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Greifswald Neue Strecke erfreut Greifswalder Läufer
Vorpommern Greifswald Neue Strecke erfreut Greifswalder Läufer
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17:30 31.12.2018
Start zum Silvesterlauf vor dem Greifswalder Volksstadion Quelle: Anne Ziebarth
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Greifswald

Rund 100 Läuferinnen und Läufer trotzten am Montag den kühlen Temperaturen und starteten zum traditionellen Silvesterlauf durch die Stadt. Für die jüngeren Läufer galt es die Meile, das sind etwa 1,6 Kilometer, zu bewältigen, die Großen starteten über 6,4 Kilometer. Die Streckenführung musste in diesem Jahr leicht verändert werden, die Baustelle am Ketscherinbach war Schuld. Die Änderung kam bei den Läufern gut an: Überall gab es nur Lob, schließlich wurde so die Querung der Koitenhäger Landstraße vermieden. „Die Strecke ist sauber und vor allem auch nicht zu matschig“, stellte Mitorganisatorin Heike Kemmler vom SGG vor dem Start zufrieden fest. „Das ist insbesondere bei der Passage am Treidelpfad entlang immer ganz wichtig.“

Er war der Schnellste: Friedrich Subklew aus Greifswald Quelle: Anne Ziebarth

Schnellster wurde schließlich Friedrich Subklew aus Greifswald, knapp dahinter kamen Moritz Schmidt aus Erfurt und Lokalmatador Jan-Henrik Lange ins Ziel. Bei den Frauen setzte sich Katrin Bemowski durch. Weitere Ergebnisse und Zeiten werden auf der Internetseite des Vereins veröffentlicht. Doch Zeit hin, Zeit her - das Mitmachen und die gesellige Atmosphäre war den meisten Teilnehmern das Wichtigste.

Klaus Straubing aus Wackerow auf dem Weg zum Start. Quelle: Anne Ziebarth

„Auf Zeiten kommt es hier nicht an“, meinte auch Klaus Straubing aus Wackerow. „Hier geht es darum, einen schönen Ausklang des Jahres zu genießen. Man kennt sich und die Stimmung ist viel besser als beim Rügenbrückenlauf zum Beispiel.“ Der 66-Jährige läuft seit den 1980er Jahren regelmäßig seine Runden. „Ich habe aufgehört zu Rauchen. Und irgendwas musste man dann ja tun, um nicht zuzunehmen“, erinnert er sich und schmunzelt. „Mit dem Laufen begonnen habe ich übrigens hier in der Pappelallee. Heute laufe ich am liebsten in Wackerow, fahre aber auch viel Fahrrad.“ Topfit ging auch Torben Ohlrich an den Start. Neben Laufen und Drachenbootfahren zieht er auch im Schwimmbad häufig seine Bahnen. „Das hat auch berufliche Gründe“, erklärt der 18-Jährige. „Ich bin Polizeikommissaranwärter und da gehört Sport dazu.“ Am Montag hatte er sich aber bescheidene Ziele gesteckt. „Immer ein Stückchen besser und schneller als im vergangenen Jahr“, fasste er zusammen.

Der Start über die Strecke 1,6 Kilometer wurde furios angegangen Quelle: Anne Ziebarth

Völlig unbescheiden hingegen stürmten die Kinder beim Start über die 1,6 Kilometer-Strecke los. Nach einer großen Runde um das Volksstadion gab es bei den meisten anschließend überglückliche Gesichter. Zum Teil wegen der Pfannkuchen, die die Veranstalter für jeden Starter bereitgestellt hatten, sicherlich aber auch wegen der eigens geschriebenen Urkunden für die Nachwuchsläufer. „Ich bin gut durchgekommen“, vermeldete Charlotte Kramer (9) aus Berlin. „Ein bisschen anstrengend war es, aber schön“. Auch die Geschwister Cosmo (6) und Clemens (3) waren mit am Start, später am Abend ging es für die ganze Familie dann nach Lubmin zum große Feuerwerk.

Jörg Scheffelke beim Silvesterlauf Greifswald Quelle: Anne Ziebarth

Er stand zwar am Rand der Strecke, war aber trotzdem immer mittendrin. Jörg Scheffelke gehört zu den Gesichtern im Greifswalder Sport, die wohl jeder kennt. Er hat vor mittlerweile 43 Jahren den ersten Silvesterlauf aus der Taufe gehoben. „Angefangen haben Kalli Holze und ich mit einer ganz kleinen Teilnehmerzahl“, erinnert sich der 77-Jährige. „Aber die Idee war geboren und hat sich ständig weiterentwickelt.“ Damals startete der Lauf noch am Philipp-Müller-Stadion und führte am Ryck entlang bis nach Eldena. Es habe sich zwar vieles verändert, meint Scheffelke, allein schon was das Equipment angeht. „Aber trainieren und laufen –das muss man heute genauso wie früher.“ Zwar ist er heute nicht mehr auf der Strecke unterwegs, sportlich ist er aber immer noch. „Kraftsport und Fahrradfahren“, zählt er auf. „Wer weiß? Vielleicht steige ich ja zum Jubiläumslauf noch mal ein.“

Läufer aller Altersklassen trafen sich im Volksstadion zur schnellen Runde durch die Stadt

OZ

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