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Greifswald Greifswalderin erfüllte sich ihren Traum vom eigenen Unternehmen
Vorpommern Greifswald Greifswalderin erfüllte sich ihren Traum vom eigenen Unternehmen
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07:57 04.04.2019
Elisabeth Möbius hat sich vor drei Jahren in Greifswald selbstständig gemacht. Quelle: Christin Lachmann
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Greifswald

Elisabeth Möbius hat es gewagt: Vor drei Jahren machte sich die heute 31-Jährige in der Hansestadt selbstständig. Die Inhaberin der Agentur „Webtimum“ hat sich auf Social-Media-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und die Verbesserung von Homepages spezialisiert.

Schon lange habe sie von der Selbstständigkeit geträumt. „Sehr viele haben mir gesagt, dass das sehr mutig ist, aber ich selbst habe das nicht so empfunden.“ An die vielen Botengängen zu Beginn ihrer Selbstständigkeit erinnert sich die Agentur-Inhaberin noch genau. „Ich hatte mit gefühlt tausenden Leuten zu tun und musste vieles beachten. Doch zum Glück hatte ich Unterstützung.“ Diese erhielt sie unter anderem vom Projekt Enterprise MV, das zahlreichen jungen Menschen unter 30 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern dabei geholfen hat, ihr eigenes Unternehmen zu starten. Auch von der Industrie- und Handelskammer habe sie eine gute Hilfestellung bekommen, fügt Möbius an.

Veranstaltung des Frauenbeirates entsprach nicht den Erwartungen der Teilnehmerinnen

Um die Wichtigkeit solcher Unterstützung weiß man auch in der Hansestadt. Zum zweiten Mal organisierte der Frauenbeirat am Dienstagabend die Veranstaltung „Ich mache mich selbstständig! – Wegweiser für Frauen“. Im Fokus stand das Thema Finanzen. Dazu eingeladen waren Michael Haseloff vom Beratungsdienst Geld und Haushalt der Sparkassen-Finanzgruppe sowie Sabine Weigler, Sachverständige im Bereich „Existenzgründung“ beim Finanzamt Greifswald.

Um die angekündigten Inhalten wie finanzielle Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit, Förderungen für Existenzgründerinnen oder die Erstellung eines Businessplans ging es an diesem Abend nicht, was viele Teilnehmerinnen enttäuschte. Stattdessen referierte Erstredner Michael Haseloff darüber, ob Konsum glücklich macht, über den Umgang mit Rabatten und Schnäppchen oder über verschiedene Preistricks.

Dass das nur bedingt ankam, zeigte sich nach den ersten 20 Minuten, als die ersten Teilnehmerinnen die Veranstaltung im Senatssaal des Rathauses verließen. Nach über einer Stunde war der Vortrag beendet. Das Resümee der verbliebenen zehn Teilnehmerinnen fiel gemischt aus. Maria Clauss kam mit der Erwartung, dass es um die Finanzierung einer Selbstständigkeit gehen würde. „Die Leute, die ihn als Redner organisiert haben, hätten sich im Vorfeld besser mit seinem Vortrag auseinandersetzen sollen“, lautete das Urteil der Selbstständigen, die seit 2012 als freiberufliche Übersetzerin tätig ist und als Beraterin des regionalen sozialen Netzwerkes Strela.one arbeitet. „Ein bisschen was kann ich davon für mich auch mitnehmen.“

Der Frauenbeirat veranstaltete das zweite Forum der Reihe „Ich mache mich selbstständig! – Wegweiser für Frauen“. Diese kam nur mäßig bei einigen Teilnehmerinnen an. Quelle: Christin Lachmann

Der Traum eines eigenen Cafés

Auch Alina Bull, die mit der Bahn aus Zinnowitz anreiste, kam mit anderen Erwartungen. Einerseits fand sie die Veranstaltung gut, andererseits ist sie, wie viele andere, nicht ganz auf ihre Kosten gekommen. „Für mich wären Förderungsangebote des Landes und die ersten Schritte in die Selbstständigkeit interessanter gewesen.“ Die 34-Jährige träumt von ihrem eigenen Café auf Usedom. Im Juni soll es soweit sein, die passenden Räumlichkeiten hat sie. Auch Anja Vormann liebäugelt mit einer selbstständigen Tätigkeit. Bei ihr soll es in Richtung Ernährungsberatung, speziell Fastenberatung, gehen. Wichtig für sie wäre eine Art Netzwerk-Veranstaltung, „bei dem bereits selbstständige Frauen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen sprechen.“

Wie wichtig Ansprechpartner und Beratungsstellen für Selbstständige sind, weiß auch Marie Büchler von der Wirtschaftsförderung Vorpommern. Büchler leitet das Projekt „Neue Unternehmer für Vorpommern“. Hierbei werden speziell Menschen aus der Region und aus dem Bundesgebiet zu Betriebsgründungen, zur Unternehmensübernahme und -nachfolge in Vorpommern angesprochen.

„Gründungsinteressierte haben bei uns verschiedenen Möglichkeiten. Hauptsächlich kümmern wir uns um die Weitervermittlung an weitere Ansprechpartner wie die Witento GmbH oder die IHK, die bei einer effektiven Gründung weiterhelfen“, erklärt Büchler. Einen bundesweiten Einblick, wie selbstständige Frauen agieren, gibt der erste Female Founders Monitor, der 2018 vom Start-up-Verband ins Leben gerufen wurde. In einer Analyse heißt es: „Gründerinnen nehmen die Dinge selbst in die Hand, sie gründen häufig allein und kommen ohne große externe Kapitalaufnahmen aus.“

Elisabeth Möbius hat es mit ihrer Selbstständigkeit geschafft, sich in der Hansestadt zu etablieren, auch wenn sie viele überregionale Kunden betreut. Ihre Selbstständigkeit, sagt sie, will sie nicht mehr aufgeben.

Christin Lachmann

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