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Greifswald Skelette und andere Kuriositäten: So cool war Fleischervorstadt-Flohmarkt
Vorpommern Greifswald Skelette und andere Kuriositäten: So cool war Fleischervorstadt-Flohmarkt
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18:42 12.05.2019
Josephine Milz wurde am Stand von Alina Knöfler (r.) fündig. Quelle: Stefanie Ploch
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Greifswald

Wenn ein Greifswalder Stadtteil zum Leben erwacht, überall Musik ertönt und die Nachbarn um die Preise schachern – dann ist Stadtteil-Flohmarkt in der Fleischervorstadt. Am Sonntagnachmittag verkauften rund 170 Anwohner Klamotten, Geschirr, Kinderspielzeug und Kuriositäten.

Kuriositäten vom Hirschkopf bis zum Skelett

Darunter auch Alina Knöfler. Sie hatte zum ersten Mal einen Stand und bot Bücher, Kleidung und Dekoartikel an. „Der Flohmarkt ist eine tolle Gelegenheit um zu Hause auszumisten“, sagt sie, während sie einer Nachbarin Wechselgeld für einen blauen Pullover gibt. „Die Stimmung hier ist toll.“ Hunderte Besucher belebten den Stadtteil zwischen Baustraße, Langer Reihe, Neunmorgenstraße und Bahnhofstraße.

Kuriositäten wie Skelette, alte Mobiltelefone und einen Hirschkopf konnte man bei den Anwohnern der Fleischervorstadt finden. An dem Stand von Michelle und Maxi Boldt und Madeleine Niquét schauten viele Besucher zwei Mal hin: Sie verkauften eine zwei Meter große, hölzerne Giraffe. „Das ist Ute“, lacht Michelle. „Sie sucht nach einem neuen zu Hause, weil sie sich an unserem Wohnzimmer und an unserer Familie sattgesehen hat.“

Trotz Auflagen: Veranstalter mit Flohmarkt zufrieden

Noch im letzten Jahr waren die Veranstalter vom Verein „StadtGestalten Fleischervorstadt“ bei der Organisation an ihre Grenzen geraten, denn die bürokratischen Hürden wurden verschärft. So forderte die Verwaltung Gebühren für die Stände, das Ordnungsamt kontrollierte verstärkt. „Am Aufwand hat sich dieses Jahr nichts geändert“, sagt Kati Mattutat vom Organisationsteam. „Wir arbeiten aber gut mit dem Ordnungsamt zusammen, es gibt Treffen vor und nach dem Flohmarkt, auf dem wir darüber reden, was wir besser machen müssen.“ So müssen die Veranstalter Tempo-20-Schilder im Bereich des Flohmarkts aufstellen. „Wir freuen uns sehr, dass ein Verkehrsbetrieb das Aufstellen dieser Schilder sponsert“, sagt Mattutat.

Hirschköpfe, Skelette und Spielzeug: Das war der Stadtteil-Flohmarkt

Ehrenamtliches Team organisiert den Flohmarkt

Dass der Flohmarkt in diesem Jahr bereits zum elften Mal stattfindet, ist einem sechsköpfigen, ehrenamtlichen Organisationsteam zu verdanken. „Wir sind auch immer auf der Suche nach Freiwilligen, die uns unterstützen möchten“, sagt Kati Mattutat. Flyer verteilen, Öffentlichkeitsarbeit oder in Kontakt mit den Anwohnern stehen, seien einige Aufgaben, die auch in den kommenden Jahren übernommen werden müssen.

Die Veranstaltung hat sich schon lange bei Liebhabern, auch aus der Region, etabliert. Seit fünf Jahren ist Familie Müller aus Wolgast beim Fleischervorstadtflohmarkt dabei, um alte Uhren zu finden. „Alle sind gut drauf, alle Altersklassen machen hier mit. Es macht Spaß, hier durch zu laufen“, sagt Martin Müller. Der 37-Jährige suchte dieses Mal zudem Spielzeug und Kinderbekleidung. Gut für Julia Siebert und Sohn Matt, der seine alten Sachen verkaufte. „Mit diesem Lego hier spiele ich nicht mehr“, sagt der Junge. „Deswegen verkaufe ich es. Das Geld geht in meine Taschengelddose.“ Ein Tipp von Martin Müller: Die Hintergärten der Anwohner zu besuchen. „Mit Kaffee und Kuchen in der Hand kommt man dort am ehesten ins Gespräch mit den Greifswaldern.“

Stefanie Ploch

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