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Greifswald Ideales Erntewetter: Drusch läuft super
Vorpommern Greifswald Ideales Erntewetter: Drusch läuft super
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03:53 18.07.2013
Nach dem Drusch der Gerste folgt sogleich die Stoppelbearbeitung — für die Möwen ein gefundenes Fressen.
Kemnitzerhagen

Reinhard Kurowski ist zufrieden wie es ein Landwirt in diesen sommerlichen Tagen nur sein kann: „Wir haben ideales Erntewetter. Unsere Wintergerste hat eine gute Qualität, der Ertrag stimmt, die Technik hält durch“, sagt der 52-Jährige aus Kemnitzerhagen.

Da er nur auf 104 Hektar Wintergerste angebaut hatte, ist er bereits mit durch. Der Testdrusch am vergangenen Donnerstag sei zufriedenstellend gewesen, so dass es Freitag in die Vollen ging. Gestern waren er und seine drei festangestellten Mitarbeiter bereits mit der Stoppelbearbeitung beschäftigt. „Danach werden wir kalken und darauf bauen, dass wir demnächst auch zur Rapsernte gutes Wetter haben“, erklärt Kurowski. Auf 230 Hektar hat er die Ölfrucht zu stehen, auf weiteren 250 Hektar gedeiht der Weizen.

Der Landwirt kann ein idyllisches Fleckchen Erde sein eigen nennen, kam 1994 mit seiner Frau aus Schleswig-Holstein nach Vorpommern und hat es nicht bereut. Nach einer kurzen Zeit in Kemnitz kaufte das Paar zwei Jahre später ein Baugrundstück und Acker in Kemnitzerhagen. Alles dicht bei dicht. „Besser geht es nicht“, sagt Katharina Kurowski, die sich im Unternehmen um den Bürokram kümmert und sich deshalb als „Mädchen für alles“ bezeichnet.

Vielleicht übernimmt ja eines Tages Sohn Christoph den Betrieb. Zumindest begann er in dieser Woche eine Landwirtschaftslehre in Hamburg, kann damit seinen Eltern nicht mehr unter die Arme greifen.

„Als unsere Kinder alle noch zu Hause waren, war das ganz praktisch“, erzählt Reinhard Kurowski, „sie haben nämlich alle drei einen Traktorführerschein.“ Aktuell packe jetzt noch Philipp, der Jüngste, mit an. Doch in gut zwei Wochen sind dessen Sommerferien vorbei.

Ob die Rapsernte dann schon im Gange ist? Gerd Rupnow, Vorsitzender des Bauernverbandes Ostvorpommern, hofft für die Landwirte auf weiterhin gutes Wetter. Zurzeit seien die Bedingungen wirklich ideal: „Im Mai und Juni gab es ausreichend Niederschläge. Da es jetzt nicht regnet, sparen wir Trocknungszeit. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass wir wohl etwas mehr als die durchschnittlichen Erträge einfahren können“, sagt er.

Allerdings würden mit jedem Tag die Erzeugerpreise fallen. Die Bauern müssten Preisstürze von bis zu 40 Prozent verkraften. „Wer im Winter einen Vorvertrag für Winterroggen abgeschlossen hat, bekam noch 200 Euro pro Tonne. Wer ihn jetzt verkaufen will, bekommt nur noch 122 Euro“, nennt Rupnow ein Beispiel. Für die Tonne Raps habe es im Winter 450 Euro geben, jetzt nur 365 Euro. Rupnow: „Der Landwirt muss immer mehr zum Kaufmann werden und spekulieren, wie viel er im Winter schon vertraglich absichern kann.“ Er hofft, dass die Talfahrt bald ein Ende habe. Zwar seien die aktuellen Preise nicht existenzbedrohend. Doch wer im Winter nichts verkauft habe, „hat jetzt wenig Spaß an der Ernte.“

Petra Hase und Kai Lachmann

Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) verwaltet aktuell 17 116 Wohnungen, Gewerbeflächen, Garagen, Carports, Gärten und andere Objekte.

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