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Greifswald Handy am Steuer? Drei Tote bei Frontal-Crash in Vorpommern
Vorpommern Greifswald

Handy am Steuer? Drei Tote bei Frontal-Crash in Vorpommern

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09:01 17.12.2019
16.12.2019 - Frontalzusammenstoß auf der B 109 zwischen Diedrichshagen und Hanshagen - 2 Tote Quelle: Tilo Wallrodt
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Diedrichshagen

Am Montagabend gegen 18.30 Uhr kam es auf der Bundesstraße 109 zwischen Diedrichshagen und Hanshagen zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem drei Menschen getötet wurden.

Ein 27-Jähriger fuhr auf der Bundesstraße Richtung Greifswald und kam mit seinem Honda auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Mazda. Der Mazda schleuderte in den Straßengraben.

Frontalzusammenstoß auf der B 109 zwischen Diedrichshagen und Hanshagen - drei Tote.

Drei Menschen sterben auf B109

Der Honda-Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Er war allein im Auto. Der 79-jährige Mazda-Fahrer und seine 66-jährige Ehefrau wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und mussten durch die Kameraden der Berufsfeuerwehr Greifswald befreit werden.

Trotz sofortiger medizinischer Versorgung verstarb die 66-Jährige noch an der Unfallstelle. Ihr Mann wurde schwerstverletzt ins Klinikum Greifswald gebracht. Er verstarb dort einige Stunden später.

Nach ersten Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass der 27-jährige Greifswalder kurz abgelenkt war, so die Polizei. In seinem Wagen wurde ein Handy gefunden, dass kurz vor dem Unfall noch aktiv gewesen sein soll. Mitarbeiter der Dekra untersuchen den Vorfall aber noch.

20-Jährige fährt in Unfallstelle

Eine 20-jährige Nissan-Fahrerin fuhr hinter dem Honda. Als sie den Unfall sah, leitete sie eine Gefahrenbremsung ein, konnte jedoch die Kollision mit dem Honda nicht verhindern. Die 20-Jährige, sowie eine 19-jährige Mitfahrerin und ein 29-jähriger Mitfahrer im Nissan blieben bei dem Aufprall körperlich unverletzt, erlitten jedoch einen Schock. Sie wurden vor Ort betreut.

An einem weiteren Kleinwagen entstand Sachschaden. Die Insassen blieben nach ersten Erkenntnissen unverletzt, erlitten allerdings einen Schock. Mehrere Notfallseelsorger kamen vor Ort zum Einsatz. Die Bundesstraße war mehrere Stunden voll gesperrt.

Fünf Tote in fünf Tagen

Damit sind bei Unfällen im Nordosten innerhalb von fünf Tagen fünf Menschen gestorben. Zuletzt war am Freitag bei Teterow (Landkreis Rostock) ein 36 Jahre alter Fußgänger von einem Auto erfasst worden und ums Leben gekommen. Kurz zuvor war eine Autofahrerin in Remplin an der Mecklenburgischen Seenplatte bei einem missglückten Überholmanöver eines anderen Fahrers gestorben, mit dessen Wagen ihr Auto zusammenprallte.

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Von RND/Tilo Wallrodt/sal