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Greifswald Hohe Säuglingssterblichkeit in Franzburg
Vorpommern Greifswald Hohe Säuglingssterblichkeit in Franzburg
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05:21 19.08.2019
Glasmalerei fertigen des Greifswalder Kinderarztes Prof. Erich Peiper Quelle: eob
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Franzburg

Auch im Kaiserreich war eine Verringerung der Geburtenzahl bereits ein großes Thema. Dazu kam eine sehr hohe Säuglingssterblichkeit. Besonders schlimm war es im Kreis Franzburg, schreibt der Greifswalder Kinderarzt Prof. Erich Peiper (1856-1938) im Kreis- und Heimatkalender des Kreises Franzburg 1915. „In einzelnen Jahren war es die höchste nicht nur in Pommern, sondern überhaupt im preußischen Staate. Sie ist in den letzten 30 Jahren beträchtlich angestiegen, während die Zahl der Geburten nicht unerheblich zurückgegangen ist.“ 1903 und 1910 überlebte ein Drittel der Neugeborenen nicht das erste Lebensjahr. Dabei war die Sterblichkeit in den Städten Barth, Damgarten, Franzburg und Richtenberg schon 1881 bis 1885 mit 18,27 Prozent höher als auf dem Lande (17,03 Prozent). 1906 bis 1910 waren es dann 23,13 beziehungsweise 22,82 Prozent. 2015 wurden übrigens 8,5 Babys auf 1000 Einwohner in Deutschland gezählt. Da nimmt sich der Rückgang in den Städten des Kreises Franzburg von 31,8 auf 29,7 noch sehr bescheiden aus.

„Je machtloser wir der Tatsache des Geburtenrückgangs gegenüberstehen, umso notwendiger ist es, die zum Leben geborenen Kinder gesund zu erhalten.“ Den Schlüssel dazu sah der Professor in der Ernährung und Pflege. Muttermilch sei durch nichts zu ersetzen. Trotz aller Mühe und Sorgfalt würden siebenmal mehr Flaschen- als Brustkinder sterben. „Jede Mutter hat darum die heilige Pflicht, ihrem Kinde die Brust zu geben.“ Wenn es doch nicht anders möglich sei, sollte nur „gute und saubere Kuh- oder Ziegenmilch, die aber verdünnt werden muss“, verwendet werden.

Bei der eigenen Ernährung könne sich die Mutter ganz von ihrem Appetit leiten lassen. Erich Peiper geht ausführlich auf das Stillen ein, mahnt zu Hygiene, Pünktlichkeit im Tagesablauf, angemessener Bekleidung, Ruhe zum täglichen dreiminütigen Bad bei 35 Grad, zum Aufenthalt im Freien. Federbetten seien zu vermeiden.

Von Eckhard Oberdörfer

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