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Greifswald 2019 steht im Zeichen des Presslufthammers
Vorpommern Greifswald 2019 steht im Zeichen des Presslufthammers
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17:51 09.01.2019
Das wohl größte geplante Verkehrsprojekt 2018: DIe Umgestaltung des Hanseringes Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Im kommenden Jahr müssen sich Autofahrer in Greifswald auf einige Baustellen, Umleitungen und wohl auch Staus gefasst machen. Auf der Agenda der Hansestadt stehen zahlreiche Straßensanierungen. Zu den größten Vorhaben zählen die Umgestaltung des Hanserings, der Umbau der Mühlenstraße und der Ausbau der Kreuzung Makarenkostraße/Ernst-Thälmann-Ring. Eine gute Nachricht vorweg: Die Baustelle an der Koitenhäger Landstraße wird ab heute wieder zweispurig befahrbar sein. Wegen der Bauarbeiten am Ketscherinbach war hier eine Einbahnstraße eingerichtet, es kam zu langen Staus auf den umliegenden Straßen. Für die zweite Spur wurde der Fuß- und Radweg überbaut. Fußgänger und Radfahrer werden über einen Notweg geführt. „Wir hoffen, dass wir damit eine deutlich bessere Verkehrsführung für die Kraftfahrer und den ÖPNV gefunden haben“, so die Bausenatorin Jeannette von Busse.

Hansering: getrennte Bereiche für Fahrzeuge, Radler und Fußgänger

Das Projekt „Umgestaltung des Hanserings“ zur Tempo 30 Zone soll im Mai beginnen. Dann werden die Fahrbahnen der Hauptverkehrsstraße verengt und eigene Verkehrsflächen für Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger geschaffen. Das Projekt war in der Bürgerschaft zuletzt wegen seiner hohen Baukosten kritisiert worden, insgesamt wird der Bau rund 7,5 Millionen Euro kosten, 3,5 Millionen Euro Fördermittel werden bereitgestellt. Getrennt werden die einzelnen Nutzungsbereiche des Hanserings künftig durch eine dreireihige Baumallee, der Fußgängerberich soll im Stil einer Flaniermeile gestaltet werden. Auch die Kaikante selbst wird in dem Zuge mitsaniert. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 2021 dauern und mit erheblichen Verkehreinschränkungen verbunden sein. Derzeit sind rund 15 000 Fahrzeuge täglich auf dem Hansering unterwegs, Autofahrer sollen wenn möglich auf die Ortsumgehung ausweichen, die Verkehrsplanungen für Umleitungen laufen noch.

Mühlenstraße: Zu laut und rutschig

Die Mühlenstraßee zwischen Markt bis zum Mühlentor wird neu gestaltet und mit entsprechend breiten Gehwegen ausgestattet. Sie soll weiterhin als Fahrradstraße mit zugelassenem Kfz-Verkehr ausgewiesen werden. Hinzu kommen eine neue Beleuchtung, Fahrradbügel und Bänke. Quelle: Anne Ziebarth

Ebenfalls im Frühjahr sollen die Bauarbeiten für die rund 210 Meter lange Mühlenstraße in der Altstadt beginnen. Diese ist in keinem guten Zustand und wird den Ansprüchen ihrer Nutzer nicht mehr gerecht: so sind die Gehwege nach Einschätzung der Stadt teilweise abschüssig und zu schmal, Fußgänger müssten immer wieder auf die Fahrbahn ausweichen. Insbesondere bei Regenwetter geraten Radfahrer hier wegen des Kupferschlacke-Pflaster ins Rutschen. Und der zulässige Lärmpegel wird auch überschritten. Doch das soll bald der Vergangenheit angehören. In dem auch mithilfe von Städtebaufördermitteln finanzierten Projekt soll die Mühlenstraße eine neue Oberfläche bekommen und mit breiten Gehwegen versehen werden. Für mehr Komfort am Abend werden in diesem Zusammenhang auch eine neue Straßenbeleuchtung und Bänke installiert. Verkehrsrechtlich soll sich am Status der Straße aber nichts ändern. Sie soll weiterhin als Fahrradstraße mit in Ausnahmefällen zugelassenem Autoverkehr ausgewiesen werden. Die Arbeiten sollen circa sieben Monate dauern.

Ausbau der Kreuzung Makarenkostraße/Thälmann-Ring

Voraussichtlich im Herbst kann mit dieser vieldiskutierten Baumaßnahme begonnen werden: Dem Ausbau der Kreuzung Makarenkstraße/Ernst-Thälmann-Ring zum dreiarmigen Knotenpunkt. Weil sich zwei Schulen in unmittelbarer Nähe befinden, standen die Belange der zahlreichen Schüler – zum einen als Fußgänger, aber auch als Radfahrer oder Nutzer der ÖPNV, im Fokus. Zuletzt wurde in den Ausschüssen und der Bürgerschaft erbittert um die Ausgestaltung der Wege für Radfahrer gestritten, der Forderung nach abgetrennten Radwegen konnte die Verwaltung nicht erfüllen. Diese seien in Tempo 30 Zonen nicht erlaubt, hieß es. Der gesamte Bereich wird barrierefrei gestaltet. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll im gesamten Bereich eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Zur Attraktivität der Straße sollen Bänke, aber auch ein begrünter Mittelstreifen, Strauchrabatten und Frühblüher beitragen. Die Baukosten betragen rund 1,7 Millionen Euro.

Neuer Kreisverkehr an der Lomonossowallee

Der Verkehrsknotenpunkt Dubnaring/Lomonossowallee soll durch einen Kreisverkehr übersichtlicher werden. Quelle: Anne Ziebarth

Auch der ungünstigen Verkehrsführung an der Kreuzung Lomonossowallee/Dubnaring/Einsteinstraße haben sich die Verkehrsplaner der Hansestadt vorgenommen. Hier soll vermutlich ab der 2. Jahreshälfte ein rund 30 Meter großer Kreisverkehr entstehen, der die unübersichtliche Abbiegesituation auf die sehr breite Lomonossowallee entschärfen soll. Der Umbau zum Kreisverkehr schließt behindertengerechte Querungen für die Fußgänger mit ein. Der Radverkehr wird im Kreisverkehr mitgeführt. Die Beleuchtung wird ebenfalls erneuert.

Ausbau der Martin-Luther-Straße im Sommer fertig

Noch im Sommer soll die Martin-Luther-Straße wieder durchgängig befahrbar sein. Die Bauarbeiten zwischen Domstraße und Wall verzögerten sich wegen eines bis dato unbekannten Leitungsverlaufes. Quelle: Anne Ziebarth

Noch im Sommer soll die Martin-Luther-Straße im Stadtzentrum wieder durchgängig befahrbar sein. Der erste Teilbereich zwischen Bahnhofstraße und Wall konnte im Juli 2018 fertig gestellt werden. Seit August 2018 laufen die Bauarbeiten im zweiten Abschnitt zwischen Domstraße und Wall einschließlich der Sanierung der Brücke. Allerdings verzögerte sich die Sanierung des Brückenbauwerkes, weil Leitungen verlegt werden mussten, deren Lage vorher nicht bekannt war.

Bauarbeiten an Gützkower Straße und Schönwalder Straße

Ein weiteres Vorhaben in diesem Jahr ist die Sanierung der Stettiner Straße. Hier wird die Fahrbahn einschließlich der Parkbuchten erneuert. Der Gehweg wird neu gebaut, ebenso die Straßenbeleuchtung. Ein anderer Schwerpunkt wird die Gützkower Landstraße sein. Auf dieser Hauptverkehrsstraße haben sich Spurrinnen und Absackungen gebildet. Hier soll auf einigen Abschnitten der Einbau einer Asphaltdecke die Verkehrssicherheit erhöhen. Auch im Kreuzungsbereich Schönwalder Landstraße/Lomonossowallee wird der Asphalt erneuert, ebenso wie an der Kreuzung Lise-Meitner-Straße mit der Newtonstraße, der Max-Born- und der Röntgenstraße. Einige dieser Vorhaben waren ursprünglich für 2018 geplant, mussten aber zugunsten anderer Straßenbaumaßnahmen verschoben werden. Zeitpunkt und Art der Umsetzung hängt allerdings davon ab, wann die vorläufige Haushaltsführung endet, also eine Genehmigung des Innenministeriums für den Haushalt vorliegt.

Anne Ziebarth

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