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Greifswald Greifswalder Kneipennacht verwandelte Innenstadt zur Musikmeile
Vorpommern Greifswald Greifswalder Kneipennacht verwandelte Innenstadt zur Musikmeile
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15:33 31.10.2019
Die Band „Speedy’s Company“ spielte in der Brasserie Hermann. Quelle: Christin Lachmann
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Greifswald

Wie viele Getränke am Mittwochabend über die Theken wanderten, ist schwer zu schätzen. Nur so viel: Die Mitarbeiter der hiesigen Kneipen, Bars und Restaurants hatten mächtig viel zu tun. Das Konzept der Greifswalder Kneipennacht ist zur Tradition geworden und lockte zum zweiten Mal in diesem Jahr hunderte Musikliebhaber an. Sechs Lokalitäten mit sechs Bands standen zur Auswahl.

Bereits am frühen Abend ertönten die ersten Gitarrenriffs aus dem „Mitt’n drin“. Hier spielte die Band „The Old Main Drag“ um den singenden und rockenden Bürgermeister von Neu Boltenhagen, Matthias Uecker, und den Bassisten Florian Piper. Letzterer erinnerte wegen seines Hutes – einer Sonderanfertigung aus Australien – an den „Guns N’ Roses“-Gitarristen Slash. Das kommt nicht von ungefähr: Denn die Kopfbedeckung ist tatsächlich ein Replikat von einem Zylinder des britisch-amerikanischen Rockmusikers, erklärte der 34-jährige Florian.

Angebot der Kneipennacht wird gern genutzt

Die Band nutzte bereits die Kulturnacht, die vor wenigen Wochen stattfand, um sich einen Namen in der Hansestadt zu machen. Schon da sorgten die Musiker im „Mitt’n drin“ für ein volles Haus. Deswegen hat der Betreiber Christian Fitz, der Mittwochabend als Türsteher fungierte, die Band auch für die Kneipennacht gebucht.

Seit langem fester Teil der Veranstaltung ist auch die Domburg. Hier gönnten sich die Greifswalder Alexander und Kristin zu ihren Drinks Irish-Folk-Rock von der Rostocker Band „Bad Penny“. Die Domburg war ihre erste Station an diesem Abend. „Mit Sitzplätzen ist es hier allerdings schwierig“, stellte die 30-jährige Kristin fest. Das Angebot der Kneipennacht nutzen sie gern. „Allerdings sind wir heute hier, weil unser Lieblingsclub, der Geokeller, gerade umgebaut wird“, sagte Kristin.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr lockte die Kneipennacht hunderte Greifswalder in sechs Kneipen, Bars und Restaurants, in denen sechs Bands den Gästen ordentlich einheizten.

Für eine kleine Premiere sorgte die sechste Lokalität im Bunde. Dieses Mal lud auch das „Poro“ Musikfans ein. In der oberen Etage des Restaurants und der Cocktailbar gab es Akustik-Rock der Band „Stoneage“ auf die Ohren. Mit dabei waren die Greifswalder Michael und Ines. Ein Wermutstropfen für die beiden Ü-50er: „Wir warten schon ewig auf unsere Getränke. Gefühlt fast eine Stunde“, sagte Michael. Beide freuen sich über Veranstaltungen wie diese: „Allerdings ist es schade, dass es weniger geworden ist. Früher haben sich mehr Kneipen und Bars daran beteiligt“, bedauerte Ines.

Lange Nacht für die Kneipen

Zu Höchstzeiten, vor etwa zehn Jahren, luden mehr als zehn Lokalitäten zu der Musikveranstaltung ein, darunter das St. Spiritus oder das Hotel Kronprinz. Initiiert wurde die Kneipennacht von Greifswalds legendärem Barbesitzer Tom Peter, der Mitte dieses Jahres verstorben ist. Doch einige Lokalitäten, wie die Brasserie Hermann, bleiben der Kneipennacht weiterhin treu. Dort spielte am Mittwochabend die fünfköpfige Band „Speedy’s Company“. Die Musikveranstaltung kann schon mal bis in die frühen Morgenstunden gehen, sagte Lehrling Reda Alhaji Ali. „Bei der letzten im März haben wir den Laden um halb sechs morgens geschlossen.“

Typisch für die Kneipennacht sind Stoßzeiten, wie Janett Lewerenz, Mitbetreiberin des Logenhauses, bemerkte. „Anfangs ist es immer voll und wir sind ausgebucht. Dann wird es etwas leerer, bis gegen 23 Uhr die Besucher aus der Innenstadt zu uns kommen.“ Die nächste Kneipennacht wird im Frühjahr stattfinden.

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