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Greifswald Greifswalder sammeln drei Tonnen Müll
Vorpommern Greifswald Greifswalder sammeln drei Tonnen Müll
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06:00 25.03.2018
An der Fleischerwiese wurde besonders viel Müll gesammelt. Zum Team gehörten (v.l.): Falko Roedel, Jannis (9), Laurenz (8), Christoph Völlm, Kathrin, Gabriele Uhl, Julia-Anne Feldmeier mit Karl (1) und Christian Krüger. Der zehn Tonnen fassende Container war um 12 Uhr randvol gefüllt. Quelle: Degrassi Katharina
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Greifswald

Plastik, Styropor, kaputte Flaschen, Fahrradteile, Verpackung, Tetra Packs und sogar benutzte Windeln – Insgesamt kamen knapp drei Tonnen Müll zusammen. Mehr als 100 Greifswalder machten am Sonnabend beim stadtweiten Frühjahrsputz mit. Die Greifswald Marketing GmbH hatte die Aktion organisiert. Dabei fanden sich auch einige Kuriositäten an. „Es wurde ein Endschalldämpfer gefunden und auch Überreste eines alten Liegesessels“, sagt Tobias Reppin von der Greifswald Marketing GmbH.

Beim stadtweiten Frühjahrsputz „Greifswald räumt auf“ sammelten etlichte Greifswalder Abfälle auf und brachten diese zu den neun Containern, die an zentralen Stellen postiert waren. Dabei tauchten auch einige Kuriositäten auf.

An neun zentralen Stellen im Stadtgebiet standen Müllcontainer bereit. An die freiwilligen Helfer wurden Müllsäcke verteilt. Es beteiligten sich zahlreiche Greifswalder Promis, darunter OB Stefan Fassbinder (Grüne), WVG-Chef Klaus-Peter Adomeit, die WGG-Vorstände Sven Schneidewind und Jürgen Roth, Studentenwerks-Chefin Cornelia Wolf-Körnert und Stadtwerke-Chef Thomas Prauße.

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Die Stadtwerke sponsorten den Container an der Fleischerwiese, der zeitgleich für die europaweite Aktion „Let’s clean up Europe“ registriert war. Ziel der Kampagne ist es, herauszufinden, welche Produkte besonders häufig Parks und Gehwege verschmutzen. „Der Müll, der in unserem Container landet, wird deswegen vorher von einer Mitarbeiterin katalogisiert. Die Daten melden wir dann an die Studie weiter. Wir sind die einzigen in MV, die sich an der Aktion beteiligen“, sagt Thomas Prauße.

Doris Musolff bedauert, dass sich nur wenige Helfer am Ryck eingefunden haben. Entlang des Schilfgürtels sammelte sie mit ihrem Mann und vier weiteren Freiwilligen Unrat aus der Böschung. Das Technische Hilfswerk sowie die Kanuten der Hochschulsportgemeinschaft waren mit Booten auf dem Wasser, um den Schilfgürtel von Plastikabfällen zu befreien. „Wir wohnen in der Nähe des Rycks. Es stört uns, dass überall Dreck herumliegt“, sagt Doris Musolff. Sie ist auch sonst häufiger unterwegs, um Dreck zu sammeln. Ein besonderes Ärgernis ist für sie der viele Hundekot, der auf den Straßen und Gehwegen liegt. „Das ist schlimm in Greifswald. Ich hab nichts gegen Hunde, aber die Besitzer sollen den Hundekot wegmachen“, sagt Musolff.

Ebenfalls am Ryck unterwegs war Michael Pracht. „Wir leben in dieser schönen Stadt. Deswegen bin ich bei dieser Aktion mit dabei. Das ist auch ein pädagogischer Mehrwert für die Kinder.“ Pracht ist Jäger. Ihm ist wichtig, dass Jäger nicht nur als Personen wahrgenommen werden, die Tiere erlegen, sondern vor allem als Menschen, die mit Natur und Umwelt verbunden sind und diese schützen und hegen.

Um Vorbild für ihren Sohn zu sein, ist Sarah Müller beim Frühjahrsputz mit dabei. „Lukas lernt dabei, dass man Dinge nicht achtlos in die Natur werfen soll“, sagt die Mutter, die mit ihrem vierjährigen Sohn im Ostseeviertel und in der Pappelallee unterwegs war. Zum Verschnaufen schaute sie im Nachbarschaftstreff der WGG vorbei, wo es Bockwurst, Kuchen und Getränke für die Helfer gab.

Während der Container im Thälmannring gegen 11 Uhr noch recht leer war, hatten die Freiwilligen in der Fleischerwiese den Müllbehälter bereits randvoll gefüllt. Mehr als 30 Personen beteiligten sich dort am Sammeln. Einer von ihnen ist Michael Schmitt. Er ärgert sich täglich über den Müll, den er in der Unterführung am Bahnhof, am Bahnhof selbst, am Kreisel und in der Osnabrücker Straße sieht. Deswegen war es für ihn keine Frage bei der Müllsammelaktion mitzumachen. „Ich finde die Gemeinschaftsaktion toll. Der Dreck stört mich generell. Als Zoologe bin ich besonders interessiert, dass die Umwelt sauber ist.“ Auch Gabriele Uhl – ebenfalls Zoologin – bedauert, dass bei Exkursionen des Instituts am Teich die Teilnehmer immer wieder durch Müll gehen müssen. Den stadtweiten Frühjahrsputz findet sie deswegen „eine schöne Sache“.

Degrassi Katharina

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