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Greifswald Kinder und Senioren unter einem Dach
Vorpommern Greifswald Kinder und Senioren unter einem Dach
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17:51 22.01.2019
Rüdiger Lange (Pflegekraft in der Tagespflege) und Kitaleiterin Manja Wendt sind gerade erst mit den Kindern umgezogen. Emma, Leo, Mila und Boyan waren mit die ersten, die sich an den sogenannten Übungen des täglichen Lebens ausprobieren konnten. Quelle: Dana Frohbös
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Hinrichshagen

Betreten Eltern und Mitarbeiter das Grundstück in der Chausseestraße 5c sind sie aktuell mit wasserdichten Wanderstiefeln gut beraten. Denn hier wurde in den letzten Monaten das neue Montessori-Kinderhaus erbaut. „Noch ist alles im Entstehen, im Aufbau“, sagt Kitaleiterin Manja Wendt in Bezug auf die Fertigstellung des Außenbereiches. In den nächsten Wochen wird beispielsweise die Pflasterung des Parkplatzes und die Gestaltung des Spielplatzes in Angriff genommen.

Im Innenbereich ist hingegen schon fast der Alltag eingekehrt. Und das, obwohl der erste Spatenstich erst im Juni des vergangenen Jahres erfolgte. Inzwischen – also gerade einmal sieben Monate später – spielen, lernen und toben sich die Kinder im Neubau des Kindergartens in Hinrichshagen. Insgesamt ist Platz für 54 Kinder. „Land- und Stadtkinder sind herzlich willkommen“, sagt Manja Wendt.

Vor allem die Holzbauweise des Gebäudes hat den schnellen Bauablauf möglich gemacht. „Dadurch hatten wir sehr kurze Trockenzeiten“, sagt Manja Wendt. Die reibungslose Teamarbeit zur Vorbereitung in den bereits bestehenden Montessori-Kinderhäusern in Greifswald und die Unterstützung seitens der Familien seien Gold wert gewesen, sagt sie. Im November halfen etwa die Eltern dabei, einen Holzzaun zum Nachbargrundstück aufzubauen.

Und dennoch: Es gibt noch allerhand zu tun. In den Sanitärräumen werden im Moment die Trennwände zwischen den einzelnen Toiletten angefertigt. „Auch ein Kinderbuffet aus Holz für unseren Essenraum wird noch gebaut“, sagt Manja Wendt. Die Wechselklamotten der Kinder sind aktuell noch in Kisten untergebracht. „Die Garderoben kommen Ende Januar“, sagt Manja Wendt. „Und dann wären da noch unsere Schildkröten, die gern ihr neues Domizil erobern möchten“, sagt Manja Wendt. Für die Kleinen ist all das jedoch nebensächlich. Bereits vor wenigen Wochen sind die ersten Kinder umgezogen und nutzen die vielen Möglichkeiten, sich auszuprobieren – ganz nach dem Konzept von Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun – und gib mir Zeit dafür“. Dabei stehen ihnen neben den Montessori-Material-Räumen mit Übungen des täglichen Lebens, auch Bau-, Puppen- und Kreativecken zur Verfügung sowie ein Bewegungsraum.

Kurz vor Weihnachten wurden die Möbel geliefert. Aber es ging ganz schön holterdiepolter. Denn an ihren ursprünglichen Bestimmungsort konnten sie noch nicht gestellt werden, weil die Gewerke noch in den Räumlichkeiten am arbeiten waren. Die einzelnen Bahnen des Linoleumbodens waren noch nicht endgültig miteinander verschweißt. „Auf die Nähte durften wir natürlich noch nichts stellen“, sagt Manja Wendt. „Aber die Bauarbeiter waren sehr gnädig und haben keine Mine verzogen“.

Zusätzlich zum Kitabereich entstehen zwölf Plätze in der Tagespflege. Diese werden im selben Gebäude untergebracht sein – aus einem bestimmten Grund. „Wir haben auch ganz bewusst den selben Eingang“, sagt Manja Wendt. Der Neubau soll einen Dialog der Generationen ermöglichen. In der Küche backen die Senioren beispielsweise gemeinsam mit den Kindern Plätzchen oder Kuchen. „Die gehen da mit einer ganz anderen Lebenserfahrung ran als wir und andersrum motiviert sie der Umgang mit den Kindern auch total“, sagt Manja Wendt. Der Bedarf seitens der Senioren ist bereits da. Gern können sich weitere Interessenten melden. Die Tagespflege steht, ähnlich wie im Kinderhaus, ganz unter dem Leitsatz: „Hilf mir, es so lange wie möglich selbst zu tun.“

Die Räumlichkeiten der Tagespflege befinden sich allerdings noch in der Bauphase. Wann hier der Betrieb aufgenommen werden kann, ist noch unklar. „Vermutlich im Frühjahr“, sagt Manja Wendt. Was dort aber unbedingt gebraucht wird, weiß die Leiterin schon jetzt. „Wir suchen auch immer noch Möbel aus Omas oder Opas Stube.“ Wer eine schöne Anrichte, einen Schrank oder einen Tisch abzugeben hat, kann sich unter Tel. 03834 / 87 50 bei der Aktion Sonnenschein melden.

Dana Frohbös

Bernt Petschaelis hat mehrere Jahrzehnte die Entwicklung des Greifswalder Sports geprägt. Nicht nur als Funktionär, sondern auch als Handballer mit über 1300 Spielen für die HSG schrieb er Geschichte.

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