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Greifswald Hotel und Burger King ziehen an den Bahnhof
Vorpommern Greifswald Hotel und Burger King ziehen an den Bahnhof
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00:05 08.06.2017
Greifswald

An der Bahnhofstraße soll künftig ein Hotel Gäste empfangen. „Wir werden in etwa vier Wochen den Bauantrag einreichen“, kündigte der Lüneburger Investor Jürgen Sallier an. Ihm gehört das Gelände, des im April eröffneten Einkaufszentrums „Gleis vier“ (KAW-Hallen) am Bahnhof.

Investor Jürgen Sallier ergänzt das Einkaufszentrum „Gleis vier“

Probleme bei der Genehmigung dürfte es nicht geben. Der gültige Bebauungsplan für das Gelände erlaubt eine Herberge und auch Gastronomie. Schon 2018 könnte die Eröffnung des Hotels gefeiert werden, wenn alles gut läuft.

„Das Hotel wird knapp 60 Betten haben, in der Architektur soll es ansprechend sein und zum Standort passen. Um die richtige Gestaltung ringen wir noch“, führt Sallier aus. Für so ein vergleichsweise kleines Hotel würden sich die großen Betreiberketten nicht interessieren. Daher will Sallier das Haus über seine Firma Alcedo selbst betreiben. Diese verfügt in Levenhagen bereits über ein Sporthotel mit 17 Zimmern.

„In Greifswald entsteht ein Zwei-Sterne-Hotel“, kündigt Sallier an. Frühstücken könnten die Gäste in der Mall des Einkaufszentrums oder aber im zweiten geplanten Neubau an der Bahnhofstraße: Die Fastfood-Kette Burger King wird die Bebauung neben dem neuen Hotel ergänzen. Sie ist damit künftig neben dem Standort an der Koitenhäger Landstraße auch am Rande der Innenstadt präsent.

Das Hotel sei eine gute Ergänzung für das Einkaufszentrum und passe zur Lage am Bahnhof, ist Sallier überzeugt. Denn hier befinde sich ein Verkehrsknoten für Zug- und Busreisende. Aber auch Reisebusse könnten bequem bis zum Hotel fahren.

Baugenehmigung für „Depot“und „Rosa WG“

Die Baugenehmigungen für zwei weitere Ansiedlungen liegen vor, so Sallier weiter. Das betrifft die Geschäfte für Wohnaccessoires der Kette „Depot“ in einem Neubau südöstlich der Hallen und für Tiernahrung der Kette „Fressnapf“ im sogenannten Stofflager. Sie können damit in diesem Sommer eröffnen. Um die Ansiedlung dieser Handelshäuser war lange gerungen worden. Der Bebauungsplan für das KAW-Hallen-Gelände ließ sie nicht zu. Erst im März dieses Jahres gab der Hauptausschuss der Bürgerschaft gegen den Widerstand von Innenstadthändlern grünes Licht (die OZ berichtete). Weitere Änderungen des Bebauungsplans sind aber durch den Beschluss der Volksvertreter ausgeschlossen. Auch für den Elektroclub „Rosa WG“ in einem früheren Werkstattgebäude liegt bereits die Baugenehmigung vor. Er hatte vor den Arbeiten für das Gleis-Vier-Einkaufszentrum bereits seinen Sitz auf dem Gelände. Clubbetreiber Murat Demirkaya freut sich schon auf den Neustart auf dem Gelände. „Wir haben bereits alles zum künftigen Betrieb mit Herrn Sallier besprochen“, sagt er.

Demirkaya und der Investor sind überzeugt, dass sich Nachbarschaftsprobleme durch den Betrieb der „Rosa WG“ vermeiden lassen. „Wir haben in den Planungen durch eine entsprechende Lüftung und eine Schleuse dafür gesorgt, dass kein Schall nach außen dringen wird, erläutert Sallier. Es sei auch besprochen, dass die Besucher nicht vor dem Club stehen dürften.

Wurzelschutz muss für Radwegbau gewährleistet sein

An der Bahnhofstraße ist der Zustand des Radwegs derzeit noch ein Ärgernis. „Wir müssen noch die richtige Lösung für den Schutz der Wurzeln der Linden finden“, erläutert Jürgen Sallier. Das habe sich als nicht so einfach erwiesen. In der Vergangenheit wurden überall in Deutschland Leitungen ohne Rücksicht auf Wurzeln verlegt, erinnert der Investor. Auch den Bäumen an der Bahnhofstraße hat das nicht gutgetan. „Wir werden aber eine Lösung für Wurzelschutz und Radwegebau finden“, ist Jürgen Sallier überzeugt.

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