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Greifswald Über 100000 Besucher im Heimattierpark
Vorpommern Greifswald Über 100000 Besucher im Heimattierpark
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15:48 27.01.2019
Tierparkchefin Heidi Schönherr und Zootierlehrerin Julia Großer bei den Ponys. Quelle: foto: Petra Hase
Greifswald

Klein, aber fein: Der Heimattierpark Greifswald erfreut sich bei Einheimischen und Gästen zunehmender Beliebtheit. „Im vergangenen Jahr konnten wir erstmals die Rekordmarke von 100 000 Besuchern knacken“, sagt Tierparkchefin Heidi Schönherr mit strahlendem Blick und fügt hinzu: „Ganz genau waren es 10 1722.“ Zum Vergleich: 2017 zählte die Freizeiteinrichtung 90 800 Besucher. Wobei auch diese Zahl ein beachtliches Ergebnis war, denn der Park musste im März aufgrund der Vogelgrippe zeitweise schließen. „Im vorigen Jahr kam uns natürlich auch der tolle Sommer entgegen, der viele Besucher zu uns lockte“, sagt Schönherr. Die Statistik verrate außerdem, dass ein großer Teil der Besucher nicht aus Greifswald stammt: „54 Prozent unserer Gäste legten Wege von über 50 Kilometern zu uns zurück“, berichtet sie.

Um für Greifswalder und Touristen noch attraktiver zu werden, hat der Heimattierpark in diesem Jahr eine ganze Latte von Vorhaben auf seiner Agenda. „Zurzeit laufen mehrere große Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Millionen Euro, darunter für das deutsch-polnische Kooperationsprogramm Interreg. Partner ist dabei Swinemünde“, sagt Heidi Schönherr. Schon seit Jahren bemüht sie sich, in dieses Programm aufgenommen zu werden, um mit Hilfe der europäischen Gelder den Schwanenteich zu renaturieren. Doch erst 2018 konnten dafür die entscheidenden Weichen gestellt werden. „Unser Antrag wurde als förderfähig angenommen. Im März fällt die Entscheidung. Wir stehen praktisch in den Startlöchern und hoffen auf einen baldigen Baubeginn“, so Schönherr. Das gesamte Projekt habe ein Investitionsvolumen von rund 833 000 Euro. 707 000 Euro könnten gefördert werden. Die Hansestadt Greifswald sicherte einen Zuschuss für die notwendigen Eigenmittel zu, vorausgesetzt, die Fördermittel fließen auch wirklich.

Hängebrücke, Kinderbauernhof und Baumwipfelpad geplant

Ziel sei es, mit dem Geld nicht nur den Teich zu sanieren, sondern weitere Sinnes- und Erlebnisstationen am Rundweg zu schaffen sowie eine Hängebrücke über das Gewässer zu bauen. Auch ein Baumwipfelpfad sei geplant.

Das Greifswalder Projekt habe übrigens große Parallelen zu dem Swinemünder Vorhaben. Die polnischen Partner, so Schönherr, planen eine Aufwertung des Kurparks. Dabei handele es sich um ein wertvolles Feuchtbiotop mit Wasserläufen, der in Zukunft verstärkt dem Naturtourismus dienen soll.

Cheftierpfleger Frank Tetzlaff im neuen Gehege für die Lisztaffen und andere Südamerikaner. Quelle: Petra Hase

Ein zweites großes Vorhaben im Greifswalder Tierpark mit seinen rund 3,6 Hektar sei die Gestaltung eines Kinderbauernhofes auf dem Areal der ehemaligen Sumpfbiberanlage. Das Investitionsvolumen des beim Wirtschaftsministerium eingereichten Förderantrags beziffert Heidi Schönherr mit knapp 540 000 Euro. Die alte Stallanlage, in der schon jetzt Esel, Ponys, Ziegen, Schafe und andere Haustiere leben, soll überbaut und vergrößert werden. „Wie wollen die Stallanlage für Besucher begehbar gestalten, um auch hier einen noch besseren Kontakt zu den Tieren zu ermöglichen“, erklärt die Tierparkchefin. Außerdem sei geplant, im Obergeschoss Räume für einen Kurzzeitaufenthalt für Familien herzurichten. „Wir hoffen auf eine 60-prozentige Förderung oder auch mehr“, sagt Schönherr. Der zum Kinderbauernhof dazugehörige Dunglagerplatz konnte bereits Ende vorigen Jahres mit Hilfe des Vorpommernfonds fertiggestellt werden. 17 500 Euro habe der Tierpark dafür erhalten, zeigt sich Schönherr dankbar. Auch solche Investitionen seien notwendig, wenngleich die Öffentlichkeit davon eher wenig profitiere.

Die Wasserschweine haben Nachwuchs: Silvester sind Zwillinge geboren! Quelle: Petra Hase

Anders verhält es sich mit dem neuen Domizil der Lisztaffen, das kurz vor der Vollendung steht. Herzstück bilde ein alter Bungalow, den die Alther Pumpen GmbH dem Tierpark schenkte. Tierparkmitarbeiter unter Leitung von Cheftierpfleger Frank Tetzlaff bauten das Objekt in den vergangenen Wochen liebevoll um und aus, so dass es den Tieren dort an nichts fehlen werde und sie zudem über ein schön gestaltetes Freigehege mit reichlich Klettermöglichkeiten verfügen.

Lisztaffen bekommen Gefährten aus Südamerika

„Offiziell weihen wir die neue Anlage erst zum Osterfest ein“, sagt Tetzlaff und verrät, dass dort nicht nur die Lisztaffen einziehen sollen. Auch Nagetiere mit dem ungewöhnlichen Namen Dunkelrückenagutis sowie Bronzeflügelkibitze und Rotschulterenten sollen in der Anlage heimisch werden. „Das sind alles Südamerikaner“, sagt Frank Tetzlaff und hofft, damit eine gute Auswahl getroffen zu haben.

Auch bei den Stachelschweinen gibt es Nachwuchs. Quelle: Petra Hase

Bereits im vorigen Jahr konnte der Heimattierpark eine neue Entenscheune fertigstellen. „Dabei handelt es sich um das ehemalige Heu- und Strohlager, das dem Wassergeflügel künftig als Quarantänestation dienen soll, kommt es wieder einmal zum Ausbruch der Vogelgrippe“, sagt Heidi Schönherr. Zudem freue sie sich, dass neben dem Tierparkcafé das neue Streichelgehege für Kaninchen fertiggestellt werden konnte. Trinken Mama und Papa einen Kaffee, kann der Nachwuchs die putzigen Langohren beobachten.

Petra Hase

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