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Greifswald W50: Welch faszinierende alte Technik
Vorpommern Greifswald W50: Welch faszinierende alte Technik
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19:45 23.06.2019
Die IFA-Tour mit 20 historischen Lkw aus der DDR machte jetzt in Peenemünde Station. Die riesigen alten Lkw von W 50 über Armeefahrzeuge und alte Feuerwehren bis hin zu NVA-Werkstattwagen scheinen unverwüstlich. Einige von ihnen haben schon die ganze Welt gesehen. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Peenemünde

Was für ein Anblick: 20 alte DDR-Nutzfahrzeuge der Marke IFA haben sich am Wochenende auf der Halbinsel in Peenemünde ein Stelldichein gegeben. Vom Robur über den W 50 bis hin zur alten Feuerwehr und einem Werkstattwagen der Nationalen Volksarmee war so ziemlich alles dabei.

Renato Pietsch aus dem thüringschen Worbis hat die Tour organisiert. Der 52-Jährige liebt die alten IFA-Nutzfahrzeuge über alles. Als er sich im Jahr 2000 seinen W 50 zulegte, der in einem früheren Leben mal der NVA in Rostock als Werkstattwagen diente, suchte er Gleichgesinnte. „Also kam ich auf die Idee, im Netz zu suchen. Ich habe dann die starke Gemeinschaft der IFA-Trucker über eine Internet-Plattform zusammengeführt. Sie ist stetig gewachsen und heute zählt sie 6400 Mitglieder in aller Welt“, erzählt der Mann, der auch beruflich für große Kisten schwärmt: Er ist Fernfahrer.

Renato Pietsch (52) hat die Internet-Plattform zu IFA-Nutzfahrzeugen ins Leben gerufen. Quelle: WLG

IFA-Nutzfahrzeuge-Plattform gegründet

Auf der von Renato Pietsch ins Leben gerufenen Plattform findet sich eine umfangreiche Wissenssammlung zum Thema IFA-Nutzfahrzeuge aus allen Bereichen. „Schwerpunkte sind Reisen, Treffen sowie das Schrauben und Verbesserungen an diesen Fahrzeugen, insbesondere am IFA-Lkw Robur, W50, L60 sowie an IFA-Traktoren und -Baumaschinen“, erzählt er. Den Weg nach Peenemünde haben Besitzer aus Bayern, Hessen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und MV gefunden. Die Fahrzeuge waren auf großer Tour in Ostdeutschland unterwegs. „Wir sind im Konvoi gefahren, da hat so mancher aber gewaltig gestaunt“, berichtet Pietsch und muss lachen.

Umlackierung für Afrika-Tour

Die Fahrzeuge, die mit nach Peenemünde gekommen sind, seien alle zwischen 1965 und 1985 gebaut worden, so der Organisator der IFA-Tour. Pietschs W50-Werkstattwagen war beim Kauf olivgrün. Dann habe er ihn innerhalb weniger Tage hell umlackieren müssen, weil er nach Afrika damit wollte und dort keine grüne Farbe gestattet war. Das Elfenbeinweiß ziert seinen W50 immer noch. Mit dem Lkw war er inzwischen in den USA, in Kanada und in Russland. „120000 Kilometer habe ich schon damit zurückgelegt. Aber da kommen noch ganz viele dazu“, weiß er, denn die IFA-Gemeinschaft sei immer mal wieder auf Tour.

Die IFA-Tour war zu Gast auf der Halbinsel Peenemünde. 20 alte IFA-Nutzfahrzeuge waren zu sehen. Vom Robur über W50 bis hin zur alten Feuerwehr ist alles dabei. Mit den Lkw war mancher schon in aller Welt.

Im Inneren hat sich Renato Pietzsch ein winziges zweites Zuhause eingerichtet, mit Bett, Fernseher, Internet, kompletter Küche und Mini-Dusche samt Toilette. Sogar seine dreijährige Tochter hat er schon mit dem IFA-Virus infiziert, bekennt er. „Die Kleine fragt immer, wann wir wieder mit dem alten Lkw los wollen“, sagt er. Gerne hätte er Lebensgefährtin und Tochter mit an die Ostsee genommen, aber es habe nicht mit dem Urlaub geklappt. „Wir kommen aber sicher noch mal her“ verspricht er.

Die IFA-Tour mit 20 historischen Lkw aus der DDR machte jetzt in Peenemünde Station. Die riesigen alten Lkw – W 50, Armeefahrzeuge und alte Feuerwehren – scheinen unverwüstlich. Einige von ihnen, wie der W50 von Renato Pietsch, haben schon die ganze Welt gesehen. Quelle: WLG

Faszinierende Technik

Einer, der ebenfalls voller Begeisterung für die IFA-Fahrzeuge ist, wohnt in Wolgast: Hans-Jochen Neumann. Der frühere Autohaus-Chef ist gerade selbst dabei, einen W50 wieder aufzubauen. „Wunderbare, faszinierende Technik“, sagt er. Gemeinsam mit der Gattin stattete er den Oldies auf der Halbinsel Peenemünde am Sonnabend einen Besuch ab. „So was darf man sich nicht entgehen lassen. Diese Fahrzeuge sind unverwüstlich und einfach toll gemacht. Da kommt keine Technik von heute mit“, sagt er – und ist schon mitten in der Fachsimpelei mit Renato Pietsch und dessen Kumpels.

Die IFA-Tour mit 20 historischen Lkw aus der DDR machte jetzt in Peenemünde Station. Die riesigen alten Lkw scheinen unverwüstlich. Ein stolzer Anblick bot sich den Besuchern. Quelle: WLG

Cornelia Meerkatz

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