Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Hafen Ladebow: Existenz bedroht
Vorpommern Greifswald Hafen Ladebow: Existenz bedroht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:41 16.10.2015
Die Umschlagzahlen im Hafen Ladebow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stagnieren. Sie wird künftig sinken, weil die Durchfahrtstiefe für Schiffe auf fünf Meter herabgesetzt wurde.
Die Umschlagzahlen im Hafen Ladebow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stagnieren. Sie wird künftig sinken, weil die Durchfahrtstiefe für Schiffe auf fünf Meter herabgesetzt wurde. Quelle: Peter Binder
Anzeige
Greifswald

Die Situation des Hafes Ladebows spitzt sich zu. Die auf fünf Meter herabgesetzte Durchfahrtstiefe (zuvor 5,70 Meter) für Schiffe bringt die Existenz des Industriehafens in Gefahr. „Wenn nicht gebaggert wird, müssen wir mittelfristig über die Aufgabe Ladebows nachdenken“, sagt Claus Meyer, Prokurist der Firma Weserpetrol. Das Unternehmen betreibt ein Tanklager im Ölhafen. Derzeit können nur noch kleinere oder nicht voll beladene Tankschiffe Ladebow anlaufen. „Das bedeutet etwa 15 bis 20 Prozent weniger Heizöl oder Diesel“, so Meyer. „Das ist unwirtschaftlich.“

Die Agarahandelsfirma Beiselen ist ebenfalls betroffen. Ein Schiff, das am 23. Oktober den Hafen anlaufen sollte, darf nicht kommen (die OZ berichtete).

Der Orstsrat Wieck/Ladebow kämpft nun für die Ausbaggerung des Hafens. Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt lehnt das bislang ab. Begründung: Gebaggert werde nur dort, wo es wirtschaftlich ist. Der Hafen Ladebow sei das nicht. Die Mehrheit der Ortsratsmitglieder hat sich dafür ausgesprochen, einen Brief an Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) die Ausbaggerung zu fordern. OB Arthur König (CDU) hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, sich mit einem Brief für die Vertiefung der Fahrrinne einzusetzen.



Degrassi, Katharina