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Greifswald Hansering soll Trennwirkung verlieren
Vorpommern Greifswald Hansering soll Trennwirkung verlieren
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00:00 06.03.2018
Viel befahren und oftmals gar nicht so leicht zu überqueren: der Hansering in Greifswald – eine der wichtigsten Straßen der Stadt. Quelle: Foto: Peter Binder
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Greifswald

Rechts eine Baumreihe, links eine Baumreihe, in der Mitte eine dritte: Die Stadt Greifswald plant, den Hansering ab 2019 völlig neu zu gestalten: als dreireihige Allee mit zwei Fahrbahnen und grünem Dach. „Seine Trennwirkung zwischen Altstadt und Ryck soll gemildert werden“, erklärte Kristian Bock von der Verkehrsplanung der Dorsch Gruppe dieser Tage in der Ortsteilvertretung Innenstadt. „Damit würde ein stadtplanerischer Missstand behoben“ – ein schon seit den 90er Jahren gehegter Traum in Greifswald würde damit in Erfüllung gehen.

Aber auch ein teurer: Nicht fünf Millionen Euro, wie es zunächst hieß, sondern 7,1 Millionen Euro brutto wird es voraussichtlich kosten, den Hansering zwischen der Steinbecker Brücke und dem Fangenturm in einen grünen Gürtel zu verwandeln. 3,75 Millionen Euro will das Land dafür aus EU-Mitteln ausreichen. Im zweiten Quartal 2019 sollen die ersten Bagger anrollen, vermutlich erst Jahre später kann dann auch der Abschnitt zwischen Fangenturm und Europakreuzung umgestaltet werden.

Kommt alles so, wie die Planer und die Stadtverwaltung es derzeit favorisieren, werden sich als Alleebäume Pyramidenhainbuchen in die Höhe recken, für Autos wird Tempo 30 gelten. Eine Spur für Radfahrer soll auf den Fahrbahnen verlaufen, ein weiterer Zwei-Richtungsradweg auf der Promenade am Ryck angelegt werden. „Immerhin verläuft dort ja der Ostseeküstenradweg“, erklärte Kristian Bock.

Auch für Fußgänger soll der Hansering angenehmer werden. Die Querungen werden umgebaut, „die Querung an der Knopfstraße wollen wir baulich und gestalterisch hervorheben“, beschreibt Bock. Als Teil der Verbindungsachse Marktplatz-Museumshafen wird dieser Übergang von Fußgängern am häufigsten benutzt.

Aber ist es wirklich sinnvoll, den regulären Radweg auf den Fahrbahnen entlang zu führen? „Man fühlt sich direkt neben den Autos oft nicht so sicher", meinte Ortsteilvertreter Erich Cymeck (CDU).

Baue man jenseits der Baumreihen eine Nebenanlage nur für Radler, „hätten wir aber das Problem, dass die Fahrbahnen für die Autos so schmal wären, dass Rettungswagen und die Feuerwehr im Fall eines Unfalls nicht durchkämen“, erklärte Jeannette von Busse (CDU), Bausenatorin der Stadt. Oder aber die Fahrbahnen würden breiter angelegt, an anderer Stelle Platz gespart. „Das wäre aber kontraproduktiv, weil breite Fahrbahnen zum Schnellfahren verleiten“, sagte Kristian Bock. Und die Stadt habe ja das erklärte Ziel, den Verkehrslärm zu verringern.

Aus Sicht von Jeannette von Busse wird der neue Radweg trotzdem ein Gefühl von Sicherheit bieten: „Er ist als 2,50 Meter breite Spur geplant, sowas gibt es bisher gar nicht in Greifswald.“

Letzte Erhebungen hatten übrigens gezeigt: Seit der Fertigstellung der Greifswalder Ortsumgehung hat der Autoverkehr auf dem Hansering abgenommen. Nur noch etwa 15000 Fahrzeuge passieren ihn täglich, rund 35 Prozent weniger als vorher.

Sybille Marx

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