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Greifswald Greifswalder Parteien setzen unterschiedliche Schwerpunkte
Vorpommern Greifswald Greifswalder Parteien setzen unterschiedliche Schwerpunkte
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13:53 24.05.2019
Baseball wird zunehmend populär Quelle: Andre Bleckmann
Greifswald

Das Philipp-Müller-Stadion ist marode. Nicht nur hier muss dringend investiert werden. Es gibt einen regelrechten Investitionsstau bei den Sportstätten. Dabei gibt es große Pläne für ein neues Sportzentrum zwischen der Wolgaster Straße und dem Ryck sowie eine Wassersportzentrum an der Wiecker Südmole. Alle Parteien und Wählergruppen sind einig, dass mehr getan werden muss. Aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Konflikte gibt es besonders bei der Eislaufhalle, um die sich eine Initiative bemüht.

Wie stehen Sie zur Vision des Sportzentrums zwischen Ryck und Wolgaster Straße am Müllerstadion: Ist das vorrangig? Wieviel Millionen wären das wert?

 

Heiko Jaap (KfV) Quelle: KFV

Heiko Jaap (Kompetenz für Vorpommern: Grundsätzlich unterstützen wir sämtliche Bemühungen der Hansestadt Greifswald, die dem Sport eine tragende Rolle in dieser Stadt geben. Wir sehen allerdings keinen Vorteil in einer Zentralisierung des Sports in einem relativ kleinen Gebiet bei Ausgaben von mehreren Millionen Euro. Das Philipp-Müller-Stadion muss ertüchtigt und damit gute Möglichkeiten für verschiedene Sportarten wie Fußball, anderen Mannschaftssport und Leichtathletik geschaffen werden, die auch von den Schulen genutzt werden können. Das Geld für ein „Sportzentrum“ sollte besser dezentral für die vielen anderen maroden Sportstätten in unserer Stadt verwendet werden. Eine Sanierung des Volksstadions wäre als Aushängeschild für Greifswald eine tolle Sache.

Jana Neuhaus (Tierschutzpartei: Grundsätzlich ist dieses Projekt sehr unterstützenswert und hier sind Förderprogramme des Landes in erster Linie notwendig sowie eine gut geplante Umsetzung unter Einbeziehung aller sportlichen Akteure und künftigen NutzerInnen der Stadt. Insbesondere soll die Konzipierung auf den Breitensport und Trendsportarten, die besonderen Untergrund benötigen, sowie den Behindertensport ausgerichtet sein und dann ist das Sportzentrum aus unserer Sicht prioritär zu behandeln.

Ibrahim al Najjar (SPD) Quelle: SPD Greifswald

Ibrahim All Najjar (SPD): Dass unsere Sportstätten dringend saniert oder neu gebaut werden müssen, steht außer Frage. Diesem Thema werden wir zukünftig mehr Aufmerksamkeit schenken und die maroden Sportstätten nicht länger hinnehmen. Wir müssen endlich damit beginnen, die vorhandenen Pläne in die Tat umzusetzen. Da der Investitionsstau bei den Sportstätten unsere vorhandenen finanziellen Mittel weit übersteigt, ist unser erstes Ziel, den Vereinen eine Förderung über den Landessportbund oder aus anderen Förderprogrammen zu ermöglichen. Die Vereine sollten gemeinsam mit der Verwaltung eine Liste der notwendigen Sanierungen und Neubauten erstellen und dann festlegen, in welcher Reihenfolge diese Liste abgearbeitet wird. Dabei ist auch über die Entwicklung des Philipp-Müller-Stadions zu einem Sportzentrum zu entscheiden. Einen Betrag dafür im Voraus festzulegen, halten wir für falsch.

Mignon Schwenke (Die Linke) Quelle: Die Linke

Mignon Schwenke (Die Linke): Nicht vorrangig aber gleichrangig. Wir haben hier die Chance etwas Neues für die Bevölkerung zu entwickeln. Das bedarf vieler Gespräche mit Vereinen, Sportbund, Anwohnern und eine sorgfältige Planung. Am Ende muss die Bürgerschaft entscheiden, wie viel Geld ihr das wert ist. Darüber dürfen andere Sportstätten aber nicht vernachlässigt werden.

Alexander Krüger (Grüne): Es gibt in Greifswald eine stark ansteigende Nachfrage an Sportflächen für diverse Sportarten. Daher wäre das Sportzentrum eine tolle Ergänzung. Für eine sinnvolle Planung des Sportzentrums gehört aber zuerst ein gutes Konzept. Das muss die Stadt gemeinsam mit den Vereinen, dem Stadtsportbund, und im zweiten Schritt auch mit dem Kreis- und dem Landessportbund erarbeiten. Erst dann kann man sich mit der Finanzierung und einer Zeitschiene befassen. Es ist daher nicht zielführend, heute schon die „Millionenfrage“ zu stellen. Das Projekt kann nur gelingen, wenn sich Landessportbund, Land, Kreis und Stadt an den Kosten beteiligen.

Stephan Gielow (Bürgerliste Greifswald) Quelle: Thomas Meyer

Stephan Gielow (Bürgerliste): Nach jahrelangem Stillstand ist eine sportliche Entwicklung des Areals überfällig. Unerlässlich ist gemeinsames Handeln aller Vereine und der Stadt zur Planung, Finanzierung und Umsetzung. Ohne Sponsoren und eine starke Hilfe des Landes wird es nicht gehen!

Luca Piwodda (Freiparlamentarische Allianz): Wir würden ein Sportzentrum am Müllerstadium begrüßen. Bei der Gestaltung dieses Projekts müssen Möglichkeiten geschaffen werden, um es für die ganze Bevölkerung zugänglich zu machen. Die bisherige Arbeitsgruppe zwischen der Stadt und den Vereinen sollte beibehalten werden, denn nur so kann eine erfolgreiche Kommunikation gelingen. Die Stadt Greifswald sollte weiterhin eine finanzielle Unterstützung leisten, auch wenn es einen Beitrag in Millionenhöhe im Haushalt einnimmt. Diese Summe muss langfristig auf die Stadtfinanzen verteilt werden, sodass die Vereine nicht zu sehr belastet werden.

Michael Steiger (Alternative Liste) Quelle: Alternative Liste

Michael Steiger (Alternative Liste): Ein Sportzentrum in der Wolgaster Straße wäre eine tolle Sache. Wir denken allerdings, dass es bereits einige Fußballplätze in Greifswald gibt. Deswegen wäre es uns wichtig dort Sportarten ein Zuhause zu geben, die bisher sonst keine Möglichkeiten haben ihren Sport in Greifswald auszuüben. Dies könnten zum Beispiel Ultimate Frisbee, Rugby, Football, Lacrosse oder Jugger sein. In jedem Fall ist in Zusammenarbeit mit dem Sportbund der Hansestadt Greifswald einen transparenten Bürgerbeteiligungsprozess auf den Weg zubringen um mit den späteren Nutzer*innenn zusammen festzustellen was genau benötigt wird. Die vorhandenen Sportangebote sollten dabei sinnvoll um Neue erweitert werden. Dieser Prozess ist zusammen mit dem Landessportbund durchzuführen, sodass ein neues Sportzentrum von Seiten des LSB eine maximale Förderung zugesprochen werden kann. Selbstverständlich sollten andere Fördermöglichkeiten mit in das Projekt einbezogen werden. Auch könnten die späteren Nutzer*innen mittels Crowdfunding-Kampagnen oder Förderanträgen bei Stiftungen, zu einem Teil die Finanzierung mit unterstützen. Wir gehen davon aus, dass unter Einbeziehung der o.g. Fördermöglichkeiten mit 400.000 Euro aus dem Städtischen Haushalt viele neue Sportangebote in Greifswald ihren Platz finden könnten.

Thomas Kerl (AfD) Quelle: AfD VG

Thomas Kerl (AfD): Vorrangig ist die Modernisierung des Volkstadions, dieses ist bereits ein Sportzentrum. Der Bedarf zum Umbau des Müllerstadions in ein Sportzentrum muss erst ermittelt werden und hat in Anbetracht der Möglichkeiten im Volkstadion definitiv keine Priorität. Dennoch sollte das Phillip Müller Stadion langfristig erhalten werden und finanzierbare Konzepte entwickelt werden.

Sebastian Adler (FDP)

Sebastian Adler (FDP). Quelle: FDP

: Wir sprechen uns für ein echtes Sportzentrum für Leichtathletik und den Breitensport aus. Außerhalb des Volksstadions muss es für alle Sportlerinnen und Sportler möglich sein auch anderen Sportarten außer Fußball nachzugehen. Ein solches Sportzentrum ist unbezahlbar.

Gamal Khalil wird zur CDU-Mitglied Quelle: HGW

Gamal Khalil (CDU): Die Vision eines Sportzentrums, und weitergedacht eines Sport- und Freizeitraumes, muss gelebt werden. Für Greifswald wäre dies eine tolle Sache, „Jung und Alt“ gemeinsam auf einer Fläche in Sport und Freizeit zu vereinen. Wir hätten als Stadt ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region. Die Realisierung eines Sportzentrums würden wir im Rahmen des finanziell Machbaren fördern.

Brauchen wir wieder ein Sportamt und einen Sportausschuss?

Heiko Jaap (Kompetenz für Vorpommern): Ein Sportausschuss ist nötig, damit die vielen Probleme der Sportler und ihrer Vereine, bspw. zu Nutzungszeiten, Investitions- und Unterhaltungskosten etc. mit wenig Aufwand zu Gehör der Bürgerschaft gebracht und Beschlussvorlagen vorbereitet werden können. Ein gesondertes Sportamt ist wegen der damit verbundenen erheblichen Kosten nicht erforderlich. Es genügen ein oder besser zwei konkret zuständige Ansprechpartner in der Verwaltung für die Sportler und Ihre Vereine sowie den einzurichtenden Sportausschuss, der deren Tätigkeit auch überwachen und eventuelle Missstände mit der Verwaltungsspitze klären und Abhilfe schaffen soll.

Jana Neuhaus (Tierschutzpartei): Die Wiedereinrichtung eines eigenen Sportausschusses ist angesichts der zahlreichen Sporttreibenden in unserer Stadt und konkreten größeren Projekten eine unumgängliche Maßnahme. Das Amt für Bildung, Kultur und Sport kann bei Bedarf personell gestärkt werden und mit den fachlich geschulten VertreterInnen der Sportszene zusammenarbeiten.

Ibrahim Al Najjar (SPD): Rund 12.500 Greifswalder sind in mehr als 100 verschiedenen Sportvereinen organisiert und üben 50 unterschiedliche Sportarten aus, das sind 23 % der Bevölkerung. In keiner anderen Stadt, in keinem Kreis des Landes Mecklenburg Vorpommerns sind so viele Menschen sportlich organisiert, deswegen wäre ein eigener Sportausschuss hilfreich, damit man sich Politik und Sport beraten und austauschen können, ein eigenes Sportamt ist, wie die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, unnötig.

Mignon Schwenke (Die Linke): Wir benötigen vor allem wieder Stellen in der Verwaltung, die sich ausschließlich um sportliche Belange kümmern und dies nicht „nebenbei“ mit erledigen. Ein eigenes Amt braucht es dann nicht unbedingt. Die neue integrierte Sportentwicklungsplanung können wir mit einem eigenständigen Sportausschuss am besten umsetzen.

Alexander Krüger (Grüne): Der Sportausschuss ist eine gute Schnittstelle zwischen Politik, Stadt, Sportbund der Universitäts und Hansestadt Greifswald und den Vereinen. Diese Kommunikation fand bisher auf Augenhöhe und mit viel Engagement der Ehrenämtler statt. Den Bedarf für eine eigenes Sportamt sehen wir nicht, wohl aber den für eine eigene Fachabteilung, die alle Anliegen des Sports bearbeitet, so dass die notwendigen Aufgaben in einer Hand bleiben und nicht wie bisher auf verschiedene Ämter verteilt sind.

Stephan Gielow (Bürgerliste): Die Zusammenführung der Themenschwerpunkte von Sport, Jugend und Soziales hat sich seit der Kreisgebietsreform bewährt! Dem hohen Stellenwert des Sportes trägt die Arbeit dieses Ausschusses jederzeit Rechnung. Wir setzen uns dafür ein, dass die Verwaltung personell und finanziell in der Lage ist, die Sportstätten der Stadt effektiv und nachhaltig zu bewirtschaften.

Luca Piwodda (FPA): In der bisherigen Verwaltungsgliederung existiert ein Amt für Bildung, Kultur und Sport. Wir finden, dass hierbei zu viele Kompetenzen unter einem Dach vereint sind. Ein eigenständiges Amt für Sport zusätzlich zum Amt für Bildung und Kultur wäre daher wünschenswert, wenn die damit verbundenen hohen Kosten sowie der logistische Aufwand tragbar wären. Der aktuelle Ausschuss für Sport, Soziales und Jugend sollte erhalten bleiben, denn in seiner Funktionalität und Wirkkraft ist er genau richtig.

Thomas Kerl (Alternative für Deutschland): Gremien bzw. Ausschüsse sind in einer sportbegeisterten Stadt wie Greifswald geeignete Möglichkeiten den Kontakt zu den Vereinen zu halten und ihre Bedürfnisse zu ermitteln. Im Ausschuss für Sport, Jugend und Soziales ist dafür ausreichend. Zudem haben wir den Kreis- und Stadtsportbund.

Sebastian Adler (FDP): Sport ist ein wichtiger und großer Bestandteil unserer Stadt. Ein eigenes Sportamt würde insbesondere den vielen Ehrenamtlichen Sportlern und Vereinsmitgliedern große Entlastung verschaffen und das Ehrenamt stärken. Ein Sportausschuss der alle Interessen der Vereine bündelt und in einem Gesamtkonzept zur Sportförderung begleitet ist wünschenswert.

Gamal Khalil (CDU): Ja. Ein Sportausschuss, der die Interessen der Sporttreibenden vertritt, wird dringend benötigt. Gerade in Fragen der Sportinfrastruktur, der Sanierung und des Neubaus von Sportstätten gibt es sehr viel Regelungsbedarf für unsere Greifswalder Sportler. Vereine, die kommunale Sportflächen gepachtet haben, brauchen eine Anlaufstelle im politischen Raum, die sich ihrer Sorgen annimmt.

Unterstützen Sie die Pläne für eine Eislaufhalle?

Heiko Jaap (KfV): Wir haben schon immer die Einrichtung einer Eislaufbahn unterstützt, nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, konnten uns damit aber leider nicht durchsetzen. Die Kosten für den Bau einer Halle zum Eislaufen erachten wir aber derzeit als durch die Stadt nicht finanzierbar, so schön das auch für Greifswald wäre. Denkbar wären Anreize für einen eventuellen privaten Investor, bspw. durch eine preisgünstige Zurverfügungstellung von Flächen und eine kostenlose Einbindung in das Stadtmarketing. Es müsste auch eine ganzjährige Nutzung in den wärmeren Jahreszeiten ggf. durch andere Sportarten sichergestellt werden. Sobald sich Eis- und andere Sportvereine in einer privat finanzierten Halle etabliert haben, könnte zur Unterstützung auch über eine Einbindung in die Sportförderrichtlinie der Stadt nachgedacht werden.

Jana Neuhaus (Tierschutzpartei): Eine Halle, die im Winterbetrieb für Eissportarten verwendet werden kann und im Sommer bspw. für Rollsportarten, halten für sehr sinnvoll und etwa im Rahmen eines künftigen Sportzentrums auch für machbar. Voraussetzung ist, dass der Energieverbrauch moderat ist und die Halle klimaneutral betrieben wird. Eine ganzjährige Eissporthalle in Greifswald halten wir eher für unrealisierbar, sehen aber Bedarf für eine Multifunktionshalle.

Ibrahim Al Najjar (SPD): Eine Eislaufhalle wäre ohne Zweifel ein großer Gewinn für Greifswald und die alljährlichen Diskussionen um eine Eislaufbahn im Rahmen des Weihnachtsmarktes zeigen auch das Interesse der Bevölkerung. Aber in Anbetracht der vorhandenen finanziellen Mittel und des Investitions- und Reparaturstaus bei den Sportstätten, ist eine Unterstützung in den nächsten Jahren nicht erreichbar. Es sei denn, die Sportvereine nehmen im Zuge der von ihnen festzulegenden Reihenfolge eine andere Einordnung vor. Eine Eislaufhalle bedeutet eine große Investition für die Stadt. Sie sollte dann auch von Vereinen für eine Ausweitung des Sportangebotes in Greifswald genutzt werden, z.B. für Eishockey.

Mignon Schwenke (Linke): Eine eigenständige Halle wäre Luxus. Wir halten sie nicht für notwendig. Wir sollten uns aber Gedanken machen, wo und wie wir im Winter eine Fläche vereisen können.

Alexander Krüger (Grüne): Selbstverständlich hätten wir auch gern Möglichkeiten zum Eislaufen in Greifswald. Eine Halle dafür zu errichten und sie kommunal zu betreiben, wäre aber sehr teuer und dieses Geld sollte doch besser in bestehende Sportstätten investiert werden. Wenn sich ein Betreiber findet, der das klimaneutral hinbekommt, die Kosten unter den derzeitigen Bedingungen selbst tragen kann, und es einen geeigneten Ort gibt, wäre eine Unterstützung nicht auszuschließen.

Stephan Gielow (Bürgerliste): Die Stadt sollte eine geeignete Fläche bereitstellen. Es ist aber nicht unbedingt Aufgabe der Stadt die Eislaufhalle zu bauen und zu betreiben.

Luca Piwodda (FPA): Zu den genauen Plänen der Umsetzung ist ein regelmäßiger Dialog der Bürgerschaft mit der Initiative zur Eislaufhalle notwendig. Derzeit nehmen jedoch andere sportliche Großprojekte wie das Sportzentrum am Müllerstadion bereits hohe finanzielle Kapazitäten ein, der gesamte Stadthaushalt kann auch nicht für Sport ausgegeben werden. Der regelmäßige Dialog ist dennoch wichtig, denn eventuell lassen sich gemeinsam private Träger finden, die in der Planung, Finanzierung und Durchführung des Projekts mitwirken. Wenn es gelingt, einen stabilen Plan aufzustellen, könnte die Stadt bei Bedarf die restlichen Anteile dazugeben.

Michael Steiger (Alternative Liste): Wir laufen gerne Schlittschuh, noch lieber spielen wir Eishockey, aber wer schon einmal einen eiskalten Wintertag auf dem Ryck oder auf der Ostsee verbracht hat, weiß das kann keine Halle toppen. Als Masterplan-Kommune hat sich die Hansestadt Greifswald dazu verpflichtet, die Treibhausgase und den Umsatz von Endenergie massiv zu verringern. Darum lassen Sie uns die Dinge reduzieren die das Klima negativ beeinflussen, wie z.B, eine Eislaufhalle. Sonst können wir den Winterspaß bald ganz abschreiben.

Sebastian Adler (FDP): Eine Eislaufhalle werden wir gerne unterstützen, wenn es ein tragfähiges Betreiberkonzept gibt. Das Sportzentrum am Müller-Stadion hat für uns jedoch Priorität. Im übrigen sprechen wir uns weiterhin für eine Eislaufbahn auf dem Weihnachtsmarkt aus.

Gamal Khalil (CDU): Generell ist die Idee interessant und würde der Hansestadt Greifswald gut zu Gesichte stehen. Der sportliche Bereich und auch der Freizeitbereich dieser Sportler würden aufgewertet werden. In der Region hätten wir ein Alleinstellungsmerkmal, wobei die finanzielle Priorität derzeit auf andere Sportstätten zu richten ist, wie unser Volksstadion, Sporthalle IV, ist.

Welche Priorität hat das Wassersportzentrum in Wieck?

Heiko Jaap (KfV): Der Wassersport hat in Greifswald eine sehr hohe Priorität. Wir haben uns im vergangenen Jahr sehr erfolgreich für den traditionsreichen Ruderclub „Hilda“ eingesetzt. Wir sehen für die einzelnen Sportler und deren Vereine jedoch keinen Vorteil in einem zentralen Wassersportzentrum – und dann auch noch in Wieck. Das mit einem Zentrum verbundene erheblich gesteigerte Verkehrsaufkommen würde die Bürger in Wieck erheblich belasten und auch für die Sportler aufgrund weiterer Wege nachteilig sein. Wir setzen auf die Stärkung dezentraler Wassersporteinrichtungen, wie diese bisher bestehen.

Jana Neuhaus (Tierschutzpartei): Eine Große. Der nahe Bodden macht einen Großteil der Lebensqualität und Attraktivität für Einheimische und Urlauber aus. Anliegerplätze sind leider rar geworden, was im Rahmen eines solchen Wassersportzentrums angegangen werden muss. Eine Regattastrecke wäre eine der weiteren Ideen. So ein großes Projekt wie das Wassersportzentrum soll jedoch gut durchdacht und mit möglichst viel Bürgerbeteiligung und Fachkompetenz umgesetzt werden. In der Bürgerschaft werden wir selbstredend die Umweltaspekte eines solchen Projekts ins Auge fassen.

Ibrahim Al Najjar (SPD): Südmole und Strandbad Eldena sind für Greifswalder und Touristen offen und stellen gleichzeitig für die angestammten Wassersport- und Strandbadnutzer eine attraktive Wirkungsstätte dar. Ein Wassersportzentrum wäre ein guter Anfang das Gebiet touristisch und sportlich aufzuwerten, denn das Gebiet um die Südmole muss alleine wegen seiner geographischen Lage ein Aushängeschild für Greifswald werden. Deswegen können wir uns auch vorstellen, dass das Segelschulschiff „Greif“ einen Liegeplatz an der Spitze der Mole bekommt.

Mignon Schwenke (Linke): Wassersport gehört mit zur DNA der Stadt. Dafür müssen wir gute Bedingungen schaffen. Das Wassersportzentrum wäre ein echter Meilenstein. Der Planungsprozess dazu braucht daher mehr Schwung.

Alexander Krüger (Grüne): Das Wassersportzentrum in Wieck ist von besonderer Bedeutung, da es eng mit den Planungen zur Südmole verzahnt ist. Es muß deshalb in einem übergeordneten Gesamtkonzept betrachtet werden. Darüberhinaus kommt ihm die gleiche Bedeutung wie anderen Sportbereichen zu. Aus unserer Sicht muss jeder Sport gefördert werden, ob es nun Breiten-, Nischen- oder Wettkampfsport ist. In einer maritimen Stadt wie Greifswald begrüßen wir natürlich jedes Bestreben, welches auch die Wassersportarten fördert.

Stephan Gielow (Bürgerliste): Vielfältiger Wassersport ist ein Greifswalder Alleinstellungsmerkmal. Den jungen Seglern und Kanuten fehlt ein Trainingsstützpunkt an der Südmole. Für den Kinder- und Jugendsport und den studentischen Segelsport ist das Zentrum dringend notwendig. Die Vereine brauchen langfristige Pachtverträge, um Landesfördermittel beantragen zu können.

Luca Piwodda (FPA): Das Wassersportzentrum in Wieck besitzt eine große Bedeutung. Da die dortigen Aktivitäten mit dem Sportangebot der Universität verbunden sind, wurden zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für junge Menschen geschaffen. Greifswald befindet sich am Bodden und ist überdies Hansestadt - die Nähe zum Wasser prägt unsere Stadt, das soll und muss sich auch in den Freizeitaktivitäten sowie in der Kulturgestaltung wiederspiegeln.

Michael Steiger (Alternative Liste): Als Stadt am Wasser ist es selbstverständlich Toll wenn es auch Wassersport Angebote gibt. Wir sollten diese so Fördern das alle Menschen, die möchten daran Teilnehmen können, weil zum Beispiel eine gemeinsame Segel-Freizeit die Integration von Menschen die Neu in der Stadt sind, sehr fördern kann. Wir würden uns freuen ,wenn alle Menschen die in Greifswald zur Schule gehen eine Klassenfahrt auf unserem Segelschiff Greif erleben könnten.

Thomas Kerl (AfD): Wir sind eine Stadt am Meer und sollten diesen Bonus unbedingt nutzen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, von welchem wir großen Nutzen ziehen können.

Sebastian Adler (FDP): Das Wassersportzentrum in Weck steht in der Priorität hinter dem Sportzentrum am Müller-Stadion aber noch vor einer Eislaufhalle. Am Ende hängt es, wie immer, an der Finanzierung der vorhaben und den Beteiligten, die die Konzepte tragen.

Gamal Khalil (CDU): Die jetzige Situation in WieckSüdmole“ ist für unsere maritimen Sportvereine angespannt. Diese wollen gerne selbst das Zepter in die Hand nehmen, werden aber durch planungsrechtliche Entscheidungen der Stadt ausgebremst. Hier müssen wir im Einvernehmen mit den Vereinen den Fuß von der Bremse nehmen und zeitnahe Lösungen erarbeiten. Die Priorität, also die Unterstützung unserer dort ansässigen maritimen Sportvereine als sog. Wassersportzentrum, ist für uns hoch.

Eckhard Oberdörfer

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