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Greifswald Großes Interesse für Hansehof
Vorpommern Greifswald Großes Interesse für Hansehof
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15:48 16.01.2019
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Greifswalder Museumshafen entsteht der Hansehof mit 96 Wohnungen. Die ersten Mieter sollen noch vor Weihnachten einziehen können. Quelle: Petra Hase
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Greifswald

Mehr geht kaum noch: Die städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) investiert 2019 mit geplanten 25,9 Millionen Euro so viel wie noch nie in einem Jahr zuvor. 2017/18 lag das Volumen bei jeweils um die 21 Millionen Euro, was bereits einer enormen Steigerung zu Vorjahren entsprach. Der Grund: Der Neubau boomt, die Nachfrage nach komfortablen, auch preisintensiven Wohnungen reißt in der Hansestadt nicht ab.

„Die hohe Investitionssumme hat in erster Linie mit unserem Projekt Hansehof zu tun“, sagt WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit. Den Spatenstich für das gut 25 Millionen-Euro-Projekt zwischen Brügg- und Kuhstraße gab es im Juni 2017. „Wir liegen im Zeitplan, ich gehe davon aus, dass die ersten Wohnungen im Spätherbst übergeben werden können. Die Resonanz ist sehr groß. Für die 96 Wohnungen haben wir über 160 Interessenten“, sagt er. Davon seien über 50 feste Zusagen. In Kürze würden daher Vorverträge geschlossen. Und das, obwohl die Durchschnittsmiete mit zehn Euro pro Quadratmeter für Greifswalder Verhältnisse alles andere als preiswert ist. „Diese Miete war nie ein K.o.-Kriterium. Im Gegenteil. Die Leute gucken, ob die Wohnungsgröße und der Grundriss ihren Vorstellungen entsprechen. Das Phänomen an diesem Objekt: Die größten Wohnungen mit um die 100 Quadratmetern sind schon fast alle weg“, berichtet Adomeit.

Klaus-Peter Adomeit, Geschäftsführer der WVG Greifswald. Quelle: WVG Greifswald

Der WVG-Chef hofft, angesichts der in allen Branchen zu verzeichnenden Preissteigerungen mit den geplanten Baukosten für das Prestigeobjekt auszukommen. Derzeit gebe es eine minimale Abweichung von zwei, drei Prozent. „88 Prozent der Baulose sind bereits ausgeschrieben. Ich gehe davon aus, dass wir das Volumen einhalten“, so Adomeit auf OZ-Nachfrage.

Doch der Hansehof in der Innenstadt ist nur eines der Neubau-Projekte des städtischen Tochterunternehmens. Ein zweites nimmt derzeit in Schönwalde I Gestalt an. An der Gaußstraße entstehen für rund sechs Millionen Euro zwei Häuser mit insgesamt 49 barrierefreien Wohnungen. Da es sich um geförderten Wohnungsbau handelt, werde die Durchschnittsmiete bei 5,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Wer hier einzieht, benötige einen Wohnberechtigungsschein. „Wir rechnen damit, die Wohnungen im Juli/August übergeben zu können“, sagt Klaus-Peter Adomeit.

Lückenschluss in der Kapaunenstraße

Etwas Zeit hingegen braucht noch das dritte derzeit laufende Neubau-Projekt: Baustart für die Einsteinstraße 18/20 war erst im vierten Quartal 2018. „Insgesamt entstehen dort 25 Wohnungen, für die wir sehr viele ältere Interessenten haben. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir schon Ende dieses Jahres eine Vollvermietung haben. Voraussichtliche Fertigstellung ist aber erst im zweiten Quartal 2020“, kündigt der WVG-Chef an. „Die Miete wird hier durchschnittlich 8,15 Euro je Quadratmeter betragen“, informiert Andreas Koch, Leiter Wohnungswirtschaft der WVG. Damit ist sie genau so hoch wie in der Einsteinstraße 22. Das Haus mit 20 Wohnungen wurde 2018 bezogen.

Darüber hinaus laufe derzeit die Planung für einen Neubau mit fünf Wohnungen in der Kapaunenstraße. Bei dem Haus mit der Nummer 17 handelt es sich um einen Lückenschluss. Ziel sei es, im dritten Quartal mit dem Bau zu beginnen. Noch vor Weihnachten 2020 könnten die künftigen Mieter dann einziehen.

Neben Neubauten viele Instandhaltungen

Neben diesen Neubauten mit einem Gesamtvolumen von 16,4 Millionen Euro im laufenden Kalenderjahr plant die WVG auch wieder eine Reihe von kleinen Instandhaltungen und Modernisierungen an vorhandenen Wohnhäusern, darunter fallen auch durchaus mal tropfende Wasserhähne oder Investitionen, die bei einem Mieterwechsel anfallen.

So seien im Bauplan für 2019 beispielsweise wieder zahlreiche Sanierungsarbeiten an Energie- oder anderen Versorgungsleitungen vorgesehen, etwa im Dubnaring 1-6, im Nikolajewweg 1-9, im Ernst-Thälmann-Ring, 5-7, in der Neuendorfer Wende 1-2, in der Lise-Meitner-Straße 3-5, im Maxim-Gorki-Ring 6-10 und in der Tolstoistraße 6-10.

„In der Franz-Mehring-Straße 58, in der Neumorgenstraße 23, 25 a und in der Kopenhagener Straße 7 wird außerdem die Gasanlage erneuert“, informiert Unternehmenssprecherin Jana Pohl. Auch die Bewohner der Gustebiner Wende 3-5, der Kräpeliner Wende 8/9, der Ludwigsburger Wende 6/7, des Mendelejewwegs 8-15 und des Dubnaring 1-4 müssen mit Arbeiten am Leitungssystem rechnen.

Petra Hase

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