen, wenn die Reetdächer durch Feuerwerkskörper in Brand geraten. „Innerhalb weniger Minuten kann ein Haus so vollständig ausbrennen“, erklärt der Brandschutzexperte. Passiert sei das bisher noch nicht. Dennoch rät Kronenfeld: „Hausbesitzer mit Reetdächern sollten bei trockenen Witterungsverhältnissen die Dächer mit einem Gartenschlauch etwas nass machen.“

Obwohl Silvester für die Feuerwehrmänner zu den einsatzstärksten Abenden im Jahr zählt, gehören Raketen und Böller zum Neujahrsstart dazu, findet Markus Lenz, stellvertretender Schichtführer der Berufsfeuerwehr. Nur auf den Umgang damit soll geachtet werden. „Böller sollten nur in Deutschland gekauft werden und Raketen sollten nicht bewusst auf Balkone oder Menschen gezielt werden“, so Lenz. Nur so kann ein guter Start ins neue Jahr gelingen.

Christin Lachmann

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