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Greifswald Heimatkunde-Ausstellung war Besuchermagnet
Vorpommern Greifswald Heimatkunde-Ausstellung war Besuchermagnet
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00:00 04.03.2013
Robert Conrad (r.) überreicht Oberbürgermeister Arthur König ein Bild aus seiner Heimatkunde-Ausstellung als Geschenk. Quelle: Vincent Leifer
Greifswald

Der gebürtige Greifswalder hat sich auf Architekturfotografie spezialisiert und las gestern zum Abschluss aus dem Buch „Zerfall & Abriss“. Damit ließ er die 80 Gäste der Finissage teilhaben an seinen persönlichen Erinnerungen an den flächendeckenden Innenstadtabriss in Greifswald. Conrad lobte ausdrücklich, dass es ein großes positives Echo auf seine Exposition gegeben habe. „Kritikern, die das Greifswald der 1980er Jahre anders als auf meinen Fotos in Erinnerung haben wollen, muss ich sagen, dass ich dem Foto nichts hinzugefügt, sondern nur auf den Auslöser der Kamera gedrückt habe“, sagte Conrad. Als Dankeschön für die Unterstützung vor und während der Ausstellung schenkte er der Stadt eines seiner Bilder.

Mit dem Flächenabriss in der Innenstadt sei wertvolle Bausubstanz unwiederbringlich verloren gegangen. Dennoch wolle er nicht negieren, was Bauschaffende damals geleistet hätten. „Greifswald wurde offiziell als Experiment bezeichnet. Die in der Innenstadt errichteten Plattenbauten waren kleinteilige Sondertypen und sollten als Vorbild für andere DDR-Städte dienen, wo die historische Substanz ebenfalls abgerissen worden war“, berichtete der Fotograf.

Gleichzeitig erinnerte Conrad daran, dass es auch heute in Greifswald erhaltenswerte Gebäude gäbe, deren Abriss aber beschlossen sei. Als Beispiele nannte er das Eckgebäude der Kollwitz-Grundschule und den Kornspeicher an der Marienstraße. Betroffen sei auch der Gebäudekomplex in der Brinkstraße 15/16. Dort hat sich gerade eine Bewohner-Initiative für den Erhalt der alten Bausubstanz gegründet.

Deren Sprecher Heiko Schult warb bei den Zuhörern um Unterstützung.

Cornelia Meerkatz

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