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Greifswald Tausende kamen: Greifswald lud zu mehreren Kinderfesten
Vorpommern Greifswald Tausende kamen: Greifswald lud zu mehreren Kinderfesten
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16:13 02.06.2019
Mia (vorne), ihre Mutter Martina Ahrenberg, Unicef-Mitarbeiterin Johanna Tiebel und Antonia kleben aus Sand und Blättern Motive auf Papier. Quelle: Christopher Gottschalk
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Greifswald

Die Stadt als Kinderparadies: Mit Hüpfburgen, Bastel- und Schminkständen feierte Greifswald seine Kinder und Jugendlichen. Am Internationalen Kindertag zogen gleich drei Feste tausende Besucher auf den historischen Marktplatz, den Fischmarkt und zum Museumshafen. Steht dieser Erfolg stellvertretend für Greifswald als Ort, an dem Eltern gerne Kinder großziehen?

Jeder siebte Greifswalder ist jünger als 18 Jahre

Obwohl es an mancher Stelle im Alltag hakt, genießt Greifswald den Ruf einer kinderfreundlichen Stadt. Rund jeder siebte Bewohner der Hansestadt ist unter 18 Jahre alt. Das zeigen Zahlen der Statistikstelle der Stadt. Die größte Gruppe sind derzeit die 10 bis 15-Jährigen mit 2079 Personen. Die meisten Kinder und Jugendlichen leben in den Großwohnsiedlungen Schönwalde I/Südstadt und Schönwalde II. Seit Ende Mai gibt es einen Kinder- und Jugendbeirat für die Stadt. Mit kostenfreien Festen wie zum Kindertag bietet Greifswald ein regelmäßiges Unterhaltungsprogramm für den Nachwuchs. Also alles gut?

Kostenlose Aktionen zeigen Bemühen der Stadt

Kostenfreie Angebote wie der Kindertag auf dem Markt würden zeigen, dass die Stadt sich Mühe gebe, sagt Elisabeth Brennecke. Ihre achtjährige Tochter Amelie freut sich über das Kinderfest. Auch die Schule macht ihr Freude: Ich mag die Spielenachmittage, Sportfeste und wenn das Theater bei uns ist“, sagt sie. Ihre Mutter macht sich derweil Sorgen um Kitaplätze und überfüllte Schulklassen. „30 Kinder in einer Klasse sind zu viel“, sagt sie 28-jährige Krankenpflegehelferin. Problematisch seien zudem fehlende Kitaplätze. Ihre Tochter ging für drei Jahre zu einer Tagesmutter, bevor ein Kita-Platz frei wurde. „Die Unsicherheit, wo mein Kind versorgt wird, während ich arbeite, hat mich natürlich belastet“, sagt Brennecke.

„Mir hat das Konzept heute gefallen“, schätzt David Wilke (40) aus Greifswald das Kinderfest ein. Hüpfburgen, Bastelstände und Schminken kamen auch bei seinem Sechsjährigen gut an. Im Alltag verschenke die Stadt jedoch Potenzial, findet Wilke. „Es könnte auf dem Spielplatz am Rosengarten so gut sein, aber die Ausstattung ist leider kläglich.“ Traurig sei im Ostseeviertel Parkseite nicht die Ausstattung, sondern die Menge der Spielplätze, findet Andreas Hirsch. „Wir wünschen uns dort mehr frei zugängliche Flächen“, sagt der 40-jährige Vater von Kindern im Alter von vier, acht und 12 Jahren. Sein Sohn Matheo-Elias (4) tobte sich auf dem Markt in einer Hüpfburg aus.

70 Oldtimer fahren über den Markt

Auf dem Markt konnte der Nachwuchs auf verschiedenen Trommeln spielen, ein Glücksrad drehen und mit Hammer und Nagel eigene Vogelhäuschen bauen. Autofans bestaunten auf dem Marktplatz rund 70 Oldtimer der Rally Rügenclassics. Auf dem Fischmarkt präsentierten sich unter anderem der Baseballverein „Baltic Mariners“ mit einer Wurfanlage sowie die Ortsgruppe von Unicef in Greifswald.

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Bootsausfahrten mit dem Traditionsschiff „Robbe“ und Livemusik von Bands der Musikfabrik bot das maritime Kinderfest am Hafen. Am Stand der Tuchwerkstatt bemalten Kinder Miniatur-Segel. Mit einem Hammer schlugen sie selbst Ösen in ihr Kunstwerk. Nach einer Stunde waren alle Segel verbraucht. Am Stand direkt daneben bastelten Kinder Holzboote am Stand des Museumshafen-Vereins. Dabei waren die neunjährige Helene und ihr siebenjähriger Bruder Ole. Der hat eine klare Meinung, was sich in Greifswald ändern muss: „Umweltverschmutzung ist das Schlimmste!“

Tausende Besucher kamen auf den Markt

Der Kindertag auf dem Markt wurde vom Greifswald Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit u.a. der WVG, den Stadtwerken und der Sparkasse organisiert. Rund 60 ehren- und hauptamtliche Helfer seien beteiligt gewesen, sagt Ramona Wolf vom Stadtmarketing. 5000 Besucher seien gekommen. Das Konzept, das Kinderfest zentral auf dem Markt zu veranstalten, werde man im nächsten Jahr beibehalten, statt es wie 2018 in der gesamten Langen Straße zu veranstalten. Im Logenhaus (ehemals Humboldt) und dem Kulturbahnhof (Kuba) gab es ebenfalls kleinere Kindertags-Feiern.

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Christopher Gottschalk

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