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Greifswald Oberbürgermeister besucht islamisches Kulturzentrum
Vorpommern Greifswald Oberbürgermeister besucht islamisches Kulturzentrum
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12:00 17.03.2019
Der Greifswalder Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) besucht das Islamische Kulturzentrum der Hansestadt. Anlass sind die UN-Aktionswochen gegen Rassismus, die jährlich im März stattfinden. Quelle: Anne Ziebarth
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Greifswald

Bei einem Besuch des Freitagsgebets im Islamischen Kulturzentrum hat sich Oberbürgermeister Stefan Fassbinder für ein respektvolles und vorurteilsfreies Miteinander der Kulturen ausgesprochen. Anlass für den Besuch im Kulturzentrum, in dem nach Angaben des Kulturvereins auch schon Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Christian Pegel (SPD) zu Gast waren, waren die internationalen Wochen gegen Rassismus. Traurige Aktualität bekam das Thema durch die jüngsten Anschläge auf Moscheen in Neuseeland, bei denen fast 50 Menschen ums Leben gekommen sind.

„Keine Religion ist in ihren Grundzügen rassistisch“, betonte Fassbinder in seiner Ansprache vor den rund 150 männlichen Teilnehmern des Freitagsgebetes. „Rassismus ist dumm und richtet großen Schaden an.“ Ein besseres Kennenlernen sei der Schlüssel für ein gutes Miteinander. „Ich freue mich, dass sie in Greifswald leben, arbeiten und studieren“, stellte er fest. Auch in der Predigt des Imam spielte das Thema Fremdenhass eine Rolle. „Rassismus ist ein Phänomen, was sich einstellt, wenn die Bevölkerung verunsichert und orientierungslos ist“, sagte er. Im Islam solle der Rassismus keine Rolle spielen. „Allah schaut auf die Herzen und Taten der Menschen, nicht auf die Hautfarbe.“ Abschließend beteten die Gläubigen für Frieden und Sicherheit der Gesellschaft und für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde.

Die in Greifswald lebenden Muslime stammen hauptsächlich aus Syrien, Afghanistan, Iran, Ägypten, der Türkei, aber auch aus der Russischen Föderation oder der Ukraine. Unter ihnen sind viele geflüchtete Familien, aber auch zahlreiche Studierende, Wissenschaftler oder Ärzte. „Im Islamischen Kulturzentrum in Greifswald haben sie die Möglichkeit, ihren Glauben auszuüben und sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft“, betont die Integrationsbeauftragte Anna Gatzke. Das Islamische Kulturzentrum in Greifswald beteiligt sich außerdem seit vielen Jahren an der Interkulturellen Woche und öffnet seine Türen für alle Interessierten am Tag der offenen Moschee, der immer am 3. Oktober stattfindet.

Bundesweit sind während der Internationalen Wochen gegen Rassismus mehr als 1750 Veranstaltungen geplant. In vielen Städten ist es bereits Tradition, dass Vertreter des öffentlichen Lebens während der Aktionswochen Moscheen, Synagogen und andere religiöse Gemeinden besuchen und so ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Toleranz setzen.

Anne Ziebarth

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