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Greifswald Greifswalder Kitabetrieb startet zweiten Neubau
Vorpommern Greifswald Greifswalder Kitabetrieb startet zweiten Neubau
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16:05 26.07.2019
Die Arbeiten auf dem Gelände am Thälmannring haben begonnen: Olaf Schwanz im Bagger und Holger König (vorn) von der TSB GmbH schachten einen  Graben für die neue Regenentwässerung aus. Im Hintergrund die alte Kita „Marschak“.
Die Arbeiten auf dem Gelände am Thälmannring haben begonnen: Olaf Schwanz im Bagger und Holger König (vorn) von der TSB GmbH schachten einen Graben für die neue Regenentwässerung aus. Im Hintergrund die alte Kita „Marschak“. Quelle: HGW
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Greifswald

Riesenfreude in der Kindertagesstätte „Samuel Marschak“ in Schönwalde II. Nach langen Jahren der Hoffnung, Diskussionen auf politischer Ebene und schließlich Planungen startete jetzt endlich der Ersatzneubau. Für 4,6 Millionen Euro wird zwischen Ernst-Thälmann-Ring und Tolstoistraße ein Zweigeschosser für 153 Kinder entstehen. Der kommunale Eigenbetrieb „Hansekinder“ als Träger der Einrichtung erhielt dafür vom Land im April eine Sonderbedarfszuweisung über eine Million Euro. Da es sich um einen Standort im Städtebaufördergebiet handelt, fließen zudem 2,3 Millionen Euro Fördermittel.

Zurzeit sind die ersten Firmen auf dem Areal mit Erdarbeiten beschäftigt. Leitungen werden verlegt, bevor in den nächsten Wochen die Bodenplatte gegossen wird. „Ich hoffe, dass das Dach noch vor dem Winter dicht ist, so dass sich der Innenausbau nahtlos anschließen kann“, sagt Eigenbetriebsleiter Achim Lerm. Dann sähe es gut mit dem geplanten Fertigstellungstermin aus. Nach jetzigem Stand soll die Einrichtung, die künftig den Namen „Tausend Farben“ trage, zum Schuljahresbeginn 2020/21 eröffnet werden.

In Nachbarschaft der alten Kita „Marschak“ entsteht der Neubau, der künftig „Tausend Farben“ heißt. – Kitabetrieb Hansekinder Greifswald Zwergenland Marschak Quelle: HGW

Gut machbar. Zumindest zeigt dies die Baustelle im Ostseeviertel Ryckseite. Dort, an der Vitus-Bering-Straße, ist in den vergangenen sechs Monaten die neue, baugleiche Kindertagesstätte „Zwergenland“ in die Höhe geschossen. Im Dezember 2018 begannen für diesen ersten Neubau des „Hansekinder“-Betriebes die vorbereitenden Arbeiten. Im April feierten Kinder, Erzieher und Bauleute Grundsteinlegung. „Das Richtfest schieben wir in den August, weil die Einrichtung derzeit Betriebsferien hat“, sagt Achim Lerm. Schließlich sollen die Kinder wieder an dem Ereignis teilhaben. Derweil habe bereits der Innenausbau begonnen. Die Ausschreibungen für die Gewerke seien gelaufen, fast alle Firmen gebunden.

Der Rohbau der Kita „Zwergenland“ im Ostseeviertel steht. Im August wird Richtfest gefeiert. Quelle: HGW

Da der Baugrund im Ostseeviertel schlecht gewesen sei, daher ein Bodenaustausch erfolgte, lägen die Kosten der Kita „Zwergenland“ trotz Baugleichheit mit 4,7 Millionen Euro etwas höher als bei der „Marschak“, so Lerm. Zudem habe es hierfür keine Förderung gegeben. Das Projekt werde komplett kreditfinanziert. Ziel sei es, das Objekt im April 2020 einzuweihen.

Im Anschluss werden Kinder und Erzieher der Kita „Friedrich Wolf“ von der Lise-Meitner-Straße zeitweise in das alte „Zwergenland“-Gebäude einziehen. Denn ihre Einrichtung soll dann saniert werden. „Die Planungen dazu laufen. In den nächsten Wochen wollen wir den Bauantrag stellen, so dass es dann 2020 losgehen könnte“, berichtet Lerm. Nach der Fertigstellung der Kita „Tausend Farben“ soll auch die alte „Marschak“ noch eine Zeit lang als Ausweichquartier für weitere Sanierungsprojekte genutzt werden. „Entweder zieht dort ,Regenbogen’ oder ,Lilo Herrmann’ ein, das ist noch offen“, sagt der Betriebsleiter. Ebenso offen sei, ob alle bisher als Sanierungsfall eingestuften Tagesstätten tatsächlich als solche realisiert werden. „Eventuell entscheiden wir uns doch eher für weitere Neubauten. Aber wir wollen erst einmal die Sanierung der Kita ,Wolf’ abwarten“, erklärt Achim Lerm.

Der Rohbau der Kita „Zwergenland“ im Ostseeviertel steht. Im August wird Richtfest gefeiert. Quelle: HGW

Erfolgreich beendet indes wurden bereits die umfangreichen Arbeiten im Hort Kunterbunt. Dort wurden seit dem vorigen Sommer sechs Bäder saniert und vier weitere zurückgebaut, die künftig als neue Spiel- und Bewegungsräume genutzt werden. Parallel dazu wurden alle Leitungen im Tiefkeller erneuert. Gesamtkosten: rund 400000 Euro. Das nächste große Vorhaben steht allerdings bevor: „Im September starten die Bauarbeiten für eine eigene Kochküche. Wir hoffen, dass sie bis zum Jahresende fertig wird“, blickt Achim Lerm voraus. Das Konzept der Kochküchen in den „Hansekinder“-Einrichtungen nimmt nach der Premiere in der Kita „Kleine Entdecker“ also weiter Gestalt an. In den beiden Neubauten wurden sie von Anfang an mitgeplant. Auch die Kita „Friedrich Wolf“ werde eine erhalten.

Darüber hinaus wurden in den ersten Ferienwochen auch Maler- und andere Arbeiten realisiert. In der Einrichtung „Kleine Entdecker“ erhielt zudem der Parkettfußboden für rund 13 000 Euro einen neuen Schliff. Über neue Geräte auf den Spielplätzen können sich die Mädchen und Jungen der Kitas „Weg ins Leben“, „Inselkrabben“ und „Lütt Matten“ freuen. „Ein Spielgerät kostet jeweils um die 16 000 Euro“, sagt Lerm und fügt hinzu: „Insgesamt haben wir dafür 76 000 Euro im Wirtschaftsplan vorgesehen.“ Darin enthalten seien auch Kosten für einen Basketballplatz auf dem Kunterbunt-Gelände. Der soll im Herbst Gestalt annehmen.

Über farbenfrohe Bäder können sich die Kinder und Mitarbeiterinnen im Hort „Kunterbunt“ freuen. Quelle: Hansestadt Greifswald

Petra Hase