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Greifswald Handwerkskammer kritisiert Friseur
Vorpommern Greifswald Handwerkskammer kritisiert Friseur
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00:00 25.08.2017
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Greifswald

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg- Vorpommern übt Kritik am Greifswalder Friseur Ivan Shabo. Über den gebürtigen Iraker, der seit 2001 in Deutschland lebt und in Greifswald und Stralsund mehrere Läden betreibt, berichtete die OZ am 23. August.

Axel Hochschild

Zum einen heißt es seitens der Kammer zwar, dass Shabos Beispiel ermutigend sei und zeige, dass Integration gelingen könne – „getreu dem Motto: Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hinwill“, teilt Iris Röhner von der Pressestelle der Kammer mit. Zum anderen wird aber bemängelt: „Wenn es Friseurlehrlinge aus anderen Ländern ablehnen, auch den Damenschnitt zu erlernen oder kosmetische und gesundheitsförderliche Techniken anzuwenden, dann entsprechen diese Ansichten nicht unserer Auffassung einer soliden und komplexen Ausbildung.“

Shabo hatte einen Azubi eingestellt, der nach drei Monaten seine Ausbildung abgebrochen hatte, weil ihm Schwerpunkte in der Lehre wie Nägel pflegen und Gesichter schminken nicht zusagten. „Ich wünsche mir, dass Auszubildende sich auf den Männerbereich spezialisieren können“, sagte Shabo.

Kammer-Präsident Axel Hochschild wendet ein: „Auch zum Malerhandwerk gehören nicht nur Tapezierarbeiten, sondern auch Dämmung, energetische Sanierung und Fassadeninstandsetzung.“ Nur mit einer soliden Ausbildung werde man langfristig erfolgreich sein. „Offenheit und Toleranz wünschen sich Menschen wie Shabo. Diese Offenheit für die Kultur des Gastlandes und seine Berufsbildungsmodalitäten wünschen wir uns auch von Flüchtlingen. Dann kann Integration besser gelingen.“

Laut Angaben der Kammer liegt die Zahl ausländischer Azubis im Handwerk mit 7,7 Prozent deutlich über dem Ausländeranteil der Gesamtwirtschaft mit 6,5 Prozent. Auch Hochschild bildet in seinem Malerbetrieb einen Syrer aus.

OZ

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